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Schon wieder irres Mazda-MX-5-Finish: Drei Autos in 0,013 Sekunden!

Der Mazda-MX-5-Cup enttäuscht auch bei seinem zweiten Wochenende in Sebring nicht: Drei Fahrzeuge kreuzen die Ziellinie nahezu zeitgleich!

Schon wieder irres Mazda-MX-5-Finish: Drei Autos in 0,013 Sekunden!

"Oops, we did it again": Keine zwei Monate nach dem NASCAR-artigen Wahnsinnsfinish in Daytona hat der US-amerikanische Mazda-MX-5-Cup erneut ein Blockbuster-Finale bei einem Rennen abgeliefert.

Auf dem Sebring International Raceway wurde das erste von zwei Rennen mit 0,001 Sekunden Vorsprung entschieden, weitere 0,012 Sekunden dahinter kam Platz drei ins Ziel!

Es war der Höhepunkt eines ohnehin schon wilden Rennens, das mit spektakulärem Racing nur so begeisterte. Im Zentrum standen Selin Rollan (Hixon Motorsports), Michael Carter (Carter Racing Enterprises) und Gresham Wagner (Spark Performance), die auch in dieser Reihenfolge über die Ziellinie fuhren.

Streng genommen taten sie es aber auf gleicher Höhe nebeneinander. Selbst für den Mazda-MX-5-Cup, der enge Zieleinläufe gewohnt ist, war das, was diese Drei in Sebring ablieferten, außergewöhnlich. Eine beherzte Attacke von Wagner in der Sunset Bend, der langen Zieleingangskurve, brachte den Mann aus Virginia in Führung, nachdem er zu Beginn der Runde beinahe schon abgeflogen wäre.

Doch am Ausgang der Kurve kreuzte Rollan die Linie erfolgreich und ging innen daneben. Noch besser kam Carter aus der Kurve, doch er musste einen noch größeren Schlenker machen, um sich seinerseits innen neben Rollan zu setzen. Das kostete Schwung.

Das Trio fuhr nun Spiegel an Spiegel auf den Zielstrich zu und quasi zeitgleich drüber. Die Auswertung des Zielfotos bestätigte die Zeitnahme - Rollan hatte mit Millimetervorsprung vor Carter gewonnen, nur wenige Zentimeter dahinter lief Wagner doch nur als Dritter ein.

 

Sieger, ohne es zu wissen

Selin Rollan wusste gar nichts von seinem Glück, weil sein Funk nicht funktionierte: "Das war ein verrücktes Rennen bis zum Zielstrich! Ich wusste nicht einmal, dass Michael neben mir war und auch nicht, ob ich das Rennen gewonnen hatte. Ich fuhr die ganze Auslaufrunde, ohne es zu wissen."

Michael Carter bekam trotz der knappsten aller denkbaren Niederlagen das Grinsen nicht aus dem Gesicht: "Das hat mal richtig Spaß gemacht! Mich freut es, dass wir mit drei Autos nebeneinander fair über die Linie gefahren sind. Das war ein richtig gutes Rennen. Keiner hat geblockt, am Ende war ich Millimeter zu kurz."

Gresham Wagner erklärt, wie es zu seinem Angriff in Kurve 17 kam. "Ich habe einen Fehler in Kurve 1 gemacht und die Führung verloren", sagt er. "Das hat mich nicht zu sehr beunruhigt, weil ich wusste, dass der Windschatten wichtig ist. Und dass beide sehr aggressiv in die letzte Kurve reinstechen würden."

 

"Ich habe mich innen reingesetzt und die Führung wieder übernommen. Aber Kurve 17 ist eine Kurve mit drei Scheitelpunkten. Sie haben die Linie gekreuzt und etwas mehr Schwung zur Ziellinie mitgenommen. Ich wusste nicht, ob ich Zweiter oder Dritter war, aber es war ein gutes Rennen."

Im zweiten Rennen schlug Wagner dann zurück. Er gewann wesentlich unspektakulärer mit dem vergleichsweise riesigen Vorsprung von 0,964 Sekunden vor Carter. Rollan kam nicht über Platz neun hinaus.

Mit Bildmaterial von Mazda Motorsport/Ignite Media.

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Rennserie IMSA Sonstiges
Urheber Heiko Stritzke