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Maserati plant GT4-Rückkehr für 2028

Maserati stellt beim Goodwood Festival of Speed sein neues "Projekt GT4” vor, das ab 2028 in den weltweiten GT4-Serien zum Einsatz kommen soll

Maserati plant GT4-Rückkehr für 2028

Das Maserati Projekt GT4 ist gestartet: Der GranTurismo soll 2028 debütieren

Foto: Maserati Maserati

Die GT4-Klasse erhält prominenten Zuwachs aus Italien. Nachdem erst vor wenigen Wochen der neue Porsche 911 GT4 R vorgestellt wurde, der als Nachfolger des Cayman die Kundensport-Bühne betreten wird, zieht nun auch die Traditionsmarke aus Modena nach.

Im Rahmen des Goodwood Festival of Speed hat Maserati offiziell das "Projekt GT4" vorgestellt. Das Ziel ist ambitioniert: Ab der Saison 2028 will Maserati Corse mit einem neuen Rennwagen auf Basis des aktuellen GranTurismo in den weltweiten GT4-Sport zurückkehren.

Der neue GT4-Bolide wird von der hauseigenen Rennabteilung Maserati Corse entwickelt, die zuletzt mit dem MC20 GT2 bereits ein Kundensport-Fahrzeug auf die Beine gestellt hat.

Als Herzstück des neuen Projekts dient der 3,0-Liter-V6-Turbomotor. Dieser verfügt über eine aus der Formel 1 abgeleitete Vorkammer-Verbrennungstechnologie. Während das Triebwerk theoretisch bis zu 690 PS leisten kann, wird es für die Balance of Performance (BoP) der GT4-Klasse entsprechend elektronisch eingebremst.

Für die Rennstrecke speckt der GranTurismo ab: Rund 400 Kilogramm Gewicht soll die Rennversion im Vergleich zum Serienmodell verlieren. Dazu gesellt sich ein reinrassiges Aerodynamik-Paket inklusive Frontsplitter, Dive Planes und einem optimierten Heckflügel.

Eine spezielle Rennbremsanlage mit optimierter Kühlung, ein Einschweißkäfig sowie reglementkonforme 18-Zoll-Felgen komplettieren das Paket. Die Entwicklungsarbeit auf der Strecke wird federführend von Maserati-Cheftestfahrer Andrea Bertolini übernommen.

"Das Projekt GT4 stellt einen natürlichen Schritt in der Weiterentwicklung des Maserati-Corse-Programms dar und vervollständigt unsere Vision für die Zukunft des GT-Rennsports", erklärt Vincent Biard, Head of Maserati Corse.

"Unser Ziel ist klar: Wir wollen ein Fahrzeug entwickeln, das wettbewerbsfähig, zuverlässig und zugänglich für Teams und Fahrer ist. Die Entwicklung hat gerade erst begonnen, doch wir arbeiten bereits darauf hin, zur Saison 2028 ein Fahrzeug an den Start zu bringen, das auf höchstem Niveau konkurrieren kann."

Große GT4-Tradition von Maserati

Mit der Ankündigung knüpft Maserati an eine lange Historie im seriennahen GT-Sport an. Die Italiener gehören zu den Marken der ersten Stunde in dieser Kategorie: Bereits im Jahr 2004 stellte Maserati das Trofeo-Fahrzeug vor, das als Light GT4 das allererste Fahrzeug überhaupt war, das für die GT4-Klasse homologiert wurde.

Ab der Premierensaison 2007 war die Marke in der europäischen GT4-Serie permanent vertreten. Es folgten die Modelle GranTurismo MC (2009) und der GranTurismo MC GT4 (2016). Da diese Fahrzeuge inzwischen jedoch längst nicht mehr international startberechtigt sind, schließt das neue Projekt ab 2028 eine Lücke im Portfolio des Herstellers.

Das neue Fahrzeug wird in allen weltweit gültigen GT4-Serien einsetzbar sein.

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