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Graham Rahal schwärmt vom IndyCar-Starterfeld: Goldene Ära ist jetzt

Laut Graham Rahal befindet sich die IndyCar-Serie derzeit in einer goldenen Ära: Warum das so ist und was der große Unterschied zu den 90er-Jahren ist

Graham Rahal schwärmt vom IndyCar-Starterfeld: Goldene Ära ist jetzt

Die IndyCar-Serie ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Vor allem die Einführung des neuen, einfacheren Aero-Kits zur Saison 2018 hat die US-Formelserie beflügelt. Mittlerweile wird viel von einer neuen, goldenen Ära der IndyCar-Serie gesprochen. Zu diesen Stimmen gesellt sich auch Graham Rahal.

"Vielleicht sagen die Leute, dass die goldene Ära im IndyCar-Rennsport in den frühen 90er-Jahren war. Oder im Falle der Champ Cars Ende der 90er und Anfang der 2000er-Jahre. Aber ich muss ehrlich sein. Sieht man sich den Talente-Pool an, dann ist die goldene Ära genau jetzt. Wir leben in der goldenen Ära", gerät Rahal gegenüber 'Motorsport-Total.com' geradezu ins Schwärmen. Tatsächlich steigt die Qualität des IndyCar-Fahrerfeldes kontinuierlich an.

Goldene IndyCar-Ären im Vergleich

Schon seit ein paar Jahren ist ein Kampf der Generationen in vollem Gange: Auf der einen Seite befinden sich die routinierten Stars wie etwa Scott Dixon, Will Power, Simon Pagenaud und Sebastien Bourdais. Andererseits machen aufstrebende und hochtalentierte Youngster auf sich aufmerksam, beispielsweise Alexander Rossi, Patricio O'Ward, Felix Rosenqvist und Colton Herta.

Hinzu kommen 2021 die prominenten Umsteiger Romain Grosjean, Jimmie Johnson und Scott McLaughlin. Das sorgt für einen aufregenden Mix an Fahrern. Da verwundert es nicht, dass Rahal glaubt: "Jeder einzelne Fahrer in der Serie kann Rennen gewinnen. Das ist Fakt. Vor 20 Jahren hätte man das nicht sagen können, geschweige denn vor fünf Jahren."

Was als Faktor noch berücksichtigt werden muss: Die großen Teams Ganassi, Penske und Andretti bestimmen zwar immer noch das Geschehen in der IndyCar-Serie. Doch kleinere Mannschaften haben eine faire Chance, an einem guten Tag den Big Playern das Leben schwer zu machen. Diese beiden Faktoren unterscheiden die aktuelle Ära wohl von der Zeit Anfang der 90er-Jahre.

IndyCar in den 90ern: Viel Prominenz

Nigel Mansell

Nigel Mansell ging als Formel-1-Weltmeister in die USA

Foto: LAT

Damals tummelte sich mit Nigel Mansell, Emerson Fittipaldi, Mario Andretti, Michael Andretti, Paul Tracy, Jacques Villeneuve, Bobby Rahal und Al Unser jr. zwar sehr viel Rennsport-Prominenz in der IndyCar-Serie. Aufgrund der freieren Fahrzeugentwicklung hatten die großen und gut finanzierten Teams am Ende trotzdem einen Vorteil gegenüber dem Rest des Feldes, abgesehen von der großen Streuung innerhalb des Fahrerfeldes.

Eine ähnliche Erfahrung hatte Rahal in seinem Debütjahr in der Champ-Car-Serie gemacht. Dort ging er 2007 als 18-Jähriger an den Start. "Wenn man in einem Auto von Newman/Haas/Lanigan außerhalb der Top-5 gelandet ist, dann war man schon ziemlich verärgert", erinnert sich Rahal. Kein Vergleich also zur Spec-Serie von heute, wo nur Fahrer, Ingenieure und Motor im Zusammenspiel noch einen Unterschied machen können.

Doch was macht die Faszination IndyCar aktuell aus? "Die IndyCar-Serie ist einfach eine sehr pure Form des Rennsports aktuell. Und damit meine ich: Keine Fahrhilfen. Das ist es, was derzeit viele Menschen so faszinierend an diesem Sport finden", vermutet Rahal. Eine Mischung, die immer mehr und immer talentiertere Fahrer anzieht. Und Graham Rahal insgesamt ins Schwärmen bringt.

Mit Bildmaterial von IndyCar Series.

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Rennserie IndyCar
Fahrer Graham Rahal
Urheber Tobias Ebner