Indy 500 2017: Power-Ranking mit allen Fahrern

Unsere IndyCar-Experten David Malsher und Edd Straw haben nach der Qualifikation alle Starter des 101.Indy 500 unter die Lupe genommen und bewerten deren Chancen auf den Sieg.

Platz 1: Scott Dixon (Chip Ganassi Racing-Honda)
Indy-500-Starts: 14 / Debüt: 2003 / Siege: 1 (2008) / Führungsrunden: 434
Malsher: Wenn Dixon ein überlegenes Auto hat, ist er wie bei seinem Sieg 2008 kaum aufzuhalten. Obwohl er auf der Pole steht, wird er die besten Andretti-Autos, Teamkollege Toni Kanaan oder die Top-Chevrolets nicht abschütteln können. Das Dallara DW12-Chassis ermöglicht es den Piloten, dicht hintereinander zu fahren.
Straw: Schnell, arriviert und auf der Pole. Dixon hat eine Vergangenheit, die mehr Indy-500-Siege vermuten ließe. Wenn nichts schief läuft ein klarer Siegfavorit.

Platz 2: Ed Carpenter (Ed Carpenter Racing-Chevrolet)
Indy-500-Starts: 13 / Debüt: 2004 / Beste Platzierung: 5. (2008) / Führungsrunden: 69
Malsher: Vor einem Jahr spekulierten wir noch, ob Carpenter das Rennfahren in Ovalen verlernt hat. Die zweite Startposition beweist das Gegenteil. Der zweifache Pole-Mann und sein Team sind wie gewohnt sehr stark in Indianapolis.
Straw: Falls Carpenter die Sache ein wenig lockerer angehen kann, als er es in den Jahren seiner Pole-Positions getan hat, wird ihm dies helfen. Trotz seiner guten Pace läuft für ihn oft nicht alles rund.

Platz 3: Alexander Rossi (Andretti-Herta Autosport)
Indy-500-Starts: 1 / Debüt: 2016 / Siege: 1 (2016) / Führungsrunden: 14
Malsher: Rossi musste für die Art seines Sieges letztes Jahr eine wirklich unangebrachte Kritik einstecken. Deshalb wird er das 101.Indy 500 gerne von der Spitze aus kontrollieren, anstatt sich durch das Feld kämpfen zu müssen. Ein klarer Favorit auf den Sieg.
Straw: Er ist definitiv schnell genug, um das Rennen rein von der Geschwindigkeit her zu gewinnen. Letztes Jahr hat er dazu auch noch bewiesen, dass er große Qualitäten beim Spritsparen hat. Er ist unter allen Umständen ein Siegkandidat.

Platz 4: Takuma Sato (Andretti Autosport-Honda)
Indy-500-Starts: 7 / Debüt: 2010 / Beste Platzierung: 13. (2013, 2015) / Führungsrunden: 31
Malsher: 2012 war eine harte Lektion für Sato. Wenn er am Sonntag wieder um die Führung kämpft, muss er die Lehren aus diesem Vorfall umsetzen. Gegen Ende des Rennens wird er sicher nicht zurückziehen, aber der Weg bis dorthin ist vielleicht seine größte Herausforderung.
Straw: In der Qualifikation war er schnell, wenn auch ein bisschen zu spektakulär unterwegs. Der lebhafte Sato dürfte in Anbetracht seiner Pace und den früheren Chancen auf den Sieg ein gehöriges Wörtchen mitreden dürfen.

Platz 5: Fernando Alonso (McLaren Honda Andretti Autosport)
Indy-500-Starts: 0
Malsher: Alonso hat gezeigt, wie gut er wirklich ist. Harte Arbeit und Mut haben ihn durch den Mai gebracht und es gibt keinen Grund, weshalb die Geschichte hier Enden muss. Unter allen aktuellen Formel-1-Piloten wird er am ehesten fehlerfrei bleiben.
Straw: Als hätte er nie etwas Anderes gemacht. Er ist auf jeden Fall ein Siegkandidat. Trotz seiner Vorbereitung und seinen Fähigkeiten ist er immer noch ein Rookie. Wenn er gegen Ende des Rennens um den Sieg kämpft, wird er sich auf seinen Instinkt verlassen. 

