Rennbericht
IMSA 12h Sebring
12h Sebring: 2. IMSA-Saisonsieg für Wayne Taylor Racing
Nach den 24h Daytona kämpften die Cadillac-Teams von Wayne Taylor und Action Express auch bei den 12h Sebring um den Sieg – mit dem besseren Ende erneut für die Taylor-Truppe.
Mario Fritzsche
Bearbeitet: 19.03.2017, 16:53
Link kopieren
Auf Viber teilen
Als bevorzugte Quelle hinzufügen
























Die 12 Stunden von Sebring sind von dem Fahrzeug gewonnen worden, das vor 7 Wochen auch die 24 Stunden von Daytona gewann: der #10 Cadillac DPi von Wayne Taylor Racing. Die Fahrerbesetzung war diesmal allerdings eine andere. Hatten in Daytona neben den Brüdern Ricky und Jordan Taylor noch Max Angelelli und Jeff Gordon über den Sieg gejubelt, so freut sich diesmal Alex Lynn mit den Taylor-Brothers über den Triumph.
In der Teamgeschichte von Wayne Taylor Racing ist es der 1. Sebring-Sieg überhaupt. Ricky und Jordan Taylor liegen nach ihrem 1. Sebring-Sieg und ihrem nun 2. Erfolg beim 2. Rennen der IMSA-Saison 2017 klar an der Spitze der Gesamtwertung. Für Alex Lynn bedeutet der Sebring-Sieg das perfekte Debüt in der Rennserie. Zuvor hatte der 23-jährige Brite gerade mal 3 Langstrecken-Rennen (Ende 2016 für Manor in der WEC) bestritten.
Bildergalerie:
- 12 Stunden von Sebring 2017
Neuauflage des Daytona-Duells
Wie schon vor 7 Wochen in Daytona, so war der Kampf um den Sieg auch diesmal ein Cadillac-Duell zwischen dem schwarzen #10 Cadillac DPi von Wayne Taylor Racing und dem weißen #5 Cadillac DPi von Action Express Racing mit den Fahrern Joao Barbosa, Christian Fittipaldi und Filipe Albuquerque.
Kurz vor der 8-Stunden-Marke übernahm der #10 Cadillac im Zuge der Boxenstopps das Kommando. Doch bei der Überrundung eines Audi aus der GTD-Klasse unmittelbar vor Sonnenuntergang ging die Führung wieder an den #5 Cadillac. IMSA-Debütant Alex Lynn hatte sich für die falsche Seite beim Überrunden entschieden. Filipe Albuquerque ließ sich nicht zweimal bitten.
Anschließend sah sich Albuquerque dem Druck von Jordan Taylor ausgesetzt. Exakt um 20:00 Uhr Ortszeit und damit bei noch 2:40 Stunden auf der Uhr zog Taylor vorbei in Führung. In diesem Fall war es Albuquerque, der sich bei der Überrundung eines Mercedes aus der GTD-Klasse für die falsche Seite entschieden hatte. Jordan Taylor ließ sich nicht zweimal bitten.
Nach insgesamt 5 Gelbphasen verteilt auf die 12 Stunden brachte Schlussfahrer Ricky Taylor den Sieg mit einem Vorsprung von 13,6 Sekunden auf Joao Barbosa über die Linie.
Historie:
- 12h Sebring: Alle Gesamtsieger seit 2001
Cadillac-Dreifacherfolg
Platz 3 ging an den #31 Cadillac DPi von Action Express Racing mit amtierenden IMSA-Champions Dane Cameron und Eric Curran sowie Mike Conway am Steuer. Die Chancen auf den Sieg waren dahin, als Curran in der 3. Rennstunde an 2. Stelle liegend über den zur Überrundung anstehenden #22 Nissan DPi von Brown/van Overbeek/Senna/Hartley stolperte.
Grund für die Kollision war, dass Curran in Kurve 17 nicht bemerkt hatte, dass van Overbeek Tempo herausnahm, um routinemäßig in die Boxengasse abzubiegen. Der rote Cadillac trug dabei erhebliche Beschädigungen davon und musste rundenlang repariert werden.
