Acura völlig demoralisiert: "Porsche spielt mit uns"
Renger van der Zande hat schon in der Anfangsphase des Rolex 24 in Daytona keine Lust mehr - "Das war sehr demotivierend", sagt er über die Porsche-Pace
Panik bei der Konkurrenz nach Porsches Husarenritt zu Beginn der 24h Daytona 2026
Foto: Getty Images
Zwar fangen die Gelbphasen die Porsche 963 immer wieder ein, doch Penske hat im allerersten Stint bei den 24 Stunden von Daytona 2026 (hier im Livestream!) eindeutig gezeigt, über wen der Sieg bei der 64. Auflage gehen wird. Die beiden Werks-Porsche waren als einzige Fahrzeuge in den ersten sechs Stunden in der Lage, Zeiten von unter 1:37 Minuten zu fahren.
Renger van der Zande, der im Meyer-Shank-Acura #93 (van der Zande/Yelloly/Palou/Ohta) den Startturn absolvierte, klang bei seiner Interviewrunde im Medienbesuch regelrecht erschüttert.
"Das war ein sehr demotivierender Stint. Ich fürchte, das war das letzte Mal, dass wir die Porsche für den Rest der 24 Stunden überhaupt gesehen haben. Die spielen einfach nur mit uns. Es fühlte sich furchtbar an - das hat da draußen keinen Spaß gemacht", so der 39-Jährige.
Überrascht von der deutschen Übermacht ist der Niederländer jedoch nicht: "Ich hatte gehofft, dass wir dagegenhalten können, aber das war nicht der Fall."
Er gibt zu, dass sein Versuch, das Tempo der Porsche mitzugehen, nach hinten losging: "Der Reifenverschleiß an der Hinterachse ist ziemlich schlimm. Ich habe am Anfang versucht dranzubleiben und dabei wohl meine Reifen verheizt. Das hat sich am Ende des Doppelstints gerächt."
Zum schluss gibt er sich doch noch kämpferisch: "Wir fokussieren uns auf unseren Plan und versuchen, das Beste aus unserem Acura und dem Team herauszuholen. Wenn wir am Ende noch eine Chance haben, werden wir sie nutzen. Aber dieser erste Stint hat uns mehr oder weniger gezeigt, wo wir stehen."
Hoffnung, die Lücke allein durch Abstimmung während des Rennens an den Stabilisatoren oder dem Reifendruck zu schließen, hat er kaum: "Wir können uns noch verbessern, aber das wird den Rückstand nicht wettmachen."
Ricky Taylor: Haben die etwa noch mehr drauf?
Auch bei Ricky Taylor aus dem WTR-Cadillac #10 (R. Taylor/Albuquerque/Stevens) hat der Auftaktstint, in dem die beiden Porsche zeitweise über 20 Sekunden Vorsprung auf die Konkurrenz herausfuhren, Eindruck hinterlassen.
"Was mir wirklich Schiss macht, ist, dass Porsche normalerweise zu Beginn der Rennen nicht alles zeigt. Und dann fahren sie so einen Vorsprung heraus. Jetzt bin ich wirklich besorgt, dass sie noch mehr Pfeile im Köcher haben", zeigt sich der ältere der Taylor-Brüder alarmiert.
Zwar schien die Dominanz im zweiten Stint eines Reifensatzes etwas weniger ausgeprägt, doch das Gesamtbild bleibt für die Konkurrenz düster. "Auf einem frischen Satz Reifen sehen sie besonders stark aus. Wir beobachten zwar alle, aber sie sind definitiv diejenigen, die es zu schlagen gilt", bilanziert Taylor.
Nach sechs Stunden führt in Daytona der Penske-Porsche #7 (Nasr/Andlauer/Heinrich).
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