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Dino-Porsche: Wie Rexys neue Schwester Sketchy entstand

Die neueste Kreation von PJ Hyett und Gunnar Jeanette musste in Rekordzeit entwickelt werden - Der neueste Porsche 911 GT3 "Rawr" trägt den Namen Sketchy

Dino-Porsche: Wie Rexys neue Schwester Sketchy entstand

Nick Tandy und Harry King steuerten die jüngste AO-Kreation "Sketchy"

Foto: Lumen Lumen

Wer AO Racing in der Startaufstellung der IMSA SportsCar Championship sucht, hat es leicht: Man muss einfach dorthin gehen, wo die größte Menschenmenge steht. Obwohl das Team erst in seinem vierten Jahr ist, haben Rexy und ihre pinke Schwester Roxy längst die Herzen von Millionen Fans im Sturm erobert.

Auf dem Laguna Seca Raceway war es an der Zeit, das neueste Werk von PJ Hyett und Gunnar Jeanette zu begrüßen: Sketchy - ein Charakter mit weißer Grundierung und ausfransenden Linien, die den langen Prozess der Entstehung von Rexy symbolisieren.

Als die IMSA für das Laguna-Seca-Rennen Retro-Designs ankündigte, sah sich AO Racing zunächst einem Problem gegenüber. "Da wir erst seit drei Jahren existieren, hatten wir keine historische Lackierung, auf die wir hätten zurückgreifen können", erklärt Gunnar Jeanette, Teammanager und Mitbegründer von AO Racing, gegenüber Motorsport-Total.com.

"So kamen wir auf die Idee, die ersten Skizzen auf dem weißen Blatt Papier zu zeigen. Wir dachten uns, dass es für die Fans eine lustige Sache wäre, einen neuen Charakter und die Entstehungsgeschichte von Rexy zu sehen."

"So einfach es auch aussieht, nur ein paar Kritzeleien auf das Fahrzeug zu bringen, war es in Wirklichkeit sehr schwer, etwas zu entwerfen, das so gut aussieht wie unser Ergebnis jetzt. Wir haben viel Zeit investiert, damit das Auto und das Endergebnis perfekt sind."

Das Design ist erst der Anfang

Jeanette betont, dass Sketchy nicht einfach nur der erste Entwurf von Rexy ist, sondern ein eigenständiger Charakter: "Er hat denselben Prozess an Skizzen durchlaufen wie Rexy damals."

Und die Lackierung ist erst der Anfang. "Man kann ein Design auf ein Auto kleben, aber es ist etwas ganz anderes, einen echten Charakter und eine Erzählung zu erschaffen, die sich mit dem Geschehen auf der Strecke weiterentwickelt."

Das war diesmal besonders schwierig, da AO Racing erst direkt nach den 24 Stunden von Daytona erfuhr, dass Laguna Seca ein Rennen für Retro-Designs sein würde - die Zeit war also extrem knapp. "Dazu kommt das Nacherzählen der Story auf und abseits der Strecke, durch Videos, Social Media bis hin zum Merchandise."

Im Bereich Merchandise lief es nie besser; manche Artikel sind schneller ausverkauft als Nachschub geliefert werden kann. Jeanette stellt jedoch klar, dass es ursprünglich nicht die Absicht war, Rexy als rein kommerzielles Projekt aufzuziehen.

"Ich würde gerne behaupten, dass wir diesen Plan von Beginn an hatten, aber als wir Rexy der Welt vorstellten und die Resonanz sahen - besonders wie das Ganze in der kurzen Zeit gewachsen ist -, hat uns das dazu gebracht, das Storytelling so umfassend wie möglich zu gestalten", sagt er. Das Business wuchs erst aus der Begeisterung der Fans hinaus. Kein IMSA-Team setzt heute mehr Merchadise um.

Natürlich bringt ein neuer Charakter immer Unsicherheit mit sich, aber Sketchy war ein sofortiger Erfolg: "Das Auto ist nur der erste Schritt. Die Entwicklung des Charakters gehört dazu, und danach folgt das ganze Merchandise-Paket mit Kuscheltieren und T-Shirts."

"Es ist viel Arbeit. Aber zu sehen, wie es zum Leben erwacht, ist es absolut wert. Ich war nervös, ich war schon bei Rexy extrem nervös."

Keine schnelle Rückkehr von Sketchy geplant

Jeanette erzählt von einer untypischen Enttäuschung ganz zu Beginn des Projekts: "Ich zeigte die allererste Skizze von Rexy meiner Frau, und sie sagte: 'Oh mein Gott, nein, das ist furchtbar!‘ Und ich dachte nur: 'Oh nein!‘, weil ich persönlich so begeistert war und das Potenzial sah. Ich habe ihre Kommentare ignoriert und es trotzdem durchgezogen. Mittlerweile liebt sie es auch."

Jeanette gibt zu, dass er in den letzten Monaten kaum Freizeit hatte: "Ich bin zu beschäftigt, um Kinder zu haben, aber das hier sind meine Kinder. Wenn man eines erschafft und in die Welt setzt, ist man immer ein bisschen nervös, ob die Leute es mögen werden."

Bei der Frage, wie viel Zeit das Rexy-Storytelling zusätzlich zur normalen Arbeit in einem professionellen Rennstall verschlingt, grätscht eine Stimme aus dem Team-Hintergrund dazwischen: "Zu viel!"

Das Design von Sketchy auszuarbeiten, kostete so viel Zeit wie bei Rexy

Das Design von Sketchy auszuarbeiten, kostete so viel Zeit wie bei Rexy

Foto: AO Racing

Jeanette fügt hinzu: "Wir schauen uns den Kalender über das Jahr an und erstellen eine Timeline, wann ein spezielles Design oder eine Story passen könnte - das verteilt sich auf Rexy, Roxy, Spike, jetzt Sketchy und die Skeleton-Autos [beim Petit Le Mans 2025]. Also ja, ich habe momentan nicht viel Freizeit, da ich auch in das europäische Programm involviert bin."

Vorerst ist ungewiss, ob oder wann Sketchy zurückkehren wird. "Ich weiß es nicht", so Jeanette. "Für dieses Jahr ist es definitiv nur ein einmaliger Einsatz hier. Aber bei dem Erfolg, den Sketchy hatte, würden wir gerne einen Teil seiner Geschichte finden, in dem er wieder Rennen fahren kann."

Wie immer bei den Charakteren rund um Rexy muss es also in das Narrativ passen. Aber so kreativ wie AO Racing bisher war, wäre es keine Überraschung, bald einen Grund für Sketchys Rückkehr zu finden. Gehen ihnen jemals die Ideen aus? "Ich habe immer Angst davor, dass die Ideen ausgehen, aber momentan noch nicht!"

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