"Er hat gebremst!": Spengler fühlt sich nach Startcrash unschuldig

Bruno Spengler schiebt die Schuld für den Startcrash bei den 24 Stunden von Daytona auf Kevin Estre - Der kontert: "Sowas darf einem Profi nicht passieren"

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Bruno Spengler weist jegliche Verantwortung für den Unfall in der GTLM-Kategorie beim Start zu den 24 Stunden von Daytona 2021 von sich. Der BMW-Pilot fuhr beim Start im RLL-BMW #25 (de Phillippi/Spengler/Eng/Glock) auf den WeatherTech-Porsche #79 (MacNeil/Lietz/Estre/Bruni) von Kevin Estre auf.

Der Porsche verlor auf einen Schlag 14 Runden und war aus der Entscheidung um den Sieg raus, bevor das Rennen überhaupt richtig begonnen hat. Spengler wurde mit einer Durchfahrtsstrafe belegt. Er fühlt sich aber nicht für die Kollision verantwortlich, in die auch der Risi-Ferrari #62 (Calado/Pier Guidi/Gounon/Rigon) verwickelt war, jedoch problemlos weiterfahren konnte.

"Es ist schwer nachzuvollziehen, was da passiert ist", sagt der Ex-DTM-Meister gegenüber 'NBCSN'. "Es war Grün, jeder ist voll aufs Gas gestiegen, aber das Auto vor mir hat einfach nicht beschleunigt. Keine Ahnung, ob er ein Problem hatte oder was auch immer."

"Er ist sogar auf die Bremse gestiegen. Er war so komplett off-sequence. Alle anderen haben Gas gegeben außer ihm. Deshalb bin ich auf ihn drauf gefahren. Ich verstehe nicht, warum man auf die Bremse geht, wenn Grün geschwenkt wird. Alle anderen haben beschleunigt. Ich habe versucht, ihm auszuweichen, aber das war nicht möglich."

 

Er spricht von einem "seltsamen Vorfall" und hält die Strafe für zu hart. "Denn es gab nichts, was ich hätte tun können, um es zu vermeiden. Wenigstens sind wir in der Führungsrunde. Es hätte also schlimmer kommen können."

Frust bei Porsche

Estre sieht die Situation natürlich komplett anders: "Wir sind alle dicht hintereinander gefahren und haben auf die Startfreigabe gewartet. Urplötzlich ist mir ein BMW heftig ins Heck gefahren, obwohl die grüne Flagge noch gar nicht draußen war. Ich konnte nichts machen."

"Es ist so schade. In der GTLM-Klasse sind fast ausschließlich Profis unterwegs. Da darf so ein Unfall eigentlich gar nicht passieren." Bei Rennhälfte fehlen dem Porsche 911 RSR noch immer elf Runden auf die Spitze. Selbst mit einem Haufen Gelbphasen ist das nicht mehr aufzuholen.

Auch Sebastian Golz, Projektleiter des Porsche 911 GT3 R aus der GTD-Klasse, kommentiert die Situation: "Am Start blieb uns beinahe Herz stehen, als der 911 RSR unnötig angeschoben wurde. Aber genau das spiegelt die Situation wider. Es wird gefahren, als wäre das Rennen nur eine Stunde lang. Es geht mit harten Bandagen zur Sache."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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