24h Daytona 2026: Porsche-Dominanz, Ferrari-Crash und McLaughlin-Show
Kurz vor Halbzeit im Rolex 24 in Daytona gibt Porsche klar den Ton an - Mehrere Crashs und eine sehenswerte Aufholjagd in den GT-Klassen -- Nebel sorgt für Gelb
Penske-Porsche hat das Geschehen bei den 24h Daytona bisher klar im Griff
Foto: Andrew Andrew
Bei den 24 Stunden von Daytona, Saisonauftakt 2026 der IMSA SportsCar Championship, stand der Großteil der ersten Rennhälfte in der Topklasse GTP im Zeichen einer Porsche-Dominanz.
Zwar hatte Kevin Estre im Penske-Porsche #6 (L. Vanthoor/Estre/Campbell) in den ersten Stunden im Überrundungsverkehr eine Berührung mit einem LMP2-Boliden. Dabei wurde die Verkleidung des Penske-Porsche im Bereich des hinteren rechten Kotflügels leicht beschädigt und musste an der Box geklebt werden, um größere Schäden zu vermeiden. Dem Speed des Autos tat dies keinen sichtbaren Abbruch.
Gemeinsam mit dem Penske-Porsche #7 (Nasr/Andlauer/Heinrich) wurde am Abend stundenlang das Tempo bestimmt. Aber nicht nur die beiden Penske-Porsche, sondern auch der privat eingesetzte JDC-Miller-Porsche #85 (Pino/Frederick/van der Helm), der als einziger 963 in 2025er-Spezifikation fahren darf, verbuchte Führungsrunden unter Flutlicht.
Kurz vor der 6-Stunden-Marke wurde es im Kampf um die Führung richtig eng. Tijmen van der Helm, im gelben JDC-Miller-Porsche auf einer abweichenden Boxenstoppstrategie unterwegs, hielt im Führungsduell gegen Laurin Heinrich im Penske-Porsche dagegen, bevor sich der Porsche-Werksfahrer doch durchsetzte.
Nebel sorgt für schwierige Sicht in der Nacht
Die GTP-Boliden anderer Hersteller, wie etwa Acura oder Cadillac, kamen bislang nur kurzzeitig in den Genuss von Führungsrunden. Vom reinen Tempo her hinterlässt das Porsche-Werksteam Penske mit seinen zwei 963 in 2026er-Spezifikation klar den stärksten Eindruck, was auch der Konkurrenz aufgefallen ist.
Gegen 20:30 Uhr Ortszeit (02:30 Uhr MEZ) zogen Nebelschwaden am Daytona International Speedway auf. In Kombination mit der Dunkelheit und den grellen Flutlichtern waren die Sichtverhältnisse für die IMSA-Piloten, und nicht zuletzt für die Spotter auf dem Dach der Haupttribüne, nicht gerade einfach.
Größere Zwischenfälle gab es in dieser Phase, die mit mal mehr, mal weniger Nebel mehrere Stunden lang anhielt, bislang nicht. Bei der 11-Stunden-Marke aber war der Nebel so dicht, dass aus diesem Grund eine Gelbphase ausgerufen wurde. Diese Gelbphase dauert nun schon 20 Minuten - und sie könnte noch einige Zeit länger dauern.
Kurz vor Halbzeit wird das Rolex 24 in Daytona angeführt vom Penske-Porsche mit der Startnummer 7, gefolgt vom Action-Express-Cadillac #31 (Aitken/Bamber/Vesti/Zilisch) und dem Penske-Porsche mit der Startnummer 6.
In der LMP2-Klasse wird aktuell der AO-Oreca #99 (Hyett/Cameron/Edgar/Rasmussen) als Spitzenreiter geführt.
GTD-Pro: Ferrari räumt sich gegenseitig ab
Im GT-Feld gab es kurz nach der Zwei-Stunden-Marke größere Aufregung. Und diese betraf das Ferrari-Lager in der GTD-Pro-Klasse. Im Infield kam Daniel Serra im Risi-Ferrari (Serra/Rigon/Pier Guidi) im dichten Verkehr von der Piste ab. Nach einem wilden Ritt durch das Gras krachte er bei Rückkehr auf die Strecke voll in die rechte Seite des Triarsi-Ferrari #033 (Calado/Agostini/Rovera/Molina), der von James Calado pilotiert wurde.
Der Risi-Ferrari trug die deutlich größeren Beschädigungen davon und musste das Rennen aufgeben. Auch der Triarsi-Ferrari wurde beschädigt, aber nicht so stark. Nach dem Zwischenfall mit dem Risi-Ferrari fuhr James Calado noch die bis dahin schnellste Runde in der GTD-Pro-Klasse.
Rund eine Stunde vor dem Crash hatte eben dieser Triarsi-Ferrari schon einen anderen Zwischenfall, und zwar an der Box. Beim Nachtanken lief einiges an Sprit aus und entzündete sich. Trotz einer großen Rauchwolke ging alles glimpflich aus. Calado übernahm den 296 GT3 Evo von Alessio Rovera und setzte das Rennen fort nach Plan - bis zum Crash mit dem Risi-Ferrari.
An der Spitze der GTD-Pro-Klasse liegt kurz vor Halbzeit der Distanz der Paul-Miller-BMW #1 (Verhagen/de Phillippi/Hesse/Harper), gefolgt vom Manthey-Porsche #911 (Preining/Bachler/Feller) und dem Multimatic-Ford #65 (Mies/Vervisch/Priaulx).
GTD: Wright-Porsche kracht in LMP2-Auto
Auch in der GTD-Klasse wurden schon Ausfälle notiert. Knapp drei Stunden nach dem frühen Crash des RS1-Porsche musste auch der Wright-Porsche #120 (Adelson/Skeer/Sargent/Ilott) die Segel streichen.
Grund war ein Crash mit dem AF-Corse-Oreca #88 (Perrodo/Nielsen/Murry/Vaxiviere) kurz vor Kurve 5. Dylan Murry hatte sich im LMP2-Boliden gedreht und war von Adam Adelson voll getroffen worden, woraufhin dessen Porsche noch geradeaus in die Reifenstapel einschlug.
Adam Adelson ist bei Wright Motorsports nicht nur Fahrer, sondern auch Teambesitzer. Infolge des Unfalls wurde er in einem nahegelegenen Krankenhaus durchgecheckt. Von dort meldete sein Team wenig später, dass es ihm gut geht und er das Krankenhaus wieder verlassen hat.
Scott McLaughlin fährt DXDT-Corvette von P10 nach vorn
Was das Renngeschehen in der GTD-Klasse betrifft, so hat IndyCar-Pilot Scott McLaughlin die DXDT-Corvette #36 (Filippi/Eastwood/Yoluc/McLaughlin) vor Mitternacht in Daytona in etwas mehr als einem Stint zunächst von P10 bis auf P2 nach vorn gefahren. Mehr noch: Am Ende seines Doppelstints übergab er das Auto in Führung liegend an Charlie Eastwood.
Nach gut 11 der 24 Rennstunden werden die Top 3 der GTD-Klasse gebildet von der DXDT-Corvette, der 13-Autosport-Corvette #13 (Fidani/M. Bell/Kern/Green) und dem Turner-BMW #96 (Gallagher/Foley/Klingmann/Selldorff).
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