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Erste LMDh-Eckdaten präsentiert: Leichter als Hypercar!

Das neue LMDh-Reglement in seinen Grunddaten: Die LMP2-basierten DPi-Nachfolger werden leichter und schwächer als die Hypercars

Heiko Stritzke

Heiko Stritzke

Bearbeitet: 07.05.2020, 14:06

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IMSA und ACO haben die ersten Eckpunkte ihres gemeinsamen Reglements für die künftige Topklasse in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) und IMSA SportsCar Championship präsentiert. Die Regularien basieren auf der Philosophie der DPi-Boliden und dem Konzept, das ursprünglich als "DPi 2.0" diskutiert wurde.

Die Klasse Le Mans Daytona h (das "h" ist weiterhin nicht definiert und könnte für "Hybrid" stehen) wird als günstige Alternative zur Kategorie Le Mans Hypercar (LMH) angeboten und ist in beiden Serien startberechtigt.

Die Eckdaten in aller Kürze

- Chassis basiert auf der LMP2
- Es stammt weiterhin ausschließlich von den LMP2-Konstrukteuren
- Hersteller designen Karosserie und Motor
- Einheits-Hybridsystem (Hersteller noch unklar) auf der Hinterachse

- Mindestgewicht 1.030 Kilogramm
- Maximale Gesamtleistung 500 Kilowatt/680 PS
- Einheitsreifen von Michelin
- Globale Balance of Performance (BoP) zur Angleichung an die Le-Mans-Hypercar-Klasse (LMH)
- Homologation des Fahrzeugs für fünf Jahre

Die Boliden werden damit nicht so viel Leistung haben wie die Fahrzeuge der Klasse Le Mans Hypercar (LMH), dafür aber 70 Kilogramm leichter sein. Nichtsdestotrotz liegt das Gewicht 100 Kilogramm höher als bei den bisherigen DPi-Boliden. In der LMH sind derzeit bis zu 850 PS und 1.100 Kilogramm vorgesehen.

 

Die Einführung der LMDh ist weiterhin für 2022 vorgesehen, könnte sich angesichts der Coronakrise aber noch weiter nach hinten verschieben. Die finalen Regularien sollen bei den 24 Stunden von Le Mans im September 2020 bekanntgegeben werden.

LMDh nur für "Mainstream"-Hersteller

Ursprünglich sollten die Eckdaten schon während des gemeinsamen Sebring-Wochenendes präsentiert werden, haben sich aufgrund der COVID-19-bedingten Absage aber um sechs Wochen verschoben. Die Kategorie war im Januar bei den 24 Stunden von Daytona angekündigt worden.

Interessant ist, dass nur "Mainstream-Automobilhersteller" in der Lage sein werden, einen LMDh zu entwickeln. Das ist strenger als die Hypercar-Definition, wo nur von einem Automobilhersteller die Rede ist. Glickenhaus und ByKolles könnten nach dieser strengen Definition wohl keinen LMDh homologieren.

ACO-Präsident Pierre Fillon spricht von einer "wichtigen Phase bei der Implementierung" der Regularien. IMSA-Chef Ed Bennett spricht von einem "wichtigen Meilenstein", warnt aber auch, dass noch viel Arbeit zu erledigen sei.

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