Platz 6: JR Hildebrand (Ed Carpenter Racing-Chevrolet)
Indy-500-Starts: 6 / Debüt: 2011 / Beste Platzierung: 2. (2011) / Führungsrunden: 11
Malsher: Es ist Hildebrand zuletzt schwergefallen, ein Rennen ohne Zwischenfälle abzuliefern. Aber wenn Chevrolet überlegen sein sollte, würde Hildebrand auch mit 99% Einsatz gewinnen. Er und sein Team haben definitiv die Geschwindigkeit dafür.
Straw: Nur durch einen Sieg kann er die Schmach von 2011 vergessen machen. Er ist ein schneller Fahrer in einem schnellen Auto, aber trotz der guten Startposition zählt er für mich nicht zum halben Dutzend der Siegfavoriten.

Platz 7: Tony Kanaan (Chip Ganassi Racing-Honda)
Indy-500-Starts: 15 / Debüt: 2002 / Siege: 1 (2013) / Führungsrunden: 305
Malsher: In seiner vielleicht letzten Saison bei den IndyCars muss Kanaan da Potenzial seines Ganassi-Hondas voll ausschöpfen. Bis auf wenige Autos ist das Paket allen anderen überlegen. Der König der Restarts ist definitiv ein Sieganwärter.
Straw: Der Sieger des Jahres 2013. In den vergangenen Jahren hat ihm aber das letzte Quäntchen gegenüber Teamkollege Dixon gefehlt. In Indianapolis ist er trotzdem einer der Besten. Vielleicht ist das seine größte Chance, ein Rennen in der IndyCar-Saison 2017 zu gewinnen.

Platz 8: Marco Andretti (Andretti Autosport-Honda)
Indy-500-Starts: 11 / Debüt: 2006 / Beste Platzierung: 2. (2006) / Führungsrunden: 141
Malsher: Lange hing der Andretti-Fluch über ihm. In den Jahren, als er der beste Andretti-Pilot war, war das Team nicht auf der Höhe. Vielleicht stimmt die Konstellation dieses Jahr endlich.
Straw: Er will Indy unbedingt gewinnen und ging die ganze Sache deutlich bedachter in Bezug auf reine Geschwindigkeit in Training und Qualifikation an. Er war in Indy immer gut und diese neue Einstellung könnte ihm endlich den ersehnten Sieg bescheren.

Platz 9: Will Power (Team Penske-Chevrolet)
Indy-500-Starts: 9 / Debüt: 2008 / Beste Platzierung: 2. (2015) / Führungsrunden: 74
Malsher: Power wirkte noch nie so entspannt auf dem Speedway. Unter allen Bedingungen wirkte er sicher. Auch seine Boxencrew war nie besser. Vielleicht ist er die beste Chevrolet-Chance auf den Sieg. Vor allem will er mit diesem Sieg den Mai krönen.
Straw: Penske wird im Renntrim stärker als in der Qualifikation sein. Power stellt wahrscheinlich die Speerspitze für sein Team, vielleicht auch für Chevrolet insgesamt dar.

Platz 10: Ryan Hunter-Reay (Andretti Autosport-Honda)
Indy-500-Starts: 9 / Debüt: 2008 / Siege: 1 (2014) / Führungsrunden: 134
Malsher: Der Sieger des Jahres 2014 ist im besten Team, hat den besten Motor und ein gutes Gespür für das Rennen. Wenn nötig, nimmt er auch ein Risiko in Kauf. Neben Dixon und Rossi muss auch er zu den Favoriten gezählt werden.
Straw: Er hätte sich weiter vorne qualifizieren müssen. Aber er wird sich früh in der Führungsgruppe etablieren. Er hat das Auto und die Fähigkeiten, um ihn zum Kreis der Favoriten zu zählen.

