Zum Hauptinhalt springen

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

12h Sebring 2026: Historischer Triumph für Penske-Porsche

Nasr/Andlauer/Heinrich holen nach dem Daytona-Sieg auch den Sebring-Sieg - Doppelerfolge auch in den Klassen LMP2 und GTD-Pro

12h Sebring 2026: Historischer Triumph für Penske-Porsche

Nach Daytona-Sieg auch Sebring-Sieg für Felipe Nasr, Julien Andlauer, Laurin Heinrich

Foto: Jake Galstad / Lumen via Getty Images

Die 12 Stunden von Sebring der IMSA-Saison 2026 sind am Samstag bei bestem Wetter über die Bühne gegangen und am späten Abend mit einem überzeugenden Doppelerfolg für Porsche Penske Motorsport zu Ende gegangen. Für Porsche ist es der 20. Gesamtsieg in Sebring.

Angetreten zum Rennen sind 55 Autos, verteilt auf die vier Klassen GTP, LMP2, GTD Pro und GTD. Ins Ziel kamen nach den zwölf Stunden, die im Zeichen von neun Gelbphasen standen, 45 Autos. Die zehn Ausfälle betrafen ausschließlich die beiden GT-Klassen. Dem siegreichen Fahrzeug, dem Penske-Porsche mit der Startnummer 7, wurden von Felipe Nasr, Julien Andlauer, Laurin Heinrich letztlich 343 Rennrunden aufgebrummt (Ergebnis: 12h Sebring 2026).

Damit haben Nasr/Andlauer/Heinrich nach den 24h Daytona nun auch bei den 12h Sebring den Gesamtsieg eingefahren. Ihr Daytona-Triumph kam am letzten Januar-Wochenende zustande. Etwas weiter südlich haben sie nun knapp sieben Wochen später das Doppel perfekt gemacht. Und: Felipe Nasr hat genau das jetzt als erster Fahrer überhaupt in zwei aufeinanderfolgenden Jahren geschafft. Schon 2025 war der Brasilianer am siegreichen Daytona-Sebring-Doppel beteiligt.

Laurens Vanthoor, Kevin Estre, Matt Campbell machten im Schwesterauto mit der Startnummer 6 auf P2 den Doppelerfolg für das Porsche-Werksteam Penske perfekt.

Die Vorentscheidung, welcher der beiden Penske-Porsche das Rennen gewinnt, schien exakt bei der 10-Stunden-Marke zu fallen. Laurin Heinrich im Porsche #7 kam als Spitzenreiter unter Grün zum letzten Fahrerwechsel, wobei er Laurens Vanthoor im Porsche #6 direkt an seinem Heck hatte. Weil der Boxenstopp der #6-Crew eine Sekunde schneller war als in der Nachbarbox, bog Kevin Estre knapp vor Felipe Nasr als neuer Führender wieder auf die Rennstrecke ein.

Als es kurz darauf die siebte Gelbphase gab, kamen beide Penske-Porsche wieder an die Box. Dabei wurde das Auto von Nasr nur vollgetankt, während am Auto von Estre außerdem die Reifen gewechselt wurden. Damit gelangte der über weite Teile des Rennens auf P1 gelegene Porsche #7 doch wieder in Führung. Über Funk aber meldete sich "Captain" Roger Penske persönlich. Seine Anweisung: Nasr solle Estre wieder passieren lassen.

Nasr hielt sich nicht sofort an die Anweisung. Es vergingen zwei Restarts und mehrere Runden unter Grün, bevor der Brasilianer doch Folge leistete. Kurz vor der 11-Stunden-Marke ging er am Ende der Gegengerade vom Gas und überließ Estre damit die Führung. Das war aber noch nicht der Schlusspunkt.

Nur wenige Runden später nämlich holte sich Nasr an derselben Stelle, vor Kurve 17 am Ende der Gegengerade, die Spitzenposition zurück. Auf der Innenbahn sah er ganz rechts eine Lücke und nutzte diese. Damit war es doch wieder der Porsche mit der Startnummer 7, der ganz vorne fuhr.

Auf dem dritten Platz hinter den beiden Penske-Porsche kamen Ricky Taylor, Filipe Albuquerque und Will Stevens im Cadillac mit der Startnummer 10 von Wayne Taylor Racing ins Ziel. Sie waren damit "Best of the Rest".

