Das sagen die Ganassi-Fahrer zur teaminternen IMSA-Kollision

Earl Bamber und Renger van der Zande äußern sich nach der teaminternen Kollision beim Petit Le Mans - Enttäuschung und Frust beim Cadillac-Werksteam

Das sagen die Ganassi-Fahrer zur teaminternen IMSA-Kollision
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Das Ganassi-Team gibt sich nach der unglaublichen Kollision der beiden Cadillac DPi-V.R beim Petit Le Mans 2022 schmallippig. Earl Bamber und Renger van der Zande waren im Kampf um den Sieg beim IMSA-Finale in der letzten Stunde in Kurve 1 der Road Atlanta kollidiert.

Bislang hat keiner der Fahrer sich offen geäußert. So gibt es lediglich die offiziellen Aussagen aus der Pressemitteilung von Chip Ganassi Racing, die natürlich glattgebügelt wurden. So sagt van der Zande, dass es nie beabsichtigt gewesen sei, dass der Ganassi-Cadillac #01 (van der Zande/Bourdais/Dixon) mit dem Schwesterfahrzeug #02 (Bamber/Lynn/Hunter-Reay) kollidieren würde.

"Wir sind gekommen, um zu gewinnen. Ein Rennen auf diese Art und Weise zu beenden, ist hart", sagt der 36-Jährige. "Es ist nie unsere Intention gewesen, zu kollidieren. Wir werden uns zusammensetzen und uns als Team neuformieren." Er lobt das Team sowie Cadillac und verweist auf die drei Siege der #01 in Long Beach, Detroit und Mosport.

Bamber ergänzt: "Natürlich bin ich enttäuscht über das, was passiert ist - für alle bei Cadillac und Ganassi. Wir sind als Team angereist, um zu gewinnen, egal ob #01 oder #02. In ein solches Szenario zu geraten ist hart."

 

Sebastien Bourdais aus der #01 ergänzt: "Das ist natürlich nicht das Ende, das irgendwer bei Cadillac oder Ganassi wollte. Es ist schade, denn da lag ein Sieg auf dem Teller. Jeder von uns wollte die [DPi-] Ära auf einem Hoch beenden. Natürlich sind wir enttäuscht, es auf diese Art zu tun. Jetzt liegt eine neue Ära vor uns."

Es ging zwischen beiden Fahrzeugen um Platz drei in der Meisterschaft. Diesen holte letztlich die #01, weil das Fahrzeug schneller zu reparieren war. Van der Zande/Bourdais/Dixon wurden Vierte mit vier Runden Rückstand. Die #02 brauchte eine Runde mehr für die Reparatur und kam auf Gesamtrang acht (P5 in der DPi-Klasse) ins Ziel.

Beide Fahrer sind für das Ganassi-Aufgebot in der neuen GTP-Klasse mit LMDh-Fahrzeugen für 2023 bereits gesetzt. Bamber wird jedoch als Endurance-Fahrer nicht alle Rennen bestreiten. Der Neuseeländer gehört nämlich zum Cadillac-Aufgebot für die Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC). Sie werden sich 2023 also seltener sehen.

Hüben wie drüben wird Bamber auf seinen alten Arbeitgeber Porsche treffen, mit dem er zwei Le-Mans-Siege und einen WEC-Titel geholt hat. Diesmal allerdings als Konkurrent.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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