Platz 11: Ed Jones (Dale Coyne Racing-Honda)
Indy-500-Starts: 0
Malsher: Nachdem Sebastien Bourdais verletzt ausfällt, hat Ed Jones die Rolle als Teamleader angenommen. Auch sein Fahrzeug ist wirklich schnell. Bleibt er so gelassen wie sonst, kann er wohlmöglich Alonso den Titel des "Rookie of the Year" streitig machen.
Straw: Er war den ganzen Mai über schnell und sein Fahrzeug ist auf jeden Fall siegfähig. Viel wird darauf ankommen, wie er mit dem Druck umgeht, den er so weit vorne spüren wird.

Platz 12: Oriol Servia (Rahal Letterman Lanigan Racing-Honda)

Indy-500-Starts: 8 / Debüt: 2008 / Beste Platzierung: 4. (2012) / Führungsrunden: 18
Malsher: Der andere Spanier im Starterfeld des 101.Indy 500. Mit dem aktuellen Paket kann er seine bisherigen Bestleistungen hier einstellen – 2012 war er 4. Besser dürfte es nur werden, wenn vor ihm einige ausfallen.
Straw: Der clevere Pilot kann ein ansehnliches Resultat holen. Nach einem Jahr Pause hat Servia im Training eine gute Pace gezeigt. Trotzdem ist er eher in der unteren Hälfte der Top-10 zu suchen, als unter den Siegkandidaten.

Platz 13: Mikhail Aleshin (Schmidt Peterson Motorsports-Honda)
Indy-500-Starts: 1 / Debüt: 2016 / Beste Platzierung: 21. (2016) / Führungsrunden: 1
Malsher: Aleshin ist auf Superspeedways außerordentlich kühn. Allein das Fahrzeug um mehr auszurichten fehlt ihm an diesem Wochenende.
Straw: So wie es aussieht, wird er aufgrund seines Boliden nur im Mittelfeld kämpfen können. Sehr viel weiter oben werden wir ihn auf der Ergebnisliste wohl nicht sehen.

Platz 14: Graham Rahal (Rahal Letterman Lanigan Racing-Honda)
Indy-500-Starts: 9 / Debüt: 2008 / Beste Platzierung: 3. (2011) / Führungsrunden: 6
Malsher: Rahal ist hier immer stark gewesen, aber er dürfte wie sein temporärer Teamkollege Servia damit kämpfen, die Geschwindigkeiten der Andretti- und Ganassi-Piloten mitzugehen.
Straw: Er ist in Indianapolis sehr fähig, aber sein Fahrzeug scheint ihm dieses Mal im Weg zu stehen. Um die Spitze dürfte er wohl nicht kämpfen können.

Platz 15: Max Chilton (Chip Ganassi Racing-Honda)
Indy-500-Starts: 1 / Debüt: 2016 / Beste Platzierung: 15. (2016) / Führungsrunden: 0
Malsher: Chilton hat zugegeben, dass es ihm in Ovalen schwerfällt, das Limit zu finden. Aber im Rahmen seiner Möglichkeiten liefert er gute Arbeit. Ein Resultat unter den Top-10 wäre ein zufriedenstellendes Ergebnis.
Straw: Er hat ein gutes Fahrzeug in seinem zweiten Indy 500, muss aber noch beweisen, dass er auf demselben Niveau wie seine Teamkollegen fahren kann.

Platz 16: Charlie Kimball (Chip Ganassi Racing-Honda)
Indy-500-Starts: 6 / Debüt: 2011 / Beste Platzierung: 3. (2015) / Führungsrunden: 13
Malsher: Kimball ist in Indianapolis immer schnell. Mit seiner harten Verteidigung und den launigen Attacken könnte er auf einem Ganassi-Wagen wohl gewinnen.
Straw: Mit dem Ganassi-Fahrzeug und guten Ergebnissen in der Vergangenheit könnten wir Kimball im Kampf mit den Führenden sehen. Möglicherweise hat er Außenseiterchancen auf den Sieg.

