Ex-F1-Pilot Marcus Ericsson: Bei den IndyCars im Spitzenfeld angekommen

Seit seinem Sieg in Detroit zählt Marcus Ericsson regelmäßig zum Spitzenfeld - Wie der Ganassi-Pilot seine nach oben zeigende Formkurve erklärt

Ex-F1-Pilot Marcus Ericsson: Bei den IndyCars im Spitzenfeld angekommen

Marcus Ericsson ist überzeugt, dass er dabei ist, "sein wahres Potenzial" in der IndyCar-Serie zu zeigen. Sein Selbstvertrauen und sein Fokus auf das Qualifying sind entscheidend für seinen Aufwärtstrend. Am vergangenen Wochenende hatte sich der Schwede in Mid-Ohio als Dritter qualifiziert. In der Schlussphase kam er Josef Newgarden immer näher und wurde Zweiter.

Der ehemalige Formel-1-Pilot begann seine IndyCar-Karriere in der Saison 2019 für Schmidt-Peterson-Motorsport. Platz zwei in Detroit war das Highlight des Jahres. Dann wechselte Ericsson zu Chip Ganassi. Im Vorjahr waren ein vierter und zwei fünfte Plätze seine besten Ergebnisse.

In der laufenden Saison schaffte der 30-Jährige seinen Durchbruch. In Detroit feierte Ericsson seinen ersten Rennsieg. Nun wurde es in Mid-Ohio Platz zwei. Nach zehn Rennen ist der Honda-Fahrer auf dem fünften Platz der Gesamtwertung.

"Ich genieße die IndyCar-Serie seit dem ersten Tag", sagt Ericsson, der fünf Jahre in der Formel 1 fuhr. "Es ist eine tolle Serie. Es sind 26 Autos dabei. So viele gute Fahrer und Teams. Es ist großartig, ein Teil dieser Serie zu sein."

Marcus Ericsson

In Detroit wurde der erste Sieg in den USA groß gefeiert

Foto: Motorsport Images

"Wenn man ein Team wie Chip Ganassi repräsentiert, dann ist es eine große Ehre. Aus Fahrersicht hat es zuletzt sehr viel Spaß gemacht. Es geht so eng zu. Man muss jedes Wochenende perfekt sein. Der Wettbewerb ist mit diesen Autos nicht einfach. Ich liebe diese Herausforderung."

In seiner zweiten Saison im Topteam Ganassi werden die Puzzleteile an die richtigen Stellen gelegt. Damit erklärt Ericsson seine bessere Performance: "In diesem Jahr fange ich an, mein Potenzial zu zeigen." Die Arbeit mit seinem Ingenieur Brad Goldberg und dem Team wird immer besser.

Man kennt sich mittlerweile sehr gut. "Ich genieße es momentan sehr", sagt Ericsson. "Mein erster IndyCar-Sieg in Detroit war sehr wichtig. Seither fühle ich mich stark. In Detroit hatten wir im Qualifying ein Problem. Dann zählte ich in Road America zu den Schnellsten im Rennen."

"Das war ein sehr gutes Wochenende. Nun habe ich es in Mid-Ohio auf das Podium geschafft. Wir haben ein gutes Momentum. Das ist gut für das Selbstvertrauen. Ich habe gezeigt, dass ich mit den Besten in dieser Serie fahren kann."

Teamarbeit bei Ganassi der Schlüssel zum Erfolg

"Wenn man Selbstvertrauen hat, dann ist das eine schöne Sache. Ich denke, ich habe jetzt gutes Selbstvertrauen. Ich arbeite hart mit meinem Ingenieur Brad und dem ganzen Team. Aber auch Dario [Franchitti] arbeitet mit mir."

Vor Mid-Ohio unterhielt sich Ericsson mit dem ehemaligen Champion, aber auch mit Jim Hamilton, der sein Performance-Coach ist. Hamilton arbeitet schon lange bei Ganassi und konzentriert sich auf Details beim Fahrer.

Marcus Ericsson

Die Ganassi-Mannschaft arbeitet hinter den Kulissen eng zusammen

Foto: Motorsport Images

In den vergangenen Wochen haben er und Franchitti mit Ericsson daran gearbeitet, im Qualifying besser zu werden. In Mid-Ohio war der Schwede der schnellste Ganassi-Fahrer und hatte Scott Dixon und Alex Palou im Griff.

"In einer engen Serie wie dieser muss man perfekt sein, um für Siege und Podestplätze kämpfen zu können. Wir haben auf alle Fälle einen Fortschritt gemacht", spricht Ericsson seine jüngsten Qualifyings an.

Ganassi hat drei Fahrer in den Top 5 der Gesamtwertung. Die Stärke der Mannschaft liegt auch an der Zusammenarbeit der Fahrer und Teams. "Wir arbeiten an jedem Wochenende gemeinsam, damit wir uns verbessern", betont Ericsson.

"Auch die Erfahrung von Scott und Alex hilft mir, ein besserer Fahrer zu werden. Ich habe das Gefühl, dass wir uns gegenseitig antreiben, um besser zu werden. Ich glaube, das ist einer der Gründe, warum wir in diesem Jahr so stark sind. Wir sind Fahrer mit unterschiedlicher Vergangenheit, aber wir treiben uns gegenseitig an."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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