Indy 500 FT3: Mick Schumacher in den Top 20 in Alleinfahrt
Am dritten Trainingstag zum Indy 500 wurde der Fokus auf Runden ohne Windschatten verlagert: Mick Schumacher in dieser Disziplin im Mittelfeld
Mick Schumacher beteiligte sich im FT3 nicht am Fahren im Windschatten
Foto: Brandon Badraoui / Lumen via Getty Images
Dritter Trainingstag zum Indy 500 und - toi, toi, toi - der dritte ohne Zwischenfälle. Am Donnerstag begrüßte der Indianapolis Motor Speedway die IndyCar-Teams mit durchgehend Sonnenschein. Die Lufttemperatur kam im abermals sechsstündigen Freien Training (FT3) nicht über die Marke von 20 Grad Celsius. Während der gesamten Session war es nahezu windstill, was die Bedingungen perfekt machte.
Es war das vorerst letzte Training, in dem die 2,2-Liter-Motoren von Chevrolet und Honda mit dem Ladedruck für das Rennen gefahren wurden. Am Freitag, Samstag und Sonntag wird mit erhöhtem Ladedruck (1,5 bar) gefahren (Zeitplan, Starterliste, Streckendaten, Hintergründe, Livestream, TV: Alle Informationen zum Indy 500 der IndyCar-Saison 2026).
Ungeachtet dessen, dass am Donnerstag noch die üblichen 1,3 bar Ladedruck anlagen, wurde dieser dritte Trainingstag schon für intensive Qualifying-Vorbereitungen genutzt. Zwar gab es kurzzeitig auch wieder das übliche Fahren im Pulk, aber der Großteil des Tages stand im Zeichen von Runden in Alleinfahrt. Dabei wurde auch schon die Aneinanderreihung von vier Runden in Alleinfahrt geprobt, also das, worauf es am Qualifying-Wochenende ankommen wird.
Aus diesem Grund ist die Wertung der Runden in Alleinfahrt vom Donnerstag die interessantere als die Tageswertung, in die sämtliche Runden einfließen, also auch jene im Windschatten eines oder mehrerer Autos. Für alle 33 Piloten wurden Runden in Alleinfahrt notiert, wobei insbesondere das Ganassi-Team noch nicht alles gezeigt hat.
Den meisten ging es am Donnerstag zunächst darum, die Basis-Abstimmung für Quali-Runden zu verifizieren und die Abläufe im Cockpit einzustudieren, wie beispielsweise das richtige Timing für die Aktivierung des Hybrid-Boost sowie den Einsatz des "Weight-Jacker". (Erklärt: So funktioniert das IndyCar-Racing im Oval).
Mick Schumacher ohne Windschatten auf P20
Mick Schumacher (Rahal-Honda) hat die Wertung der Runden in Alleinfahrt am Donnerstag auf P20 abgeschlossen, und zwar mit einem diesbezüglich persönlichen Bestwert von 221,902 Meilen pro Stunde (357,040 km/h). Diese Durchschnittsgeschwindigkeit ist gerechnet auf eine Runde, noch nicht auf vier Runden am Stück.
Im Vergleich mit seinen drei Teamkollegen war Schumacher in Alleinfahrt langsamer als Takuma Sato (1.) und Louis Foster (16.), aber schneller als Graham Rahal (26.). Schnellster in der Wertung der Runden in Alleinfahrt war Sato mit 223,828 Meilen pro Stunde (360,139 km/h), gefolgt von Scott McLaughlin (Penske-Chevrolet) und David Malukas (Penske-Chevrolet).

Pato O'Ward war Schnellster der Tageswertung - mit Windschatten
Foto: Penske Entertainment
Im FT3-Klassement, also der Tageswertung, die auch Runden mit Windschatten berücksichtigt, hat sich Patricio "Pato" O'Ward (McLaren-Chevrolet) mit 227,308 Meilen pro Stunde (365,738 km/h) den Bestwert gesichert, gefolgt von vom Shank-Trio Helio Castroneves, Marcus Armstrong, Felix Rosenqvist. Mick Schumacher hat im Tagesklassement nach 54 zurückgelegten Runden auf P32 abgeschlossen. Am Windschattenfahren beteiligte er sich am dritten Trainingstag überhaupt nicht.