Platz 17: James Hinchcliffe (Schmidt Peterson Motorsports-Honda)
Indy-500-Starts: 5 / Debüt: 2011 / Beste Platzierung: 6. (2012) / Führungsrunden: 53
Malsher: Hinchcliffe konnte das Tempo des letzten Jahres leider nicht bestätigen. Dort war er noch ein echter Herausforderer. Die Meisterschaft im Hinterkopf, wäre er mit einem Top-5-Ergebnis wohl schon zufrieden.
Straw: Wenn sich die Leistung seines Schmidt-Peterson-Wagens am Sonntag nicht dramatisch verbessert, wird es für ihn eher darum gehen, das Rennen konstant zu Ende zu fahren, anstatt anzugreifen.

Platz 18: Juan Pablo Montoya (Team Penske-Chevrolet)
Indy-500-Starts: 4 / Debüt: 2000 / Siege: 2 (2000, 2015) / Führungsrunden: 192
Malsher: Der Einschlag in die Mauer letztes Jahr hat gezeigt, dass auch er nicht unfehlbar ist auf dem Brickyard. Trotzdem kann Montoya seine Rivalen schlagen und überraschen. Er wird auf der Jagd sein.
Straw: Das Indy 500 ist für Montoya die gesamte IndyCar-Saison 2017. Falls das Paket von Penske passt, wird er sich am Sonntag nach vorne arbeiten.

Platz 19: Helio Castroneves (Team Penske-Chevrolet)
Indy-500-Starts: 16 / Debüt: 2001 / Siege: 3 (2001, 2002, 2009) / Führungsrunden: 296
Malsher: Er ist immer noch so schnell und mutig wie eh und je. Wenn sein Fahrzeug im Verkehr gut funktioniert, dann weiß er genau, was er machen muss, um nach vorne zu kommen. Es ist sein 17.Indy 500 und Erfahrung ist definitiv etwas wert hier.
Straw: Die Mischung aus Erfahrung und Entschlossenheit kann ihm den Kampf um den 4.Sieg in Indianapolis bescheren. Er kann aber genauso gut hinter der Spitze hängen bleiben.

Platz 20: Jay Howard (Schmidt Peterson Motorsports-Honda)
Indy-500-Starts: 1 / Debüt: 2011 / Beste Platzierung: 30. (2011) / Führungsrunden: 0
Malsher: Sich als 20. vor 2 Penskes zu qualifizieren – sehr viel besser dürfte es für Howard nicht mehr werden. Trotzdem hat er sich besser geschlagen als viele erwartet hatten.
Straw: Howard hat bei seinem ersten IndyCar-Einsatz seit 2011 eine gute Arbeit gemacht. Ein solides Ergebnis im Mittelfeld scheint realistisch.

Platz 21: Sage Karam (Dreyer & Reinbold Racing-Chevrolet)
Indy-500-Starts: 3 / Debüt: 2014 / Beste Platzierung: 9. (2014) / Führungsrunden: 2
Malsher: Sein Mut ist Fluch und Segen zugleich für Karam. Er sagt, er sei dieses Jahr viel ruhiger und so wäre ein Platz unter den Top-10 keine Überraschung.
Straw: Schnell, unberechenbar, aber vom Fahrzeug her wird er das Rennen über weite Strecken tief im Mittelfeld bestreiten anstatt die Führenden zu ärgern.

Platz 22: Josef Newgarden (Team Penske-Chevrolet)
Indy-500-Starts: 5 / Debüt: 2012 / Beste Platzierung: 3. (2016) / Führungsrunden: 14
Malsher: Sein Unfall hat Newgarden im Training vielleicht das Vertrauen geraubt, aber er ist traditionell stark hier. Durch seine Qualitäten und mit Tim Cindric als Chefstratege kann er sich sicher nach vorne kämpfen.
Straw: Eine gute Leistung im ersten Jahr für Penske. Er dürfte trotz seines Unfalls im Training stark aussehen. Eines Tages wird er das Indy gewinnen und wird dieses Jahr sicher ein Faktor im Rennen sein. Dazu brauch er aber einen guten ersten Stint.

