Zum Hauptinhalt springen

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

Rexy trifft auf Grello: Das Duell der Porsche-Legenden beginnt

Zwei ikonische Porsche 911 GT3 R, zwei komplett verschiedene Philosophien - Rexy und Grello treffen erstmals aufeinander - Wird das die neue Super-Rivalität?

Rexy trifft auf Grello: Das Duell der Porsche-Legenden beginnt

Neu in der IMSA, aber dem Erfolg verpflichtet: Der Manthey-Porsche "Grello"

Foto: Lumen Lumen

Manche Hersteller würden sich wünschen, eine Ikone zu haben. Porsche hat gleich zwei - und diese treffen nun beim Rolex 24 in Daytona erstmals aufeinander. Im Endurance Cup der IMSA SportsCar Championship kann sich hier eine Porsche-interne Rivalität zwischen den beiden Legenden entwickeln.

In der einen Ecke: Rexy, der liebenswürdige Dinosaurier. Ein Charakter, der die Herzen der Fans im Sturm erobert hat. Doch hinter dem Unterfangen stecken Racer durch und durch: Gunnar Jeannette, langjähriger Sportwagenpilot und leidenschaftlicher Basejumper, und IT-Unternehmer und Selfmade-Milliardär P.J. Hyett, Gründer von AO Racing und Erschaffer von Rexy und selbst noch als Rennfahrer aktiv.

Der Dino-Porsche ist nicht mehr nur in den USA längst eine Legende. AO Racing setzt massenweise Merchandise-Artikel ab. Kein Wochenende, an dem nicht irgendein Kind ein Dino-Shirt bekommt oder ein junggebliebener Vater sich einen Modell-Bausatz holt. Dino-Maskottchen sind der Renner bei Fans jeden Alters und es gibt keinen, der den Porsche nicht irgendwie ins Herz schließt.

Bei aller Kreativität und Sympathie-Ansatz: Rexy hat in ihrem noch recht kurzen Leben - 2026 wird das vierte Jahr - bereits einen Titel in der GTD Pro geholt, und das in ihrem ersten Jahr in der Klasse (2024, nach einem Jahr GTD im Jahr 2023). 2025 hat AO Racing außerdem mit der Schwester "Spike" den Klassensieg in der LMP2 Pro-Am bei den 24 Stunden von Le Mans und den IMSA-Titel in der LMP2 eingefahren.

Auf der anderen Seite der Grello. Deutsche Präzision, Genauigkeit und Professionalität. Gestählt in Jahrzehnten auf der Nürburgring-Nordschleife. Siebenmaliger Sieger des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring. Amtierender Meister der DTM. Sieger der 12 Stunden von Bathurst 2024.

Grello ist der Inbegriff von Erfolg in der Porsche-Familie und von allen Gegnern gefürchtet. Selbst in den USA hat er bereits einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht. Und wer ihn dort nicht kennt, wird es bald tun. Wer gegen den Grello antritt, kann nur mit seinem A-Game gewinnen.

Dinosaurier-Maskottchen von AO Racing

Die Dinosaurier-Maskottchen von AO Racing sind der Renner bei den Fans

Foto: Porsche

Nun treffen die beiden Porsche in der GTD Pro aufeinander. Zwei Autos mit völlig unterschiedlichen Charakteren, unterschiedlichen Teams und Herangehensweisen, aber beide voll auf den Erfolg gepolt.

Laudenbach: "Das ist einfach toll"

"Ja, das ist einfach toll", sagt Porsche-Motorsportchef Thomas Laudenbach gegenüber Motorsport-Total.com. "Manthey hat die Entscheidung getroffen, auch hier in den USA tätig zu werden, worüber wir uns wirklich sehr gefreut haben." Manthey möchte seine Umbaukits für Porsche-Straßenmodelle auch auf dem lukrativen amerikanischen Markt bekannter machen.

Laudenbach versucht gar nicht erst zu bestreiten, dass die beiden Teams eine ordentliche Rivalität entwickeln werden: "Das ist ganz natürlich, das ist doch klar. Da kämpft jeder für sich. Wir reden über Kundensport, die Finanzierung muss jeder selbst aufstellen. Und das sind beides Teams, die den Anspruch und die Ambition haben, Meisterschaften zu gewinnen. Wenn da keine Rivalität wäre, würde ich mich schon fragen, was da los ist."

Tandy warnt: Es geht auch noch gegen andere

Trotzdem steht auf der anderen Seite natürlich eine professionelle Zusammenarbeit. Nick Tandy, der bereits im Grello große Erfolge gefeiert hat und nun erstmals Rexy zum Erfolg führen möchte, warnt im Gespräch mit Motorsport-Total.com: "Wir kämpfen hier gegen die besten GT-Teams der Welt. Das können wir nicht auf Rexy vs. Grello runterbrechen."

Deshalb arbeiten die Teams unter dem Schirm von Porsche Motorsport North America eng zusammen. "Natürlich darf [zwischen den Teams] ein Wettbewerb da sein, aber wir achten darauf, dass das immer in einem guten Spirit passiert", betont Laudenbach.

DTM-Champion Ayhancan Güven ist fest mit dem Grello verbunden, bekam aber seinen ersten Eindruck von Rexy beim Gridfoto. "Als sie am Filmtag die Fotos gemacht haben, bin ich den Grello gefahren und Rexy war direkt neben mir. Das ist ziemlich einzigartig."

"Ich fahre den Grello seit geraumer Zeit, aber in Kombination mit Rexy, der Fangemeinde dieses Autos und deren Erfolgen ist das eine ziemlich einzigartige Kombination. Als Marke können wir uns bei Porsche wirklich glücklich schätzen, diese beiden Ikonen zu haben. Und jetzt treten wir gegeneinander an."

Laurin Heinrich, der auf dem Penske-Porsche #7 (Nasr/Andlauer/Heinrich) in der GTP-Klasse starten wird, war bis 2025 Rexy-Fahrer. "Es wird ein seltsames Gefühl sein, wenn ich sie überhole, statt in ihr zu sitzen", sagt er.

Welchem GT-Porsche er die Daumen drückt? "Das ist wirklich schwer zu sagen. Natürlich habe ich eine viel emotionalere Verbindung zu Rexy, einfach weil ich zwei Jahre lang auf ihr gefahren bin, ich kenne das Team in- und auswendig, ich kenne jedes Gesicht, jeden Namen dort, jede Person im Team."

"Ich bin noch nie Manthey gefahren. Aber natürlich würde ich lügen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht mindestens einmal in meiner Karriere den Grello fahren möchte. Ich hoffe, dass es bald so weit sein wird, früher oder später. Ich werde das Ganze definitiv verfolgen, aber ich kann wirklich nicht sagen, wem ich die Daumen drücken soll."

Vorheriger Artikel 24h Daytona 2016: Das irre Corvette-Finish feiert Jubiläum
Nächster Artikel "Bitte gebt uns Zeit": Wie lange, bis WRT in der IMSA auf Touren kommt?

Aktuelle News