Vor LMDh-Premiere: Ganassi will 2022 zweiten Cadillac-DPi einsetzen

Chip Ganassi arbeitet daran, für die IMSA-Saison 2022 einen zweiten Cadillac-DPi einzusetzen - Der Rennstall wird mit dem Hersteller in die LMDh-Ära gehen

Vor LMDh-Premiere: Ganassi will 2022 zweiten Cadillac-DPi einsetzen

"Wir arbeiten aktuell daran, das zusammen mit Cadillac hinzubekommen", sagt Ganassi-Geschäftsführer Mike Hull über den geplanten Einsatzes eines zweiten Cadillac-DPi in der IMSA-Saison 2022 gegenüber 'Sportscar365.com'. Das Team möchte sich damit verstärkt um sein Engagement mit dem GM-Hersteller in der LMDh-Ära ab dem Jahr 2023 kümmern.

"Ein Programm mit zwei Autos aufzustellen, ist für alle, die involviert sind, sehr wichtig", setzt der Geschäftsführer fort. "Ich denke, es wäre eine Anpassung an unsere Partner Dallara und Cadillac und an die Arbeitsbeziehung, die wir mit Action Express aufbauen müssen, um 2023 in einer besseren Position zu sein und uns alle auf die richtige Weise zu vertreten."

In der Saison 2023 werden in der IMSA-Serie die LMDh-Boliden mit Hybridantrieb eingesetzt. Cadillac hat Ganassi und Action Express als Teams für sein LMDh-Programm ausgewählt. Aufgrund der Möglichkeit, mit den Autos sowohl in der IMSA-Serie als auch Langstrecken-WM (WEC) - und damit bei den 24h Le Mans - zu starten, ist das Interesse an der neuen Prototypen-Speerspitze sehr groß.

Außerdem werden die Autos an die LMH-Boliden der WEC via Balance-of-Performance (BoP) angepasst, sodass auch die Hypercars in Nordamerika eingesetzt werden können. Acura, Audi, BMW und Porsche haben bereits LMDh-Programme verkündet. Zum LMH-Reglement, das sich vom LMDh-Konzept unterscheidet, haben sich neben Glickenhaus und Toyota für die Zukunft außerdem ByKolles, Ferrari und Peugeot bekannt.

Cadillac DPi-V.R des Teams Chip Ganassi auf der Rennstrecke von Daytona

Ganassi möchte sich besser auf sein LMDh-Programm vorbereiten

Foto: Motorsport Images

Über das LMDh-Programm hat sich Hull aber noch keine Details entlocken lassen, weil Eckpunkte noch entschieden werden müssen. Es sei aber "wahrscheinlich", dass Cadillac sowohl in der IMSA-Serie als auch WEC an den Start gehen wird. "Cadillac muss bekanntgeben, wie das laufen wird", stellt der Ganassi-Strippenzieher klar.

Sollte Ganassi in der Saison 2022 bereits ein zweites DPi-Auto einsetzen, um weitere wichtige Erfahrung im Prototypensport zu sammeln, muss das Team eine Menge neue Fahrer finden. Aktuell starten Renger van der Zande und Kevin Magnussen als Stammfahrer für das Team. Während der Niederländer bleiben wird, zieht es Magnussen zum LMH-Projekt von Peugeot, wo er schon einen Vertrag unterschrieben hat.

Ganassi hat früher im Monat bereits einen Test auf Road America durchgeführt, um einen Ersatz für Magnussen zu finden. Ex-Porsche-Pilot Earl Bamber und Formel-E-Pilot Alex Lynn sollen unter den Teilnehmer gewesen sein. "Es läuft gut", so Hull über den Findungsprozess. "Es klingeln viele hochqualitative Fahrer an unserer Tür an."

Wer das Cockpit von Magnussen bekommt, steht aber noch nicht fest. Ganassi wird aber schon bald eine Entscheidung treffen. Hull verrät, dass insgesamt drei Fahrer auf Road America getestet wurden, und stellt außerdem klar, dass es nur um einen Ersatz für Magnussen und nicht um die Plätze im geplanten zwei DPi für die Saison 2022 gegangen ist.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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