Platz 23: Simon Pagenaud (Team Penske-Chevrolet)
Indy-500-Starts: 5 / Debüt: 2012 / Beste Platzierung: 8. (2013) / Führungsrunden: 35
Malsher: Er ist nicht grundlos der amtierende Meister. Er beherrscht alle Spielarten und ist unter Druck zuverlässig. Er wird geduldig und clever agieren, wenn er sich nach vorne kämpft.
Straw: Er hat diese Saison seinen ersten Oval-Sieg geholt, in Phoenix. Er kann definitiv Eindruck hinterlassen, muss es hier aber noch beweisen.

Platz 24: Carlos Munoz (AJ Foyt Racing-Chevrolet)
Indy-500-Starts: 4 / Debüt: 2013 / Beste Platzierung: 2. (2013, 2016) / Führungsrunden: 25
Malsher: Munoz ist einer der besten jungen Fahrer, die wir hier in Indianapolis in den vergangenen Jahren gesehen haben. Dieses Jahr ist er wegen seines Fahrzeugs leider kein Anwärter auf den Sieg. Ein Top-15-Ergebnis dürfte das Beste sein, auf das er hoffen kann.
Straw: Er ist ein potentieller Sieger, aber sein Auto nicht. Er wird trotzdem jede sich bietende Möglichkeit nutzen.

Platz 25: Gabby Chaves (Harding Racing-Chevrolet)
Indy-500-Starts: 2 / Debüt: 2015 / Beste Platzierung: 16. (2015) / Führungsrunden: 0
Malsher: Ein solides Ergebnis unter den ersten 15 wäre ein tolles Ergebnis für das neue Team von Harding Racing. Chaves ist die richtige Wahl, er kann das schaffen.
Straw: Obwohl sie sogar von Dreyer & Reinbold unterstützt werden, darf man von dem Team nicht mehr als ein solides Ergebnis erwarten. Chaves ist fähig und kann das Fahrzeug bis ins Ziel bringen.

Platz 26: Conor Daly (AJ Foyt Racing-Chevrolet)
Indy-500-Starts: 3 / Debüt: 2013 / Beste Platzierung: 22. (2013) / Führungsrunden: 0
Malsher: Es ist eine wahre Freude, Daly auf dem Speedway zuzuschauen, aber er wird all sein Können brauchen, um ein ansehnliches Ergebnis zu erreichen. AJ Foyt Racing sucht immer noch den Schlüssel zu Chevrolets Aerokit.
Straw: Wie die anderen Foyt-Piloten kein Sieganwärter unter normalen Umständen. Er muss einfach versuchen, ein sauberes Rennen zu fahren, vielleicht kann er dann sein bestes Ergebnis wiederholen.

Platz 27: Jack Harvey (Andretti Autosport-Honda)
Indy-500-Starts: 0
Malsher: Seine Leistung ist aufgrund der "Alonsomania" bei Andretti etwas untergegangen. Die Leistung von Harvey und dem Team von Michael Shank, das dieses Auto einsetzt, muss entsprechend gewürdigt werden. Er wird darauf brennen, zu seinen Teamkollegen an der Spitze aufzuschließen.
Straw: Ein schwieriger Monat hat hier die wahre Leistung verschleiert. Das Ziel muss hier eine solide unspektakuläre Zielankunft sein.

Platz 28: Pippa Mann (Dale Coyne Racing-Honda)
Indy-500-Starts: 5 / Debüt: 2011 / Beste Platzierung: 18. (2016) / Führungsrunden: 0
Malsher: Der 18.Platz im vergangenen Jahr war ihr bestes Ergebnis in Indianapolis. Dies zu übertreffen ist eine große, aber durchaus realistische Aufgabe, wenn man die Pace der Dale-Coyne-Fahrzeuge betrachtet.
Straw: Mittlerweile ist sie eine durchaus erfahrene Pilotin hier. Ein solides Ergebnis ist hier das Ziel.


