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Porsche-Sieg nur Glück? Widerspruch: "Hatten noch Sprit für zwei Runden"

Porsche beugt einem Gerücht vor, man habe das Rennen nur gewonnen, weil es frühzeitig beendet wurde - Der Sprit hätte noch für zwei Runden gereicht

Porsche-Sieg in Daytona nur Glück? "Hatten noch Sprit für zwei Runden"

Nach dem 24-Stunden-Rennen von Daytona kursierte bei einigen Fans das Gerücht, Porsche hätte das Rennen vielleicht gar nicht gewonnen, wenn es nicht zu früh abgewinkt worden wäre. Die Restzeit hätte noch für eine weitere Runde gereicht.

Der Porsche stand beim letzten Tankstopp deutlich kürzer als der Action-Express-Cadillac #31 (Derani/Aitken/Blomqvist). Zudem zeigten die offiziellen Live-Werte, dass der Cadillac mit 80 Prozent Tankinhalt in den letzten Stint ging, der Porsche hingegen mit 75 Prozent. Allerdings sind diese Werte recht ungenau.

Dennoch wird Porsche kaum mehr getankt haben als Cadillac. Zwar hatte man den Vorteil, in einem späteren Boxenstopp-Rhythmus gewesen zu sein und brauchte daher beim letzten Tankstopp ohnehin nicht mehr so viel, weil noch mehr Sprit im Tank war. Andererseits war der Tankstopp erheblich schneller als beim Cadillac, sodass "Short Fueling" naheliegt.

Raul Prados, Chefingenieur des siegreichen Porsche #7 (Cameron/Nasr/Newgarden/Campbell), räumt mit solchen Gerüchten auf. "Wir haben mit 793 Runden geplant und unsere Strategie darauf ausgerichtet", sagt er gegenüber Motorsport.com Global.

Daytona ist ein auf Zeit gefahrenes Rennen, deshalb ändert sich die Rundenzahl mit der Pace. Sie schwankte [in unseren Berechnungen] zwischen 792 und 793 Runden. Wir waren mit dem Benzin auf der sicheren Seite und mussten nur minimal sparen."

"Wir hatten geplant, das Rennen bis zur 793. Runde zu fahren. Das war die Zahl, die wir mit unserer Strategie erreichen wollten", so Prados. Durch einen Fehler der Rennleitung wurde das Rennen bereits nach 791 Runden gewertet.

Die Anweisung zum Spritsparen galt bereits für den vorletzten Stint, damit Porsche seinen Strategievorteil weiter ausbauen konnte. Nasr klagte in diesem Stint auch ein wenig über mangelnden Grip seines Reifensatzes. Nasr verlor vor dem letzten Stopp die Führung an Tom Blomqvist im Caddy. Dieser übernahm die Spitze mit einem sensationellen Manöver.

Das Penske-Team setzte dann beim letzten Stopp alles auf eine Karte und die hieß Track Position. Man stand bereits mit dem Rücken zur Wand, denn der Cadillac V-Series.R rannte bei hohen Temperaturen besser als der Porsche 963.

"Wir wussten, dass es auf die Track Position ankommen würde, also haben wir etwas weniger getankt", erklärt Pradros. Der strategische Schachzug ging voll auf. Blomqvist konnte Nasr im letzten Stint nicht mehr angreifen.

Beim vorzeitigen Fallen der Zielflagge standen noch 1:35.277 Minuten auf der Uhr. Die schnellste Runde des siegreichen Porsche betrug 1:35.605 Minuten. Damit wären es nur 792 Runden regulär gewonnen worden. Tatsächlich fuhr Nasr auch diese Runde voll, um ganz sicherzugehen.

Eine wirkliche Erklärung, was schiefgelaufen ist, hat die IMSA bis heute nicht geliefert. In ihrem offiziellen Statement verwies sie lediglich darauf, dass ein Rennen auch dann als beendet gelte, wenn die Zielflagge "irrtümlich oder anderweitig gezeigt wurde".

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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