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Hinchcliffe-Rausschmiss: Jetzt erklärt sich Zak Brown

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Hinchcliffe-Rausschmiss: Jetzt erklärt sich Zak Brown
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Co-Autor: Jonathan Noble
04.11.2019, 09:33

Zak Brown erklärt, warum sich McLaren SP für Oliver Askew und Pato O'Ward und gegen James Hinchcliffe entschieden hat

Nur wenige Tage nach der überraschenden Verkündung der McLaren-Fahrer für die IndyCar-Saison 2020 kehrte Zak Brown mit dem Formel-1-Team in die USA zurück. Beim Rennen in Austin war natürlich auch das IndyCar-Erdbeben ein großes Thema.

Zak Brown erklärt, dass McLaren unbedingt in die Zukunft investieren wollte. Die Trennung zwischen Pato O'Ward und Red Bull scheint dafür gesorgt zu haben, dass Hinchcliffe überraschend sein Cockpit verlor. Wie schon Teambesitzer Sam Schmidt betont auch Brown, dass die Entscheidung gemeinsam mit den Investoren getroffen wurde.

"Mir ist klar, dass diese Entscheidung in James' Fanbase nicht gut ankommt", so der McLaren-Chef. "Ich kann das absolut verstehen. Wir haben mehrmals gesagt, dass er 2020 im Cockpit sitzen würde. Zu dem Zeitpunkt, als wir das gesagt haben, war das auch so. Uns ist klar, wie populär er ist, und dass wir ein paar unglückliche Fans von ihm sehen werden."

 

"Aber wie wir alle wissen, ändern sich die Dinge im Motorsport. Das Geschäftsumfeld ändert sich. Es gibt viele Anteilseigner, die mitreden. Und dann kam plötzlich Pato O'Ward auf den Markt. Wir mögen die Fahrer, die Red Bull fallen lässt, weil sie unseres Erachtens ziemlich gut sind."

Drei Gehälter für zwei Cockpits

Die Wege von O'Ward und Red Bull trennten sich im Herbst, weil die FIA dem Mexikaner keine Superlizenzpunkte für seine Indy-Lights-Saison gutschreiben wollte. Begründung: Das Feld sei mit weniger als zehn Autos zu dünn gewesen. Es gab keine Perspektive mehr für O'Ward, es schnell in die Formel 1 zu schaffen.

"Wir haben also die Entscheidung getroffen und mit allen Stakeholdern gesprochen. Wir haben einen langfristigen Blick eingenommen, was das Beste für das Team sein könnte. So haben wir Pato und Oliver ins Boot geholt - zwei Fahrer, in denen wir das Potenzial zu Superstars sehen. Unseres Erachtens war es eine schwere Entscheidung, aber die richtige."

 

"Rennfahrer wollen Rennen fahren und ich kann seine Enttäuschung verstehen. Wir hoffen sehr, dass er fahren kann. Wir wollen, dass er fährt. Aber es war eine Entscheidung, die darauf basierend getroffen wurde, was langfristig das Beste für unser Team ist."

Hinchcliffe wird - sofern er nicht woanders unterkommt und der Vertrag aufgelöst wird - die Saison 2020 weiter von McLaren bezahlt werden, weil er einen gültigen Vertrag hat. "Unsere Ausgabenliste hat sich verlängert", bestätigt Brown. "Wir geben dort etwas mehr aus als wir eingeplant hatten, aber es wird unser Konto nicht sprengen. Das Team ist finanziell gut aufgestellt."

Er glaubt, dass O'Ward und Askew schnell für positive Schlagzeilen sorgen werden - auch bei den Fans: "Ich denke, viele Fans sind gespannt darauf zu sehen, wie wir uns in St. Pete schlagen werden. Letztlich geht es um das Wohl des Teams und da trifft man nicht immer die populärsten Entscheidungen. Ich habe in den Fan-Reaktionen neben enttäuschten Reaktionen auch einige gesehen, die gespannt sind."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie IndyCar
Fahrer James Hinchcliffe
Urheber Heiko Stritzke