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Einigung erzielt: Motorsportler dürfen in die USA einreisen

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Einigung erzielt: Motorsportler dürfen in die USA einreisen
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29.05.2020, 12:17

Die Liste der Sportarten, für die Sportler in die USA auch aus Nationen einreisen dürfen, die mit einem Einreisestopp belegt sind, wurde um den Motorsport erweitert

Nach viel Aufregung um eine Liste, auf der der Motorsport fehlte, ist nach kurzer Lobbyarbeit nun Ruhe eingekehrt: Auch internationale Motorsportler dürfen nun die USA einreisen, um ihren Sport auszuüben. Damit können insbesondere die IndyCar-Serie und die IMSA SportsCar Championship, aber auch zahlreiche kleinere Rennserien aufatmen.

Chad Wolf, Vorsitzender des Heimatschutzministeriums (Department of Homeland Defense - DHS), traf sich am Mittwochabend mit Motorsportvertretern, um die Situation zu besprechen. Dabei wurde ein Deal erzielt. Zuvor hatten sich Politiker dafür stark gemacht, auch Motorsportler auf eine Liste von Ausnahmegenehmigungen zu nehmen, auf der zuvor vor allem Ballsportarten standen.

"Im Meeting hat Wolf bestätigt, dass der Motorsport miteinbezogen wird und Teil der DHS-Order vom 22. Mai ist", sagt IMSA-Präsident John Doonan.

Motorsport wohl einfach vergessen

Im Zuge der COVID-19-Pandemie, verursacht durch das Coronavirus SARS-CoV-2, hat US-Präsident Donald Trump Einreiseverbote für Angehörige aus zahlreichen Staaten verhängt. Darunter fallen alle Länder der Europäischen Union, Großbritannien, China und zuletzt Brasilien.

In den USA glauben die wenigsten, dass der Motorsport bewusst ausgeschlossen worden sei. Vielmehr scheint er bei der Erstellung der Liste schlicht und einfach vergessen worden zu sein.

"Soweit ich das sagen kann, wurden Rennfahrer nicht ausgeschlossen, sondern einfach übersehen", sagt McLaren-Chef Zak Brown gegenüber dem 'Indy Star'. Dafür spricht auch die schnelle Aufnahme des Motorsports ohne große bürokratische Umwege.

Josef Newgarden

Dem IndyCar-Saisonauftakt steht nichts mehr im Weg

Foto: IndyCar Series

Die Situation war von außerordentlicher Dringlichkeit, da bereits am 6. Juni der IndyCar-Saisonauftakt auf dem Texas Motor Speedway stattfindet. Die beiden betroffenen Fahrer, der Niederländer Rinus Veekay (Carpenter) und Alex Palou (Coyne) aus Spanien, können nun in die USA einreisen.

Palou wurde bereits von seinem Team in ein Land gebracht, von dem aus die Einreise in die USA nach 14-tägiger Quarantäne möglich gewesen wäre. Um welches Land es sich handelt, verrät man nicht. Gleichzeitig versuchten die betroffenen Teams über die Botschaften der jeweiligen Länder Ausnahmegenehmigungen zu erzielen.

14 Tage Quarantäne

Die IMSA hat noch etwas mehr Zeit, da deren Weiterführung der Saison erst für den 4. Juli auf dem Daytona International Speedway angesetzt ist. Sie war noch deutlich mehr betroffen als IndyCar, da fast 40 Prozent des Starterfeldes aus Europa kommen - inklusiver ganzer Teams.

Die IMSA fordert alle betroffenen Fahrer und Teammitglieder in einem Bulletin zu einer 14-tägigen Quarantäne auf. Das könnte die Fahrer dazu zwingen, gleich in den USA zu bleiben. Problematisch wird es für diejenigen, die zeitgleich in anderen Serien Rennen in Europa fahren.

Mit Bildmaterial von Fritzsche/smg.

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Rennserie IndyCar , IMSA
Urheber Heiko Stritzke