Ex-Formel-1-Fahrer Kevin Magnussen möchte das Indy 500 bestreiten

Kevin Magnussen liebäugelt mit einem Start beim Indy 500, dem IndyCar-Klassiker auf dem vier Kilometer langen Oval im Bundesstaat Indiana

Ex-Formel-1-Fahrer Kevin Magnussen möchte das Indy 500 bestreiten

Kevin Magnussen hat in seiner Karriere noch großes vor: Der Däne, der 119 Formel-1-Starts auf dem Buckel hat, träumt von einer Teilnahme am legendären Indy 500 in der IndyCar-Serie. Ob der Traum in Erfüllung gehen wird, steht noch nicht fest, denn Magnussen wurde für die Langstrecken-WM (WEC) 2022 von Peugeot verpflichtet.

Am kommenden Wochenende wird Magnussen einen weiteren Meilenstein seiner Karriere erreichen. Er wird zusammen mit seinem Vater Jan Magnussen in der LMP2-Kategorie bei den 24h von Le Mans an den Start gehen. "Ich wusste, dass ich nach meiner Formel-1-Zeit immer viele Rennen bestreiten wollte", so Magnussen gegenüber unserer Schwesterseite 'Autosport'.

Die Wunschliste des 28-Jährigen hat es in sich: Le Mans, was am kommenden Wochenende abgehakt wird, das Indy 500 und die 24h von Daytona, die er 2021 für Chip Ganassi bestritten hat. "Das Indy 500 ist etwas, was ich eines Tages unbedingt ausprobieren möchte", so Magnussen. "Ich weiß nicht, ob ich eine Chance bekommen werde, aber davon träume ich seit vielen Jahren."

Kein IndyCar-Deal bei Ganassi

Magnussen startet in der Saison 2021 für Ganassi in der DPi-Klasse der IMSA-Serie. Der Teamchef betreibt auch ein äußerst erfolgreiches Programm in der IndyCar-Serie, weshalb es schon Gespräche über Starts in der US-Formelserie gegeben hat. Im Jahr 2021 hat Magnussen sein IndyCar-Debüt gefeiert, als er bei McLaren-SP auf Road America für Felix Rosenqvist eingesprungen ist.

"Anfangs haben wir versucht, einen IndyCar-Deal einzutüten", verrät Magnussen über die Verhandlungen mit seinem Teamchef. "Ich bin mit Chip Ganassi seit vielen Jahren im Kontakt und ich war schon im Jahr 2015 mit ihm in Gespräch, als ich mein McLaren-Cockpit an Fernando Alonso verloren hatte."

Jedoch kam es nie zu einer Unterschrift für ein IndyCar-Programm. In letzter Minute tat sich dann die Chance in der DPi-Klasse der IMSA-Serie auf. Magnussen willigte sofort ein, den Cadillac-Prototypen von Ganassi zu fahren. Wichtig: Magnussen hatte zu diesem Zeitpunkt bereits einem Engagement bei Peugeot für die Saison 2021 zugestimmt.

IndyCar-Autos sind "old-school"

Über sein sehr spontanes Debüt in der IndyCar-Serie mit McLaren-SP sagt Magnussen: "Ohne Tests einfach da reingeschmissen zu werden, war ein ganz besonderer Weg, mein Debüt zu feiern. Das war richtig spannend. Diese Autos sind old-school und haben keine Servolenkung, ein großes Turboloch, kleine Reifen und nicht viel Abtrieb. Das fasziniert mich so. Es war eine tolle Erfahrung und ich hoffe, eines Tages zurückzukehren."

Kommendes Wochenende wird Magnussen einen Oreca-Gibson 07 von High Class in Le Mans steuern. Er teilt sich das LMP2-Auto mit seinem Vater Jan Magnussen und Anders Fjördbach. Seine Testfahrten mit dem nagelneuen und innovativen Peugeot 9x8 LMH sollen am Ende des Jahres 2021 beginnen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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