Aufgrunddessen lag der gelbe #85 Oreca von JDC-Miller Motorsports lange auf Podestkurs. Unterm Strich mussten sich Miller/Simpson/Goikhberg aber mit Platz 4 zufriedengeben, weil es Cameron/Curran/Conway doch noch aufs Podest schafften und damit den Cadillac-Dreifacherfolg perfekt machten.
Chronologie:
Für den von der Pole-Position gestarteten #13 Oreca von Rebellion Racing (Buemi/Heidfeld/Jani) waren früh alle Chancen dahin. Gleiches gilt für den ebenfalls nach LMP2-Reglement aufgebauten #90 Multimatic/Riley von VisitFlorida Racing sowie für die beiden Mazda DPi. Der #70 Mazda war mit Bremsdefekt und Crash in der 1. Rennstunde der 1. Ausfall im Rennen. Auch die beiden Nissan DPi von ESM sahen die Zielflagge nicht.
GTLM: Corvette triumphiert über Ford-Meute
In der einmal mehr hart umkämpften GTLM-Klasse triumphierten Antonio Garcia, Jan Magnussen und Mike Rockenfeller in der #3 Corvette, nachdem Ford lange Zeit das Geschehen bestimmt hatte. Beim letzten Boxenstopp übernahm Corvette die Spitze und gab diese mit Schlussfahrer Garcia nicht mehr ab.
Ford – zwischenzeitlich mit allen 3 GT in den Top 3 gelegen – musste sich mit den Plätzen 2, 4 und 5 der Klasse zufriedengeben. Die Daytona-Sieger Müller/Hand/Bourdais verpassten im #66 Ford den Sebring-Triumph um 4,4 Sekunden. Platz 3 ging im letzten Moment an den #62 Risi-Ferrari (Vilander/Calado/Fisichella) vor den Polesittern Briscoe/Westbrook/Dixon im #67 Ford sowie Mücke/Pla/Johnson im #68 Ford.
Der #24 RLL-BMW (Edwards/Tomczyk/Catsburg) sah die Zielflagge nicht. Grund war ein Crash von Catsburg in der 6. Rennstunde in Kurve 1. Die #4 Corvette (Gavin/Milner/Fässler) war zu diesem Zeitpunkt schon längst draußen: technischer Defekt schon in der 2. Rennstunde.
GTD: Mercedes siegt vor Ferrari
Der Sieg in der GTD-Klasse ging an den #33 Riley-Mercedes mit den Fahrern Ben Keating, Jeroen Bleekemolen und Mario Farnbacher. Das Podest der Klasse wurde vom #63 Ferrari der Scuderia Corsa (Nielsen/Balzan/Cressoni) und vom #75 SunEnergy1-Mercedes (Vautier/Habul/Said) komplettiert.
Die mit nur 4 betagten Oreca FLM09 einmal mehr schwach besetzte PC-Klasse wurde souverän von James French, Patricio O'Ward und Kyle Masson im #38 Oreca von Performance Tech Motorsports gewonnen. Für das Team ist es der 2. Saisonsieg nach den 24h Daytona.
Ergebnis:
- Das komplette Rennegebnis der 12h Sebring 2017 in Bildern
Im Rennkalender der IMSA-Saison 2017 geht es in 3 Wochen weiter auf dem Stadtkurs in Long Beach.
Wir wollen Deine Meinung!
Was würdest Du gerne auf Motorsport.com sehen?
An unserer 5-Minuten-Umfrage teilnehmen
- Das Motorsport.com-Team
Weiterlesen :
Diese Story teilen oder speichern
Link kopieren
Auf Viber teilen
Vorheriger Artikel 12h Sebring: Action Express führt nach 6 Stunden
Nächster Artikel 12h Sebring: Porsche mit Pech in der Schlussphase
Mehr von
Mario Fritzsche

Formel-2-Boss gibt zu: Colton Herta "tut sich schwerer als wir dachten"
Formel 2
Formel 2 4 T.
Formel-2-Boss gibt zu: Colton Herta "tut sich schwerer als wir dachten"