Im Qualifying am Freitag war Jack Aitken im Action-Express-Cadillac #31 (Aitken/Bamber/Vesti) der schnellste Fahrer. Im Rennen aber leistete sich Aitken noch in der ersten Stunde einen Dreher. Zu diesem Zeitpunkt fuhr er an dritter Stelle. Am Ende wurde es P4.

BMW brachte beim zweiten IMSA-Einsatz von WRT einen der beiden M Hybrid V8 auf P6 ins Ziel, nämlich das Auto mit der Startnummer 24 ((S. van der Linde/D. Vanthoor/Frijns). Das Schwesterauto mit der Startnummer 25 (Eng/Wittmann/Magnussen) schloss indes auf dem letzten Platz der GTP-Klasse ab. Grund war nicht zuletzt ein unverschuldeter Zwischenfall in der fünften Stunde.

In einem Zweikampf in der GTD-Klasse hatte sich Brendan Iribe im Optimum-Ferrari #70 (Iribe) in Kurve 13 gedreht. Beim Wiedereinreihen in den Rennverkehr übersah er den von Marco Wittmann gefahrenen BMW, erwischte ihn und fügte dem GTP-Boliden dabei erheblichen Schaden zu.

Im Lager von Acura fingen sich beide ARX-06 von Meyer Shank Racing spät im Rennen Strafen ein. In beiden Fällen war ein Vergehen beim Boxenstopp der Grund. Während auf einem Boxenplatz des Teams ein Druckluftschlauch überfahren wurde, war nebenan im anderen Boxenplatz des Teams das Auto nicht korrekt zur Durchführung des Boxenstopps positioniert. Am Ende wurden es die Plätze fünf und acht.

Straffes März-Programm für IndyCar-Stars Dixon, Palou, Kirkwood

Der Aston Martin Valkyrie schloss in den Händen von Gunn/de Angelis/Riberas ein Jahr nach seinem Renndebüt diesmal mit zwölf Runden Rückstand auf P10 der GTP-Klasse (P20 im Gesamtergebnis des Rennens) ab.

Übrigens: Drei Fahrer haben sich in diesen Wochen ein besonders straffes Programm auferlegt: Die IndyCar-Stammpiloten Scott Dixon, Alex Palou und Kyle Kirkwood waren an den vergangenen drei Wochenenden in ihrer angestammten Serie im Renneinsatz, an diesem Wochenende fuhren sie den IMSA-Klassiker in Sebring, am kommenden Wochenende fahren sie direkt das nächste IndyCar-Rennen.

In Sebring fuhr der sechsmalige IndyCar-Champion Scott Dixon den Meyer-Shank-Acura #60 (Blomqvist/Braun/Dixon; P5). Der viermalige und amtierende IndyCar-Champion Alex Palou saß im Meyer-Shank-Acura #93 (van der Zande/Yelloly/Palou; P8). Und Kyle Kirkwood, seines Zeichens der aktuelle IndyCar-Tabellenführer, fuhr in der GTD-Pro-Klasse den Vasser-Sullivan-Lexus #14 (Hawksworth/Barnicoat/Kirkwood).

Phil Fayer, Hunter McElrea, Mikkel Jensen

In der LMP2 gab es einen Doppelerfolg für United Autosports: #2 vor #22

Foto: Jake Galstad / Lumen via Getty Images

Auch im Feld der LMP2-Klasse gab es einen Doppelerfolg, in diesem Fall für United Autosports. Den Sieg holte die Besetzung des Oreca mit der Startnummer 2 (Fayer/McElrea/Jensen) vor ihren Teamkollegen im Schwesterauto mit der Startnummer 22 /Goldburg/di Resta/Lindh). Das LMP2-Podium komplett machten Farano/Vautier/Alvarez im Tower-Oreca mit der Startnummer 8.

GTD Pro: Doppelerfolg für Porsche

In der GTD-Pro-Klasse startete der unter anderem von IndyCar-Tabellenführer Kyle Kirkwood pilotierte Vasser-Sullivan-Lexus #14 (Hawksworth/Barnicoat/Kirkwood) von der Pole. Die Hoffnungen auf den Sieg aber platzten, als sich in der achten Stunde - nach mehr als drei Stunden Green-Flag-Racing am Stück - das linke Vorderrad am Lexus löste. Am Ende wurde es für Hawksworth/Barnicoat/Kirkwood nicht einmal ein Top-10-Ergebnis in der Klasse.

