IMSA-WEC-Deal: Ferrari möchte das Hypercar auch in den USA einsetzen

Ferrari plant, sein Hypercar auch in Nordamerika einzusetzen - WEC und IMSA werden sowohl LMDh- als auch LMH-Autos in ihren Meisterschaften zulassen

IMSA-WEC-Deal: Ferrari möchte das Hypercar auch in den USA einsetzen

Die neue Speerspitze des Prototypensports verspricht eine goldene Ära im Sportwagensegment: Die Langstrecken-WM (WEC) wird die LMDh-Autos der IMSA-Serie zulassen, während die LMH-Boliden auch in Nordamerika starten dürfen. Ferrari möchte das neue Reglement voll auskosten und mit dem Hypercar auch in der IMSA-Serie starten, wie unsere Schwesterseite 'Autosport' berichtet.

Die Italiener werden erstmals seit 50 Jahren einen Prototypen entwickeln und haben bereits klar gemacht, dass die IMSA-Serie in den Vereinigten Staaten von Amerika neben der WEC auf dem Radar ist. Im beiden Meisterschaften sollen die LMH-Boliden und auf LMP2-Autos basierenden LMDh-Fahrzeuge mit Hilfe einer Balance of Performance (BoP) angeglichen werden.

Ferrari-LMH-Chef Antonello Coletta spricht beim WEC-IMSA-Deal von "guten Neuigkeiten für den Motorsport" und freut sich, dass die Marke womöglich auch in den USA repräsentiert werden wird, da die Staaten "ein Primärmarkt" für die Straßenautos des Herstellers sind. Auf die Frage, ob der LMH-Hybrid auch in der IMSA starten wird, sagt er: "Wahrscheinlich. Es ist der Traum der Fans und auch unserer."

Ferrari, so Coletta weiter, hoffe auf eine Chance, jedoch müssten die Details in Zukunft erst noch ausgearbeitet werden. Einen kleinen Hoffnungsdämpfer gibt es aber, denn Ferrari wird sein Hypercar nicht in der IMSA-Saison 2023 in Nordamerika einsetzen. In diesem Jahr werden die LMDh-Autos ihr Debüt feiern. "Das ist unmöglich", heißt es seitens Coletta. "Wir konzentrieren uns im Augenblick auf unser Projekt und unser Engagement in der WEC."

Außerdem steht noch nicht fest, ob Ferrari wie in der WEC ein Werksteam in der IMSA-Serie stellen möchte oder, ob ein Kunde den Einsatz übernehmen soll. "Es ist zu früh", stellt der Ferrari-Projektleiter klar. "Wir konzentrieren uns auf unsere zwei Werksautos in der WEC, dann müssen wir entscheiden, ob wir uns dem Kundensport öffnen wollen."

AF Corse betreut aktuell die Werkseinsätze der Italiener in der GTE-Pro-Wertung der WEC und wird auch im LMH-Programm involviert bleiben. Die ersten LMH-Tests sind für das zweite Quartal im Jahr 2022 geplant. Ein Name hat der neue Prototyp der Italiener noch nicht erhalten. Jedoch verspricht Coletta, dass weitere Details in "zwei bis drei Monaten" bekanntgegeben werden.

Mit Bildmaterial von LAT.

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