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Qualifyingbericht
IndyCar Indy 500

Indy 500: Scott McLaughlin mit Rekord auf Pole - Kyle Larson in Reihe 2

Penske dominiert auch zweiten Qualifying-Tag zum Indy 500 und besetzt die erste Startreihe komplett - Marcus Ericsson trotz unglaublichem Fehler im Starterfeld

Indy 500: Scott McLaughlin mit Rekord auf Pole - Kyle Larson in Reihe 2

Spannende Entscheidungen am zweiten Qualifying-Tag für die 108. Auflage der 500 Meilen von Indianapolis, den Saisonhöhepunkt im Rennkalender der IndyCar-Serie 2024! Nach dem ohnehin schon turbulenten Samstag, dem ersten der zwei Qualifying-Tage auf dem Indianapolis Motor Speedway, gibt auch es am Sonntag Schlagzeilen.

FOTOS: Freies Training und Qualifying zum 108. Indy 500

Die prestigeträchtige Indy-500-Pole erobert hat zum ersten Mal in seiner seit 2021 laufenden IndyCar-Karriere Scott McLaughlin (Penske-Chevrolet). Im entscheidenden Qualifying-Segment des Wochenendes, dem Top-6-Shootout am späten Sonntagnachmittag, setzte sich McLaughlin, seines Zeichens dreimaliger Supercars-Champion, mit einem Vier-Runden-Schnitt von 234,220 Meilen pro Stunde (376,859) durch.

 

"Unglaublich!", so McLaughlin, der dank Bestzeit aus dem Top-12-Shootout als Letzter im Top-6-Shootout auf die Strecke ging. Der in diesem letzten Segment erzielte Vier-Runden-Schnitt des 30-jährigen Neusleeländers im gelben #3 Penske-Chevrolet ist der schnellste Pole-Schnitt in der 108-jährigen Geschichte des Indianapolis 500. Die Marke von Ganassi-Pilot Alex Palou aus dem Vorjahr hat McLaughlin knapp übertroffen.

Wie 1988: Penske besetzt erste Startreihe komplett

Hinter Polesetter Scott McLaughlin schlossen im Top-6-Shootout dessen zwei Penske-Teamkollegen Will Power und Josef Newgarden als Zweiter und Dritter ab. Damit hat das Team Penske die komplette erste Startreihe erobert. Das hat es bisher beim Indy 500 erst einmal gegeben. Es war im Jahr 1998 ebenfalls durch das Penske-Team, damals mit Rick Mears, Danny Sullivan und Al Unser. Auch damals war es der gelbe Pennzoil-Bolide, der von der Pole ins Rennen ging.

Scott McLaughlin, Will Power, Josef Newgarden

Scott McLaughlin, Will Power, Josef Newgarden: So sieht am 26. Mai die erste Startreihe aus

Foto: Motorsport Images

Das sechsköpfige finale Quali-Segment am Sonntag war ausschließlich mit Chevrolet-Fahrern besetzt. Nach dem Samstag hatte zumindest ein Honda-Fahrer - Andretti-Pilot Kyle Kirkwood - in den Top 6 gelegen. Das aber änderte sich im Top-12-Shoout am frühen Sonntagnachmittag, als Kirkwood auf der letzten seiner vier fliegenden Runden nach außen getragen wurde und vom Gas gehen musste.

So verpasste Kirkwood den Einzug ins Top-6-Shootout, der für ihn allerdings ohnehin extrem schwierig geworden wäre, verpasst. Im Gegenzug ist es Santino Ferrucci (Foyt-Chevrolet) gelungen, das Top-12-Shootout zu überstehen und sich in die Top 6 nach vorn zu fahren, wo er am Samstag noch nicht zu finden war.

Alexander Rossi (McLaren-Chevrolet) war als Viertschnellster erster Verfolger des Penske-Trios McLaughlin, Power, Newgarden. Rossi kämpfte auf seinen vier Runden sichtlich mit dem Handling. Den Sprung in die erste Startreihe hat der Indy-500-Sieger von 2016 (damals im Andretti-Team) hat er dadurch verpasst.

Kyle Larson bei seinem ersten Indy 500 in Reihe 2

NASCAR-Star Kyle Larson (McLaren/Hendrick-Chevrolet), der am Samstag als einziger Rookie den Top-12-Einzug geschafft hatte und sich sogar in den Top 6 klassierte, hielt sich am Sonntag in den Top 6 und war somit bei seinem ersten Indy-500-Auftritt direkt Teilnehmer am Top-6-Shootout.

In diesem entscheidenden letzten Quali-Segment hielt Larson dann Santino Ferrucci hinter sich, womit er sich im #17 McLaren-Chevrolet, der in Kooperation mit Hendrick Motorsports eingesetzt wird, für den fünften Startplatz qualifiziert hat. "Das war einfach eine großartige Teamleistung. Mein Auto war perfekt vorbereitet", so Larson.

Kyle Larson

NASCAR-Star Kyle Larson freut sich über Startplatz 5 für Teil 1 seines "Double"

Foto: Penske Entertainment

Bevor es am 26. Mai ins 500-Meilen-Rennen von Indianapolis geht, hat sich Larson aber noch am Qualifying-Sonntag auf den Weg nach North Wilkesboro (North Carolina) gemacht, um dort am Abend das NASCAR All-Star-Race zu fahren. Am kommenden Sonntag dann nimmt der NASCAR-Champion von 2021 das echte "Double" aus dem Indy 500 in Indianapolis und direkt im Anschluss dem Coca-Cola 600 in Charlotte in Angriff.

