Petit Le Mans 2021: Siege für Mazda und Porsche, Titel-Drama in der DPi-Klasse

Mazda und Porsche heißen die großen Sieger des Petit Le Mans 2021 - DPi-Titelkampf entscheidet sich in der letzten Runde - Nachträgliche Strafe in LMP2

Petit Le Mans 2021: Siege für Mazda und Porsche, Titel-Drama in der DPi-Klasse

Mazda gewinnt zum Abschied aus der DPi-Klasse das Petit Le Mans! Beim Saisonfinale der IMSA-Saison 2021 setzten sich Jarvis/Tincknell/Bomarito in einem erwartet spannenden Rennen mit insgesamt zehn Full-Course-Yellows gegen die Konkurrenz von Acura und Cadillac durch.

Harry Tincknell setzte das entscheidende Manöver im 10h-Rennen mit noch 22 Minuten auf der Uhr. Der Mazda-Pilot nutzte dabei den Überrundungsverkehr perfekt aus und kassierte Felipe Nasr im AX-Cadillac #31 (Nasr/Conway/Derani) in Kurve 7. Nasr blieb anschließend zwar in Lauerstellung, kam aber nie mehr in eine Angriffsposition.

Stattdessen musste sich der Brasilianer in der Schlussphase nach hinten orientieren, denn dort lauerte mit Ricky Taylor im WTR-Acura #10 (R. Taylor/Albuquerque/Rossi) der große Titelrivale der #31 auf seine Chance. Nasr und Taylor sorgten mit ihrem Zweikampf um Platz zwei und damit um die Meisterschaft für ein dramatisches Finale.

Dieses entschied sich buchstäblich auf den letzten Metern. Taylor griff Nasr in der allerletzten Runde des Rennens am Ende der Gegengeraden an. Der Acura-Pilot verbremste sich dabei, musste über das Kiesbett abkürzen und Nasr wieder vorbeilassen. Damit gingen Platz zwei und die Meisterschaft an Nasr und die Action-Express-Mannschaft.

 

Vierter wurde am Ende der Action-Express-Cadillac #48 (Johnson/Kobayashi/Pagenaud), gefolgt vom Ganassi-Cadillac #01 (van der Zande/Bamber/Dixon) und dem Meyer-Shank-Acura #60 (Cameron/Castroneves/Montoya). Der JDC-Cadillac #5 (Vautier/Duval/Bourdais) sah die Zielflagge nicht.

Petit Le Mans: Porsche-Doppelsieg bei GTLM-Abschied

Stichwort Zielflagge nicht sehen: Das Petit Le Mans wurde beim Abgesang der GTLM-Klasse und des BMW M8 GTE zum Ausscheidungsrennen. Nur drei von sechs Fahrzeugen sahen die Zielflagge nicht. Es wurde am Ende ein Doppelsieg für das WeatherTech-Porsche-Team.

Kevin Estre im Porsche #97 (Estre/Christensen/Makowiecki) hatte die beste Ausgangslage im Finale - auch wegen einer Berührung mit Nick Tandy in der Corvette #4 (Milner/Tandy/Sims) in der vorletzten Stunde. Dieser Kontakt sorgte dafür, dass der Porsche zu einem Check an die Box musste und danach außerhalb des Strategiefensters unterwegs war. Dadurch ging Estre nach den letzten Boxenstopps mit einem Vorsprung von 5,5 Sekunden auf Tandy ins Finale.

Tandy seinerseits musste den zweiten Platz gegen Mathieu Jaminet im WeatherTech-Porsche #79 (MacNeil/Jaminet/Campbell) verteidigen. Doch das gelang ihm nicht: Rund zehn Minuten vor dem Ende kam es bei einem Überrundungsmanöver zum Kontakt mit dem Mazda #55. Tandy musste daraufhin das Rennen an der Box aufgeben.

 

Estre und Jaminet stellten danach den Porsche-Doppelsieg sicher, allerdings ließ Estre Jaminet in der letzten Runde noch passieren. Damit ging der Erfolg an die #79, die die komplette IMSA-Saison bestritt. Den dritten Platz holte sich der RLL-BMW #24 (Edwards/Krohn/Farfus).

Der zweite BMW und die beiden Corvettes schieden aus. Jordan Taylor in der Corvette #3 (Garcia/J. Taylor/Catsburg) war in den größten Schreckmoment des Rennens involviert: Nach rund vier Stunden kam es bei einem Restart nach FCY zu einem Massencrash mit sechs Fahrzeugen. Taylor krachte dabei in das Heck eines Gegners. Allen Beteiligten ging es nach dem Unfall gut. Taylor/Garcia durften danach sogar noch den GTLM-Titel bejubeln.

Nachträgliche Strafe in LMP2, Entscheidung in GTD

In der LMP2-Klasse ging der Sieg an den Tower-Oreca #8 (Farano/Aubry/French). Das Trio profitierte davon, dass die Rennleitung gegen den PR1-Mathiasen-Oreca #52 (Keating/Jensen/Huffaker) nach dem Rennen eine Zeitstrafe verhing. Zwischen beiden Fahrzeugen kam es in der Schlussphase des Rennens zum direkten Duell, inklusive bestrafungswürdigem Feindkontakt. Ben Keating und Mikkel Jensen dürfen sich aber über den Titelgewinn freuen.

Der Erfolg in der LMP3-Kategorie ging an den Riley-Ligier #74 (Robinson/Fraga/Andrews), wodurch sich Gar Robinson auch die Meisterschaft in der kleinsten Prototypen-Klasse sicherte. Zweiter wurde Jr-III-Ligier #30 (Balogh/Grist/Pigot) vor dem Riley-Ligier #91 (Cox/Murry/Bleekemolen).

 

Der Heart-of-Racing-Aston-Martin #23 (de Angelis/Gunn/James) setzte sich in der GTD-Klasse durch. Das Trio lieferte sich ein Duell um den Sieg mit dem Pfaff-Porsche #9 (Robichon/Vanthoor/Kern). Am Ende trennten die beiden Fahrzeuge 7,8 Sekunden.

Der zweite Platz reichte Zachary Robichon und Laurens Vanthoor außerdem zum Gewinn der Meisterschaft in ihrer Klasse. Ihre Titelrivalen im Miller-Lamborghini #1 (Sellers/Snow/Lewis) wurden nach einem Problem in der Anfangsphase nur Sechste. Das GTD-Podium wird vom Vasser-Sullivan-Lexus #12 (Montecalvo/Veach/Megennis) komplettiert.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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