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"Bitte gebt uns Zeit": Wie lange, bis WRT in der IMSA auf Touren kommt?

Vincent Vosse erbittet sich ein wenig Zeit, um das GTP-Programm in der IMSA SportsCar Championship zum Erfolg zu führen - Aber wird BMW ihm diese geben?

"Bitte gebt uns Zeit":  Wie lange, bis WRT in der IMSA auf Touren kommt?

Die BMW M Hybrid V8 werden in der IMSA 2026 erstmals von WRT eingesetzt

Foto: Lumen Lumen

WRT-Teamchef Vincent Vosse bittet um etwas Geduld bei der Implementierung des BMW-Programms in der IMSA SportsCar Championship. Das Rolex 24 in Daytona ist das erste offizielle Rennen in der GTP-Kategorie für das Team WRT.

"Im Vergleich zu den amerikanischen Teams, die hier sind, sind wir komplette Neulinge", sagt Vosse gegenüber Motorsport-Total.com. Beim Vortest und auch in den Trainings hing BMW in der Tat hinter Acura, Cadillac und Porsche noch etwas zurück.

Im ersten Training hatte der WRT-BMW #25 (Marciello/Eng/Wittmann/Magnussen) zusätzlich ein Hybridproblem. Auch das Qualifying war wenig erbaulich: Die beiden M Hybrid V8 qualifizierten sich auf den Plätzen neun und zehn. In den Longruns ist ebenfalls ein klarer Rückstand zu beobachten.

Ein dritter Platz für die #24 im dritten Freien Training gab wiederum Anlass zum Optimismus. Tatsächlich war das offenbar nicht bloß auf die drei Abbrüche zurückzuführen, sondern auf einen generellen Set-up-Kniff, der ein wenig Hoffnung macht. Ob das reicht, um im Rennen vorne mitzumischen, bleibt abzuwarten.

Zwei Starts in Daytona als einzige IMSA-Erfahrung

WRT ist kein kompletter Daytona-Rookie. In den Jahren 2019 und 2020 nahm die belgische Mannschaft in Kooperation mit Speedstar Motorsport und Audi Kanada am Rolex 24 in der GTD-Klasse teil. Beim Rennen 2020 sprang ein dritter Platz heraus.

"Das ist unsere einzige Erfahrung in der IMSA bisher", sagt Vosse. "Also ja, wir fangen bei Null an. Natürlich haben wir unser Know-how und einige erfahrene Leute, die letztes Jahr in der IMSA waren und neu im Team sind. Aber all das muss zusammenpassen und funktionieren." Anders als 2019 und 2020 wird der Einsatz diesmal von einem amerikanischen Ableger des Teams gestemmt.

"Das ist [in dieser Konstellation] unser allererstes Rennen, also gebt uns ein bisschen Zeit. Wir müssen etwas Geduld haben", so Vosse weiter. "Wir werden das erste Rennen analysieren, mitnehmen, was wir können, und dann analysieren, wie wir uns für die Zukunft verbessern können."

Vosse fügt hinzu, dass es keinen definitiven Zeitplan gibt: "Es ist nicht wirklich eine Frage des wann. Die Frage ist, was wir brauchen. Und das ist eine Mischung verschiedenster Dinge. Man muss alles zusammenbringen. Das kann vier Rennen dauern, es kann zwölf Rennen dauern. Es hängt einfach davon ab, wie die Dinge laufen."

"Und man muss alles zusammenbringen. Das kann vier Rennen dauern, es kann zwölf Rennen dauern. Es hängt einfach davon ab, wie die Dinge laufen."

"Wir wissen, was zu tun ist", versichert er. "Es ist nur so, dass es ein neues Team ist. Selbst wenn man sehr erfahrene Leute hat, muss sich die Mannschaft in dieser Form erst einspielen. Ich habe kein Problem damit zu sagen, dass wir ein bisschen Zeit brauchen."

Roos drängt: Sind hier, um zu gewinnen

Die Frage ist jedoch, wie viel Geduld BMW haben wird. BMW-Motorsportchef Andreas Roos stellt unmissverständlich klar, dass BMW sich kein weiteres Lehrjahr in der IMSA SportsCar Championship leisten kann.

"Nein, auf keinen Fall. Selbst unter den schwierigen Bedingungen, den Herausforderungen mit einem neuen Team, einem neuen Auto, einem engen Zeitplan und so weiter, ist unser Ziel immer noch ganz klar: Wir wollen hier gewinnen", sagt er im Gespräch mit Motorsport-Total.com.

Er ist sich bewusst, dass es nach den Trainings "schwierig" werde. "Andererseits haben wir in der IMSA oft gesehen, dass alles möglich ist, besonders in den letzten zwei Stunden. Deshalb werden wir bis zum Ende kämpfen. Wir sind hier, um zu gewinnen. 'Dabei sein ist alles' zählt bei uns nicht."

BMW steht unter Druck, denn bislang hat das LMDh-Programm noch nicht die gewünschten Erfolge eingefahren. In der WEC ist der M Hybrid V8 noch sieglos, in der IMSA waren drei Siege in ebenso vielen Jahren zu wenig. Trotzdem weiß Roos, dass ein Sieg von WRT im ersten IMSA-Rennen nicht unbedingt wahrscheinlich ist. "Wir sind realistisch", sagt er.

"Die Konkurrenz ist hier unglaublich stark. Sie haben natürlich einen leichten Vorteil, aber wir haben eine Entscheidung getroffen [RLL gegen WRT zu tauschen], und müssen jetzt die Lücke so schnell wie möglich schließen."

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