Platz 29: Spencer Pigot (Juncos Racing-Chevrolet)
Indy-500-Starts: 1 / Debüt: 2016 / Beste Platzierung: 25. (2016) / Führungsrunden: 0
Malsher: Pigots zweiter Anlauf beim Indy 500 ist mehr als holprig, der Einschlag im Training als absoluter Tiefpunkt. Beim Debüt des Juncos-Teams muss er aber auch keine Wunder vollbringen oder seinen regulären Teamkollegen bei ECR die Stirn bieten. Es wäre schon gut, das Auto in einem Stück ins Ziel zu bringen.
Straw: Pigot ist nicht so schlecht wie es im Moment aussieht. Er fährt für ein neues Team, das erst noch beweisen muss, dass es die Pace aus dem Auto holen kann. Er dürfte ein unauffälliges Rennen fahren, mit dem Ziel es einfach zu beenden

Platz 30: Buddy Lazier (Lazier Partners Racing-Chevrolet)
Indy-500-Starts: 19 / Debüt: 1991 / Siege: 1 (1996) / Führungsrunden: 70
Malsher: Keine Ahnung, warum Lazier sich das antut. Er könnte stattdessen einem jungen Talent eine Chance geben. Aber es ist sein Team und wenn das Feuer in ihm noch brennt…
Straw: Der Sieger des Jahres 1996 ist einfach froh dabei zu sein. Noch zufriedener dürfte er sein, wenn er das Rennen das erste Mal seit 2008 wieder beendet.

Platz 31: Sebastian Saavedra (Juncos Racing-Chevrolet)
Indy-500-Starts: 5 / Debüt: 2010 / Beste Platzierung: 15. (2014) / Führungsrunden: 0
Malsher: Er saß schon in schnelleren Autos hier in Indianapolis. Aber sobald sich eine Chance bietet, wird er sie ergreifen. Ein paar Überholmanöver von ihm wären keine Überraschung.
Straw: Weder das neue Team, noch Saavedra haben bisher großen Eindruck hinterlassen. Das ist wiederum keine Überraschung. Im Rennen ist von ihm nicht viel zu erwarten.

Platz 32: Zach Veach (AJ Foyt Racing-Chevrolet)
Indy-500-Starts: 0
Malsher: Veach sollte einfach versuchen, das Rennen gut zu beenden und Erfahrung zu sammeln. Er hat es nicht einfach, denn selbst die erfahreneren Foyt-Piloten haben im Moment Probleme.
Straw: Mit dem schwachen Auto sollte Veach zufrieden sein, wenn er ein sauberes und fehlerfreies Rennen fahren kann – vor allem nach dem Unfall am 'Fast Friday'

Platz 33: James Davison (Dale Coyne Racing-Honda)
Indy-500-Starts: 2 / Debüt: 2014 / Beste Platzierung: 16. (2014) / Führungsrunden: 0
Malsher: Eine undankbare Situation für Davison, denn er Dale Coyne musste ihm nach Bourdais' Unfall ein Ersatzchassis für Rundkurse geben. Trotzdem wird er die Aufgabe enthusiastisch angehen, denn er darf einmal mehr beim Indy 500 antreten.
Straw: So spät in den Mai zu starten und das Rennen mit einem Ersatzfahrzeug für Rundkurse zu bestreiten – ohne Probleme ins Ziel zu kommen wäre da eine gute Leistung.


Top-3-Vorhersage:

Straw: 1.Dixon, 2.Power, 3.Alonso
Malsher: 1.Power, 2.Andretti, 3.Rossi

Einen Kommentar schreiben
Kommentare anzeigen
Über diesen Artikel
Rennserien IndyCar
Veranstaltung Indy 500
Rennstrecke Indianapolis Motor Speedway
Artikelsorte Vorschau