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Porsche nennt Bedingungen für zukünftigen IMSA-Verbleib

Nach Siegen in Daytona und Sebring stellt sich bereits die Frage, wie es mit Porsche in der IMSA SportsCar Championship weitergeht - Urs Kuratle stellt Forderungen

Porsche nennt Bedingungen für zukünftigen IMSA-Verbleib

Porsche ist in der IMSA das Maß der Dinge

Foto: Lumen Lumen

Urs Kuratle, Leiter Werksmotorsport LMDh bei Porsche, nennt die Faktoren, die über einen weiteren Verbleib von Porsche Penske Motorsport in der IMSA SportsCar Championship über das Jahr 2026 hinaus entscheiden werden. Obwohl Porsche mit dem 963 die GTP-Klasse derzeit dominiert, ist eine Fortführung des Werksprogramms kein Selbstläufer.

Kuratle wünscht sich durchaus, dass weitere Hypercars nach LMH-Reglement es dem Aston Martin Valkyrie gleichtun und ebenfalls in Nordamerika die LMDh-Fahrzeuge herausfordern. Aber unter einer Bedingung: Chancengleichheit.

"Ein ausgeglichenes Spielfeld ist der Schlüsselfaktor. Das ist es, was wir wollen", erklärt Kuratle gegenüber Motorsport.com USA, der englischsprachigen Schwesterpublikation von Motorsport-total.com im Motorsport Network.

"Wir wollen uns einem großen Wettbewerb gegen bedeutende Marken stellen. Das ist das Ziel, das uns dazu bewegen würde, das Ganze fortzusetzen", sagt er weiter.

Kuratle erneuert eine bekannte Forderung: LMH und LMDh-Fahrzeuge sollen technisch vereinheitlicht werden: "Das wäre der nächste große Schritt, den jeder anstreben sollte. Das wäre wirklich schön zu sehen."

Porsche forderte nach der traumatischen Niederlage gegen Ferrari bei den 24 Stunden von Le Mans eine schnelle Vereinheitlichung der Regularien. Diese dürfte aber vor 2030 kaum zu erzielen sein. In den Arbeitsgruppen laufen momentan Gespräche. Unter anderem wird diskutiert, den Hybridantrieb auch bei LMH- Boliden auf die Hinterachse zu beschränken und den Allradantrieb abzuschaffen.

Die Diskussion um die Zukunft in Nordamerika folgt auf die Entscheidung von Porsche, das gemeinsame Engagement mit Penske in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) Ende 2025 zu beenden. In der WEC wurde ein Fahrer-Titelgewinn im Jahr 2024 erreicht. Den großen Traum vom Le-Mans-Sieg musste Roger Penske jedoch abschreiben.

In den USA ist Porsche derzeit das Maß der Dinge: 13 Siege, drei Triumphe bei den 24 Stunden von Daytona in Folge sowie zwei Doppelsiege in der Meisterschaft unterstreichen die aktuelle Vormachtstellung. Das Team ist den Gegnern von BMW, Cadillacs und Acura immer einen Schritt voraus.

Trotz der Erfolge lässt sich Porsche nicht in die Karten schauen, was die langfristige Planung angeht. Die Entscheidungsprozesse in Stuttgart laufen kontinuierlich.

"Porsche Motorsport prüft ständig, wie wir die Dinge angehen und wie wir in Zukunft weitermachen wollen", so Kuratle. "Wir untersuchen laufend die beste Art der Durchführung. Ich würde nicht sagen, dass es das letzte Jahr oder das nächste Jahr ist. Wir prüfen es und hoffen, dass wir mit einem noch größeren Wettbewerb auch hier in der IMSA weitermachen."

Porsche muss auf wirtschaftlicher Ebene derzeit einen Doppelschlag aus schwächelnden Verkäufen in China und schleppendem Absatz von Elektroautos in seine Kernmärkten verkraften und daher sparen. Mit Michael Leiters hat das Unternehmen seit Jahresbeginn zudem einen neuen Vorstandsvorsitzenden.

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