Bourdais: Reifen- und Spritmanagement in Portland der Schlüssel zum Erfolg

Die Renndistanz des IndyCar-Laufes in Portland wurde auf 110 Runden erhöht - Laut Sebastien Bourdais wird deshalb das Reifen- und Spritmanagement wichtig sein

Bourdais: Reifen- und Spritmanagement in Portland der Schlüssel zum Erfolg

Fünf Runden mehr im Vergleich zum IndyCar-Rennen in Portland 2019 könnten einen großen Unterschied machen. Während vor zwei Jahren 105 Runden absolviert werden mussten, stehen in der Saison 2021 insgesamt 110 Runden auf dem Programm. Laut AJ-Foyt-Pilot Sebastien Bourdais rückt aufgrund des längeren Rennens das Reifen- und Spritmanagement mehr in den Fokus.

In der Saison 2019 reichten den Fahrern mit 17 Runden unter Gelb zwei Boxenstopps, um das Rennen zu beenden. Die zusätzlichen fünf Runden für den Lauf im Jahr 2021 könnten dazu führen, dass die Teams drei Stopps einplanen müssen, wobei Gelbphasen unkonventionelle Strategien eröffnen könnten. Deshalb glaubt Bourdais an ein spannendes Rennen und viel Kopfzerbrechen an den Kommandoständen.

"Ich kann mich nicht an eine Situation in Portland erinnern, in der 'clean air' nicht der Schlüssel zum Erfolg gewesen ist", erklärt Bourdais, der das Spritsparen im Windschatten auf der langen Gerade als keine Möglichkeit ansieht. "Es ist unheimlich schwierig, dem Vordermann im hinteren Streckenteil zu folgen. Die Kurven 3 bis 7 sind einfach eine Folter. Wenn die Streckentemperatur steigt und die Luftdichte in der Wärme steigt, dann verhungert man ohne Abtrieb."

"Clear air" der Schlüssel zum Erfolg?

Einem Vordermann zu folgen ist lauf Bourdais in Portland immer schwierig gewesen, auch weil die Strecke so eng ist. "Es gibt eigentlich nur eine Linie und deshalb ist es schwierig, hinter einem Fahrer irgendwie Luft zu bekommen. Anschließend spielt dann auch noch der Reifenverschleiß eine ganz wichtige Rolle. Ich finde die Idee des Spritsparens gut, aber man hat auf dieser Strecke kaum eine Chance, einfach mitgezogen zu werden."

Colton Herta, Scott Dixon

Start in das Portland-Rennen 2019: Damals gewann Will Power

Foto: Motorsport Images

Bourdais war in der ehemaligen ChampCar-Serie in Portland mit zwei Siegen, einem zweiten Platz und einem dritten Platz sehr erfolgreich. Sein Ansatz von früher klappt aber mit den aktuellen IndyCar-Autos nicht, denn damals hat er seine Konkurrenten oft in den langen letzten Kurven überholt. Heute macht ihm die Charakteristik der Autos einen Strich durch die Rechnung.

"Ich denke, dass der Fahrstil sich im ChampCar von damals zu heute massiv unterscheidet - insbesondere deshalb, weil wir mit den Reifen anders umgehen müssen. Die Pneus haben sich verändert und sind heute deutlich weicher. Auch das Gewicht des Autos spielt eine große Rolle. Deshalb hat sich das alles im Vergleich zu Beginn meiner US-Karriere deutlich verändert."

Längere Distanz: Mehr Drama?

Der Franzose erwartet aufgrund der längeren Renndistanz einen echten Spritkrimi in Portland, warum Bourdais mit verschiedenen Strategien rechnet. "Es ist eine kurze Strecke, weshalb wir viele Runden fahren. Es ist also möglich, eine bis drei Runden herauszukitzeln. Das ist so ein Rennen, dass im Spritsparmodus entschieden werden kann. Das war in 2018 so und auch 2019 gab es Drama. Es ist niemals ein langweiliges Rennen."

Der Kurs liegt in der Stadt Portland im Bundesstaat Oregon und wurde im Jahr 1960 eröffnet. Die permanente Strecke ist 3,16 Kilometer lang und kehrte im Jahr 2018 nach einer zehnjährigen Pause in den IndyCar-Kalender zurück. Während Takuma Sato das Comeback-Rennen gewann, setzte sich Will Power im Jahr 2019 gegen die Konkurrenz durch. Der geplante Lauf in der Saison 2020 fiel der Coronavirus-Pandemie zum Opfer.

Mit Bildmaterial von IndyCar Series.

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