Den Sieg in der GTD-Pro-Klasse holten sich Thomas Preining, Klaus Bachler und Ricardo Feller im Manthey-Porsche mit der Startnummer 911, dem sogenannten "Grello". Auf P2 kamen ihren Markenkollegen Nick Tandy, Harry King und Alessio Picariello im AO-Porsche mit der Startnummer 77 ins Ziel. Somit gab es in der GTD-Pro-Klasse genau wie in der GTP-Klasse einen Doppelerfolg für Porsche.

Thomas Preining, Klaus Bachler, Ricardo Feller

Sieg für den "Grello" von Manthey in der GTD-Pro-Klasse

Foto: Jake Galstad / Lumen via Getty Images

Den dritten Platz im GTD-Pro-Feld belegte Corvette mit Milner/Catsburg/Varrone (Startnummer 4), gefolgt von ihren Teamkollegen Garcia/Sims/Kirchhöfer im Schwesterauto mit der Startnummer 3. Die Top 5 wurden komplettiert vom besten BMW, dem M4 GT3 Evo von Paul Miller Racing mit der Startnummer 1, gefahren von Verhagen/de Philippi/Hesse.

Der Winward-Mercedes #48 (Noble/Hart/Stolz) hatte im Qualifying am Freitag den zweiten Startplatz erzielt. Im Nachgang aber wurden die Rundenzeiten gestrichen, weil das Auto bei der Technischen Inspektion eine zu geringe Bodenfreiheit aufwies. So durften Noble/Hart/Stolz anstatt vom zweiten lediglich vom 13. Startplatz der GTD-Pro-Klasse starten. Im Rennen wurde der Winward-Mercedes von technischen Problemen heimgesucht und kam nicht ins Ziel.

GTD: Ferrari siegt trotz drei Strafen

Die mit 19 Autos besetzte GTD-Klasse wurde gewonnen vom AF-Corse-Ferrari mit der Startnummer 21, gefahren von Simon Mann, Lilou Wadoux und Antonio Fuoco. Dieses Fahrertrio hatte im Verlauf der zwölf Stunden nicht weniger als drei Strafen kassiert, zwei davon waren Durchfahrtsstrafen. Trotzdem setzte sich Schlussfahrer Fuoco am Ende durch und sorgte dafür, dass in der GTD-Klasse kein Porsche gewann.

Simon Mann, Lilou Wadoux, Antonio Fuoco

Die Besetzung des AF-Corse-Ferrari riss das Rennen in der GTD noch herum

Foto: Jake Galstad / Lumen via Getty Images

Der beste Porsche im GTD-Feld kam auf P3 ins Ziel. Es war der 911er von Wright Motorsports mit Teambesitzer Adam Adelson sowie Tom Sargent und Callum Ilott am Lenkrad. Den zweiten Platz direkt vor dem Wright-Porsche erzielte der von der Klassen-Pole gestartete Heart-of-Racing-Aston-Martin mit der Startnummer 27 und den Fahrern Tom Gamble, Eduardo "Dudu" Barrichello und Zacharie Robichon.

Die ersten zwei von letztlich zehn Ausfällen im Rennen gingen auf das Konto des Winward-Mercedes #57 (Ward/Ellis/Dontje) aus der GTD und des Risi-Ferrari #62 (Serra/Rigon/Pier Guidi) aus der GTD Pro.

Kurz vor der 3-Stunden-Marke hatte sich eingangs Start/Ziel Sebastien Priaulx im Multimatic-Ford #65 (Mies/Vervisch/Priaulx) gedreht. Alessandro Pier Guidi im Risi-Ferrari wollte ausweichen, drehte sich dabei seinerseits und wurde von Russell Ward im Winward-Mercedes erwischt.

Nach den beiden Langstreckenklassikern in Florida, den 24h Daytona und den 12h Sebring, geht es im IMSA-Kalender 2026 für die zwei folgenden Rennen nun von der Ostküste an die Westküste der USA, nämlich nach Kalifornien. Am 18. April wird auf dem Stadtkurs in Long Beach gefahren, am 3. Mai dann auf der Naturrennstrecke Laguna Seca.

Vorheriger Artikel Startaufstellung 12h Sebring 2026: Jack Aitken holt Pole für Cadillac
Nächster Artikel Nach Sebring-Doppelsieg: Estre und Nasr fetzen sich in Pressekonferenz