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Renger van der Zande "verärgert" über Porsche-Teamorder in Sebring

Für Meyer-Shank-Pilot Renger van der Zande war es schmerzhaft mitanzusehen, wie Porsche Penske Motorsport auf dem Weg zum Sebring-Sieg Stallorder anwandte

Renger van der Zande "verärgert" über Porsche-Teamorder in Sebring

Meyer Shank Racing sah bei den 12h Sebring kein Land gegen Penske

Foto: Jake Galstad / Lumen via Getty Images

Renger van der Zande war kein Fan seines Logenplatzes, von dem aus er die Teamorder zwischen den beiden dominanten Penske-Porsche bei den 12 Stunden von Sebring, dem zweiten Rennen der laufenden IMSA-Saison 2026, mitansehen musste.

Der Niederländer, der gemeinsam mit seinem Vollzeit-Teamkollegen Nick Yelloly den Acura mit der Startnummer 93 von Meyer Shank Racing fährt, war beim 12-Stunden-Klassiker praktisch nur Zuschauer. Im Kampf um einen Podiumsplatz, bevor er letztlich P7 belegte, konnte van der Zande nur zusehen, wie das Porsche-Werksteam Penske mit seinen beiden 963 alle bis auf 60 der insgesamt 343 Runden anführte.

Es war so einseitig wie es die Statistiken vermuten lassen, wobei sich das größte Drama in der letzten Stunde abspielte, als Felipe Nasr (Porsche #7) seinen Teamkollegen Kevin Estre (Porsche #6) wieder überholte, nachdem er ihn kurz zuvor vorbeigelassen hatte. Der Konter war ein Manöver, das dazu führte, dass Estre Nasr vorwarf, die Teamorder nicht befolgt zu haben.

Unser Kollegen der englischsprachigen Ausgabe von Motorsport.com, einer Schwesterplattform von Motorsport-Total.com im Motorsport Network, fragten bei van der Zande nach, ob er schockiert darüber sei, dass Porsche trotz Anpassung der Balance of Performance (BoP) nach deren Daytona-Sieg sogar noch dominanter war und in Sebring alle anderen in den Schatten stellte.

Van der Zande entschied sich, nicht zu antworten, aus Angst, "etwas Falsches zu sagen", da es sich um "ein heikles Thema" handele. Der Niederländer wollte nicht derjenige sein, der als erster gegen die BoP-Verhaltensregeln der IMSA verstößt.

Auf Nachfrage wies van der Zande lediglich darauf hin, dass er in Sebring seine Frustration gegenüber IMSA Radio zum Ausdruck gebracht hatte. Während des Rennens hatte er nicht das Gefühl, das sein Team überhaupt ernsthaft um den Sieg kämpfen kann.

Renger van der Zande, Nick Yelloly, Alex Palou

Renger van der Zande machte seinem Frust über die Porsche-Taktik in Sebring Luft

Foto: Jake Galstad / Lumen via Getty Images

"Ja, das stimmt", so die Antwort von van der Zande auf die Nachfrage unserer englischsprachigen Kollegen. "Für mich war das am meisten frustrierende nach dem Rennen, wie sie untereinander irgendwie entschieden haben, wer gewinnen darf. Das tat am meisten weh, denn hinter uns waren noch neun andere Autos, die gerne eines dieser Rennen gewinnen würden."

"Wenn man so dominant ist, dass man einfach sagen kann: 'Hey, nach dir' oder 'Nein, ich', dann fühlt sich das alles andere als gut an. Für Long Beach hoffe ich jetzt einfach, dass wir ein schnelles Auto haben und dass wir gewinnen werden. Man braucht dort ein schnelles Auto, um zu gewinnen."

Die Siegchancen für van der Zande und die weiteren Topteams in der GTP-Klasse haben vor wenigen Tagen einen Schub erhalten. Denn für das dritte Saisonrennen hat die IMSA eine weitere BoP-Änderung vorgenommen, indem man Porsche mit der Maximalzuladung von 70 Kilogramm belastet hat. Verglichen mit Sebring sind das zusätzliche 45 Kilogramm. Dadurch steigt das Gesamtgewicht des 963 in der 2026er-Spezifikation auf beispiellose 1.100 Kilogramm, während die Leistung bei 480 Kilowatt bleibt.

Allerdings scheut sich Porsche Penske Motorsport überhaupt nicht, die Teamorder, welche van der Zande so verärgert hatte, auch weiterhin anzuwenden. Teampräsident Jonathan Diuguid, der auch als Rennstratege für den Porsche mit der Startnummer 6 fungiert, erklärte, man sei bereit, Teamorder "auf jeden Fall" auch in Zukunft anzuwenden.

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