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IMSA 24h Daytona

BoP 24h Daytona 2022: Corvette und BMW müssen zuladen

Weit hinten gelandet, trotzdem gibt es noch Gewicht: BMW und Corvette müssen zuladen, werden aber dafür an anderer Stelle entlastet - Neuer GT3-Acura erleichtert

Überraschende Änderung der Balance of Performance (BoP) bei den 24 Stunden von Daytona 2022: Corvette und BM, die in der GTD Pro nicht mitkamen, müssen zusätzlich Gewicht einladen. Allerdings dürfen sie auch die Flügel flacher stellen, was auf dem Daytona International Speedway mit seinen langen Geraden einen Vorteil darstellt. Livestream und Co: Alle Infos zu den 24h Daytona 2022!

Konkret muss Corvette 15 Kilogramm in die C8.R einladen. Sie wiegt nun 1.335 Kilogramm. Zum Ausgleich darf Corvette den Heckflügel um drei Grad flacher stellen. Bei der Corvette C8.R handelt es sich noch um ein GTE-Fahrzeug, das über die BoP auf das Niveau der GT3-Fahrzeuge gebracht wird. Die Einstufung ist daher schwierig.

Der noch immer brandneue BMW M4 GT3 erhält in beiden Klassen (GTD Pro und GTD) ein Zusatzgewicht von zehn Kilogramm und steht damit nun bei 1.340 Kilo. Der Heckflügel darf um 2,2 Grad gegenüber dem Qualifikationsrennen flacher gestellt werden. Hinzu kommt eine Verringerung der Spritmenge pro Stint um vier Liter.

Erst während des Vorbereitungswochenendes "Roar before the 24" erhielt der BMW mehr Ladedruck und die Corvette einen größeren Luftmengenbegrenzer. Die Spritmenge wurde beim BMW außerdem um fünf Liter erhöht, sodass netto noch immer ein Literchen Plus gegenüber der ursprünglichen BoP bleibt.

Warum die beiden Fahrzeuge solchen Maßnahmen unterworfen werden, obwohl sie auch in den kurvigen Sektionen Schwierigkeiten hatten, begründet die IMSA nicht. Natürlich gibt es seitens der schnellen Teas die üblichen Sandbagging-Vorwürfe in Richtung der Langsamen.

Absichtlich Performance zurückzuhalten, ist bei denn 24 Stunden von Daytona strafbar, normalerweise aber nicht in Form von Zusatzgewicht. 2016 mussten beispielsweise die Lamborghinis zu fünfminütigen Stop-&-Go-Strafen antreten.

Acura darf ausladen, McLaren unverändert

Bei BMW, wo an diesem Wochenende das 50-jährige Bestehen der M GmbH mit dem neuen M4 GT3 zelebriert wird, wird diese Maßnahme natürlich nicht gut ankommen. John Edwards aus dem RLL-Werksteam gibt zu: "Das Qualifikationsrennen ist nicht gut gelaufen, aber zum Glück gab es dafür keine Meisterschaftspunkte."

Nick Yelloly ergänzt: "Das Qualifikationsrennen hat uns gezeigt, wo wie im Moment stehen - und das ist nicht da, wo wir sein wollen. Jetzt müssen wir in den nächsten Tagen die Köpfe zusammenstecken." Erstaunlich war hier vor allem, dass das Kundenteam Turner Motorsport schneller war als das Werksteam. Und das, obwohl Turner bei Rennhälfte nach einer Kollision ausschied.

In seiner Performance gestärkt wird hingegen der Acura NSX GT3 Evo22, der in seiner neuesten Evolutionsstufe sein erstes Rennen fährt. Dieser ist jedoch nicht in der GTD Pro vertreten. Das Gradient-Team darf 25 Kilogramm ausladen und erhält vier Liter mehr Sprit. Der Acura gehörte beim Qualifikationsrennen zu den langsamsten Fahrzeugen, war allerdings in seiner theoretisch besten Runde noch immer schneller als der BMW.

Der McLaren (hier im Kampf mit dem späteren GTD-Pro-Sieger) wird nicht eingebremst

Der McLaren (hier im Kampf mit dem späteren GTD-Pro-Sieger) wird nicht eingebremst

Foto: Motorsport Images

Kleinere Änderungen gibt es bei Lamborghini und Mercedes: Diese müssen ihren Heckflügel um ein Grad (Huracan GT3 Evo) und 1,2 Grad (AMG GT3) steiler stellen und verlieren damit geringfügig an Topspeed.


Der sehr schnelle McLaren wurde nicht eingebremst - im Gegenteil: Es gibt noch einmal vier Liter mehr Sprit. Auch Ferrari bekommt keine bessere BoP - die Glaubwürdigkeit der Italiener hat unter den Vorkommnissen in der WEC 2021 beim fast baugleichen GTE-Modell des 488 gelitten. Der Ferrari hatte bei der BoP-Anpassung während des "Roars" 30 Kilogramm zusätzlich erhalten.

In der DPi-Klasse gibt es keine BoP-Änderungen.

BoP GTD Pro und GTD

In Klammern Veränderungen zum Qualifikationsrennen

Fahrzeug Mindestgewicht Restriktor   Max. U/min Ladedruck Heckflügel min Tank
Acura NSX GT3 Evo22 1.295 kg (-25) - 7.500 U/min 1,778-1,898 bar +3,9° 106 l (+4)
Aston Martin Vantage GT3 1.320 kg - 7.200 U/min 1,510-1,794 bar +6,0° 107 l
BMW M4 GT3 1.340 kg (+10) - 7.000 U/min 2,058-2,533 bar -2,2° (-2,2) 99 l (-1)
Corvette C8.R GTD 1.335 kg (+15) 1x42,8 mm 7.400 U/min - +8,0° (-3) 93 l
Ferrari 488 GT3 1.330 kg - 7.500 U/min 1,423-1,576 bar +6,0° 101 l
Lamborghini Huracan GT3 1.305 kg 2x37,0 mm 8.500 U/min - +6,8° (+1) 104 l
Lexus RC F GT3 1.345 kg 2x38,0 mm 7.200 U/min - +6,5° 105 l
McLaren 720S GT3 1.295 kg - 8.000 U/min 1,347-1.616 bar +2,5° 105 l (+4)
Mercedes-AMG GT3 1.350 kg 2x34,5 mm 7.700 U/min - +0,8° (+1,2) 106 l
Porsche 911 GT3 R 1.300 kg 2x38,0 mm 9.500 U/min - +2,0° 98 l

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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