Christian Lundgaard fährt 2022 IndyCar bei RLL: "War das, was ich wollte"

Christian Lundgaard wechselt Vollzeit in die IndyCar-Serie: Was den Ausschlag gab und warum der Wechsel auch gut für Rahal-Letterman-Lanigan-Racing ist

Christian Lundgaard fährt 2022 IndyCar bei RLL: "War das, was ich wollte"

Formel-2-Pilot und Alpine-Junior Christian Lundgaard hat für das Jahr 2022 eine neue Heimat gefunden. Der 20-jährige Däne wird im kommenden Jahr in Vollzeit für Rahal-Letterman-Lanigan-Racing in der IndyCar-Serie starten. Das gab der Rennstall offiziell bekannt.

Lundgaard kennt sowohl das Team, als auch die Serie bereits. In diesem Jahr absolvierte er für RLL einen Start in der #45 beim zweiten Rundstrecken-Rennen in Indianapolis. Dort beeindruckte er mit Startplatz vier. Im Rennen hielt er sich lange Zeit in den Top 10, am Ende reichte es für P12.

Warum es Lundgaard nach zwei Formel-2-Jahren in Richtung USA zieht? Der Grund ist simpel: "Am Ende kam es darauf an, was ich persönlich will und was mir Spaß macht. Als ich das Rennen hier fuhr, hat mir das am meisten Spaß gemacht. Ich habe schon seit Jahren kein Rennwochenende mehr so sehr genossen wie dieses. Das hat mich überrascht", sagt er gegenüber der internationalen Edition von 'Motorsport.com'.

Formel-1-Traum lebt für Christian Lundgaard noch

"Von da an war es das, was ich persönlich wollte, und am Ende haben wir es geschafft, und ich bin froh, dass wir jetzt hier sind." Gleichzeitig betont der Däne, dass seine Formel-1-Ambitionen mit dem Schritt in die USA noch nicht gestorben sind.

"Ich denke, Pato [O'Ward] hat dieses Jahr bewiesen, dass es immer eine Chance für die Formel 1 gibt. Mein Traum als Europäer war es immer, in die Formel 1 zu kommen, aber wir wissen auch, dass es 20 Autos und 20 Fahrer gibt. Wenn sie die Leistung erbringen, die das Team wünscht, haben sie immer noch ihren Platz sicher", gibt Lundgaard zu bedenken.

Bei RLL wurde der Däne übrigens offiziell als Ersatzmann für den scheidenden Takuma Sato verpflichtet. Lundgaard übernimmt die #30 vom zweifachen Indy-500-Sieger, während die #45 im kommenden Jahr von Jack Harvey pilotiert wird. Graham Rahal fährt weiterhin in der #15. Alle drei Fahrer werden im kommenden Jahr die volle Saison bestreiten.

RLL: Lundgaard-Verpflichtung aus mehreren Gründen gut

Teamchef Bobby Rahal freut sich bereits auf seinen dänischen Neuzugang: "Ich denke, es gibt mehrere Gründe, warum das positiv für uns ist. Einer ist, dass Christian einen anderen, neuen Look mitbringt. Graham und Jack sind nun schon seit einigen Jahren in der IndyCar-Szene unterwegs."

"Jetzt haben wir jemanden, der noch nicht so lange dabei ist, aber vielleicht eine etwas andere Herangehensweise oder ein anderes Gefühl für das Auto hat und vielleicht ein paar neue Ideen für die anderen Jungs einbringen kann und umgekehrt." Andererseits würde Lundgaard von der Oval-Erfahrung Rahals und Harveys profitieren, so der Teamchef weiter.

"Außerdem bekommen Rookies zusätzliche Testtage, und wir haben vor ein paar Jahren mit Colton Herta gesehen, wie gut das ist. Wir haben es bei Jack gesehen. Man sieht es bei einer Reihe von Fahrern. Sie waren bei großartigen Teams und konnten diese zusätzlichen Tage wirklich zum Vorteil des Teams nutzen."

Lundgaard trifft in der IndyCar-Saison 2022 auf seinen früheren Formel-2-Kollegen Callum Ilott. Der Brite bestreitet die volle Saison für den Juncos-Hollinger-Rennstall. Das erste Rennen des Jahres findet am letzten Februar-Wochenende in Saint Petersburg statt.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
Hülkenberg vor IndyCar-Test: "Freue mich, so ein Auto auszuprobieren"
Vorheriger Artikel

Hülkenberg vor IndyCar-Test: "Freue mich, so ein Auto auszuprobieren"

Nächster Artikel

Aston Martin schließt IndyCar-Programm aus, zumindest vorerst ...

Aston Martin schließt IndyCar-Programm aus, zumindest vorerst ...
Kommentare laden