Francesco Guidotti: "Zufall", dass Trackhouse italienische Teammanager hat
MotoGP
MotoGP 4 T.
Francesco Guidotti: "Zufall", dass Trackhouse italienische Teammanager hat

"Das vergessen die Leute": Carlos Ezpeleta zum Abschied von Phillip Island
MotoGP
MotoGP
Phillip Island
5 T.
"Das vergessen die Leute": Carlos Ezpeleta zum Abschied von Phillip Island

Mehr von
Jordan Taylor

Im Spiegel unsichtbar: Das steckt hinter dem Cadillac-LMDh-Heckflügel
IMSA
IMSA
24h Daytona
8 M.
Im Spiegel unsichtbar: Das steckt hinter dem Cadillac-LMDh-Heckflügel

Von "anstrengend" bis "peinlich": So lief das NASCAR-Rennen der Formel-1-Stars
NASCAR Cup
NASCAR Cup
Austin
28.03.2023
Von "anstrengend" bis "peinlich": So lief das NASCAR-Rennen der Formel-1-Stars

Irres Corvette-Drama: 24h Le Mans 2022 "innerhalb eines Wimpernschlags" vorbei
WEC
WEC
24h Le Mans
13.06.2022
Irres Corvette-Drama: 24h Le Mans 2022 "innerhalb eines Wimpernschlags" vorbei

Mehr von
Wayne Taylor Racing

Cadillac: P4 in Le Mans nach meisten Führungsrunden "eine Enttäuschung"
WEC
WEC
24h Le Mans
4 M.
Cadillac: P4 in Le Mans nach meisten Führungsrunden "eine Enttäuschung"

Acura völlig demoralisiert: "Porsche spielt mit uns"
IMSA
IMSA
24h Daytona
8 M.
Acura völlig demoralisiert: "Porsche spielt mit uns"

Virusinfektion! WTR muss auf Cadillac-erfahrensten Fahrer verzichten
IMSA
IMSA
IMSA-Test in Daytona
18.01.2025
Virusinfektion! WTR muss auf Cadillac-erfahrensten Fahrer verzichten
Aktuelle News

MotoGP-Liveticker Australien: Der Trainingsfreitag auf Phillip Island
MotoGP
MGP MotoGP
Phillip Island
29 Min.
MotoGP-Liveticker Australien: Der Trainingsfreitag auf Phillip Island

Beeindruckendes Comeback: Wie hat Red Bull seine Saison 2026 gerettet?
Formel 1
F1 Formel 1 47 Min.
Beeindruckendes Comeback: Wie hat Red Bull seine Saison 2026 gerettet?

Ferrari-Duell bei Haas: Bearman und Camara kämpfen um Scuderia-Cockpit
Formel 1
F1 Formel 1 50 Min.
Ferrari-Duell bei Haas: Bearman und Camara kämpfen um Scuderia-Cockpit

Sainz skeptisch: Formel 1 kann Finale im Nahen Osten noch nicht garantieren
Formel 1
F1 Formel 1
Abu Dhabi
1 h
Sainz skeptisch: Formel 1 kann Finale im Nahen Osten noch nicht garantieren
Registrieren und Motorsport.com mit Adblocker genießen!
Von Formel 1 bis MotoGP berichten wir direkt aus dem Fahrerlager, denn wir lieben unseren Sport genau wie Du. Damit wir dir unseren Fachjournalismus weiterhin bieten können, verwendet unsere Website Cookies. Dadurch wird Dein Nutzererlebnis optimiert und die Werbung auf Deine Interessen zugeschnitten. Wir wollen dir aber natürlich trotzdem die Möglichkeit geben, eine werbefreie Website zu genießen.
Du hast 2 Optionen:
- Registrieren
- Deaktiviere bitte Deinen Adblocker.
Jetzt registrieren Schon registriert? Dann hier einloggen!
Adblocker deaktiviert?
Dann versuche es mit Seite neu laden
Benachrichtigungs-Einstellungen
Registrieren