Die meisten Runden gingen am Donnerstag einmal mehr auf das Konto von Alexander Rossi (Carpenter-Chevrolet; 5.), nämlich 68. Die wenigsten Runden fuhr Jack Harvey (Dreyer/Reinbold-Chevrolet; 29.) mit gerade mal 16. Harvey war einer derer, die sich voll auf die Qualifying-Vorbereitung konzentriert haben. Dennoch wäre er gerne mehr gefahren. Ein Leck im Kühlsystem seines #24 Dreyer/Reinbold-Chevrolet verhinderte das.
Warum Jacob Abel kein echter Rookie ist
In Reihen der Rookies - Mick Schumacher, Dennis Hauger, Caio Collet - war im Gesamtklassement des Tages Caio Collet (Foyt-Chevrolet; 7.) der Schnellste, aber bezüglich der Runden in Alleinfahrt war es Schumacher auf P20.
Übrigens: Jacob Abel (Abel-Chevrolet; 26.) taucht in den Ergebnislisten zwar ebenfalls als Rookie auf, ist de facto aber kein echter Rookie à la Schumacher, Hauger, Collet. In der IndyCar-Saison 2025 absolvierte Abel 16 von 17 möglichen Rennstarts. Einzig beim Indy 500 scheiterte er im damaligen Last-Row-Shootout an der Qualifikation für das Rennen. Und nur deshalb, weil er beim Indy 500 noch keinen Rennstart vorweisen kann, wird er auf dem Indianapolis-Oval noch als "Rookie" angesehen.

Jacob Abel hat zwar schon 16 IndyCar-Rennen gefahren, aber noch kein Indy 500
Foto: Penske Entertainment
In der IndyCar-Saison 2025 war Jacob Abel einer von zwei Stammpiloten bei Dale Coyne Racing. In diesem Jahr tritt er lediglich beim Indy 500 an, und zwar für Abel Motorsports, das Team seines Vaters Bill Abel. Es handelt sich um das einzige Ein-Wagen-Team im Feld der 33 Autos. Somit hat Jacob Abel als Einziger nicht die Möglichkeit, auf Telemetriedaten eines oder mehrerer Teamkollegen zurückzugreifen.
Bemerkenswert: In Reihen der sieben Chevrolet-Teams im Feld (Abel, Carpenter, Dreyer/Reinbold, Foyt inklusive Partnerteam HMD, Juncos, McLaren, Penske) gab es im bisherigen Verlauf der Trainingswoche schon drei Motorwechsel (Scott McLaughlin, Alexander Rossi, Ed Carpenter). In Reihen der fünf Honda-Teams (Andretti, Coyne, Ganassi, Shank, Rahal) fahren alle Piloten noch mit dem Motor, mit dem sie die Trainingswoche am Dienstag in Angriff genommen haben.
Am Freitag, dem "Fast-Friday", wird der Ladedruck der Motoren wie eingangs beschrieben angehoben, was rund 100 PS mehr bringt. Wieder stehen sechs Stunden Freies Training auf dem Programm. Die Wettervorhersage ist für Freitag noch gut. Für Samstag allerdings, den ersten von zwei Qualifying-Tagen, wird Regen vorhergesagt (Zeitplan, Starterliste, Streckendaten, Hintergründe, Livestream, TV: Alle Informationen zum Indy 500 der IndyCar-Saison 2026).
Diese Story teilen oder speichern
Registrieren und Motorsport.com mit Adblocker genießen!
Von Formel 1 bis MotoGP berichten wir direkt aus dem Fahrerlager, denn wir lieben unseren Sport genau wie Du. Damit wir dir unseren Fachjournalismus weiterhin bieten können, verwendet unsere Website Cookies. Dadurch wird Dein Nutzererlebnis optimiert und die Werbung auf Deine Interessen zugeschnitten. Wir wollen dir aber natürlich trotzdem die Möglichkeit geben, eine werbefreie Website zu genießen.