Neue GTD Pro ab der Saison 2022: IMSA beerdigt die GTLM-Kategorie

2021 wird zur Abschiedstournee der GTLM-Boliden in der IMSA-Meisterschaft: Ab nächstem Jahr wird die Klasse durch eine neue GTD Pro mit GT3-Fahrzeugen abgelöst

Neue GTD Pro ab der Saison 2022: IMSA beerdigt die GTLM-Kategorie

Die GTLM-Klasse, über viele Jahre ein Aushängeschild der IMSA-Meisterschaft, wird 2021 letztmalig ausgetragen. Im kommenden Jahr wird sie durch eine neue GTD-Pro-Klasse abgelöst, in der GT3-Fahrzeuge zum Einsatz kommen werden. Das gaben die Serienorganisatoren am Donnerstag im Vorfeld des 24-Stunden-Rennens von Daytona bekannt.

"Die IMSA-Meisterschaft gilt seit langem als eine Meisterschaft mit den weltbesten GT-Herstellern, -Teams und -Fahrern sowie mit einigen der spannendsten und wettbewerbsfähigsten GT-Langstreckenrennen der Welt in der GTLM-Klasse", sagt IMSA-Präsident John Doonan. "Wir glauben, dass der Wechsel zur GTD Pro die beste Möglichkeit für Hersteller und Teams bietet, dieses Erbe auch in Zukunft fortzuführen."

Die GTD Pro soll richtet sich konkret an Werksteams mit Profifahrern. Kundenteams sowie Mannschaften mit einer Pro-Am- oder reinen Amateur-Fahrerbesetzung haben die Wahl, ob sie in der neuen GTD Pro oder der weiterhin separat ausgeschriebenen GTD-Klasse antreten möchten.

GTE-Felder in der IMSA und WEC stark geschrumpft

Das Ende der GTLM-Klasse, die auf dem GTE-Reglement des ACO basiert, kommt nicht überraschend. Nach dem Rückzug von Porsche sind in dieser Saison nur noch Corvette und BMW werksseitig in der IMSA engagiert, wobei BMW nicht die komplette Saison bestreiten wird.

Bei den 24 Stunden von Daytona sind in der Klasse, die in früheren Jahren oft ein deutlich größeres und ausgeglicheneres Starterfeld als die GTE Pro der Langstrecken-WM hatte, gerade einmal sechs Fahrzeuge gemeldet. In der GTD sind es hingegen 19 Boliden.

Von Seiten der aktuell in der GTLM aktiven Hersteller wurde der Schritt begrüßt: "Die Einführung einer GTD Pro-Kategorie in der IMSA ist ein positiver Schritt für die Zukunft des professionellen GT-Rennsports in Nordamerika", sagt Chvrolet-Motorsportchef Mark Stielow.

Corvette prüft weiteres Engagement

"Wir schätzen die Offenheit der IMSA während dieses laufenden Prozesses. Jetzt, wo die Klassenstruktur feststeht, werden Corvette und Chevrolet weiter mit der IMSA zusammenarbeiten, um herauszufinden, wie Corvette in diese neue Zukunft des GT-Wettbewerbs passen könnte", signalisiert Stielow ein Interesse an der neuen Klasse.

Die Umstrukturierung der IMSA könnte das endgültige Aus der GTE-Klasse einläuten, die auch in der Langstrecken-WM nur noch ein Schatten ihrer selbst ist. 2021 stellen dort lediglich Ferrari und Porsche ein Werksteam. Eine Fortführung des Engagements von Porsche ist vor dem Hintergrund der Entwicklung eines LMDh-Autos aber unklar.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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