ERGEBNIS: Top-6-Shootout zum 108. Indy 500

Rinus VeeKay verpasst Top-6-Einzug knapp

Diejenigen, die es im Top-12-Shootout nicht ins Top-6-Shootout schafften und daher das Rennen aus der dritten und vierten Startreihe in Angriff nehmen werden, sind: Rinus VeeKay (Carpenter-Chevrolet; 7.), der am Samstag für Schlagzeilen gesorgt hatte, sowie Patricio O'Ward (McLaren-Chevrolet; 8.), Felix Rosenqvist (Shank-Honda; 9.), Takuma Sato (Rahal-Honda; 10.), Kyle Kirkwood (Andretti-Honda; 11.) und Ryan Hunter-Reay (Dreyer/Reinbold-Chevrolet; 12.).

 

Nachdem es am Samstag allen voran bei Chevrolet-Teams eine ganze Reihe von außergewöhnlichen Fehlzündungen gegeben hat, wurde für den Sonntag nachgebessert. Aus dem Chevy-Lager hieß es, dass man für Sonntag die Einstellungen der Motorelektronik angepasst habe. Manche Teams nahmen auch Veränderungen an der Getriebeübersetzung vor.

Im Freien Training zu Mittag allerdings trat eine solche Fehlzündung erstmals auch an einem der Penske-Boliden auf. Es betraf ausgerechnet Will Power, der am Samstag der Schnellste gewesen war. Ein Motorwechsel wurde bei Penske nicht vorgenommen. Als es am Nachmittag darauf ankam, passte alles. Dem Rekordschnitt von Scott McLaughlin hatte Will Power aber nichts entgegenzusetzen.

FOTOSTRECKE: Die komplette Startaufstellung zum 108. Indy 500

Marcus Ericsson trotz unglaublichem Fehler im Starterfeld

Im Last-Row-Shootout, dem mit vier Teilnehmern besetzten Kampf um die drei Plätze in der letzten Startreihe, trafen basierend auf dem Ergebnis vom Samstag Marcus Ericsson (Andretti-Honda), Graham Rahal (Rahal-Honda) und die beiden Coyne-Teamkollegen Katherine Legge und Nolan Siegel aufeinander.

Anders als im Top-12-Shootout und im abschließenden Top-6-Shootout sind im Last-Row-Shootout mehr als nur ein einziger Vier-Runden-Versuch erlaubt. Nachdem alle vier ihren ersten Vier-Runden-Versuch absolviert hätten, wäre Ericsson derjenige gewesen, der an der Quali-Hürde für das Rennen gescheitert wäre - nicht, weil er so langsam war, sondern weil er sich verzählte und schon nach der dritten seiner vier fliegenden Runden vom Gas ging!

 

Mit einem zweiten Vier-Runden-Versuch gelang es Ericsson, dem Indy-500-Sieger von 2022, dann aber doch, sich ins diesjähriger Starterfeld zu fahren. "Das war nervenaufreibend, keine Frage", so Ericsson im NBC-Interview, in dem er seinen Zählfehler auf dem ersten Vier-Runden-Versuch direkt zugab: "Ich kann nicht glauben, dass mir das passiert ist."

Marcus Ericcson hat es am zweiten Quali-Tag doch noch ins Feld geschafft

Marcus Ericcson hat es am zweiten Quali-Tag doch noch ins Feld geschafft

Foto: Motorsport Images

Im Kampf um den 33. und letzten Startplatz wurde es in den letzten Minuten ein Fernduell zwischen IndyCar-Routinier Graham Rahal und Rookie Nolan Siegel, der mit 19 Jahren der jüngste Fahrer auf der 34-köpfigen Meldeliste für den diesjährigen Indy-500-Fahrbetrieb ist.

Graham Rahal vermeidet Nicht-Qualifikation gerade so

Siegel, der auf seinem ersten Vier-Runden-Versuch langsamer war als Rahal, hatte in den wenigen verbleibenden Minuten des Last-Row-Shootout die Chance auf einen zweiten Vier-Runden-Versuch. Rahal aber hatte diese zweite Chance nicht mehr. So mussten er und sein Vater, Teammitbesitzer Bobby Rahal, zittern, ob sich Siegel auf Kosten von Graham Rahal doch noch ins Feld fahren würde oder nicht.

Siegel schaffte es nicht. Auf der zweiten Runde seines zweiten Vier-Runden-Versuchs crashte der Rookie und stieg sofort unverletzt aus. Aber auch ohne den Unfall wäre es anhand seiner ersten Rundenzeit eine unlösbare Aufgabe geworden, Graham Rahal noch abzufangen. Damit stand fest, dass Siegel derjenige ist, der beim 500-Meilen-Rennen am kommenden Sonntag zuschauen muss.

ERGEBNIS: Last-Row-Shootout zum 108. Indy 500

Der einzige Nicht-Qualifikant für das Indy 500 am 26. Mai: Nolan Siegel

Der einzige Nicht-Qualifikant für das Indy 500 am 26. Mai: Nolan Siegel

Foto: Motorsport Images

Katherine Legge kämpfte im Last-Row-Shootout sichtlich mit dem Fahrverhalten ihres pinkfarbenen #51 Coyne-Honda. "Es war furchteinflößend", so die 43-jährige Britin, die den Einzug ins 33-köpfige Starterfeld für den kommenden Sonntag trotz der Handlingsprobleme ebenso geschafft wie Graham Rahal.

Rahal hatte im Freien Training am frühen Sonntagnachmittag großes Glück gehabt, einem Crash entgangen zu sein. Die hintere rechte Radmutter seines #15 Rahal-Honda war für einen der Vier-Runden-Versuche in diesem Training nicht richtig angezogen. Rahal bemerkte das Problem und brach ab.

Als es am Nachmittag darauf ankam, gab es derartige Probleme nicht, aber ins Starterfeld geschafft hat es der Sohn von Bobby Rahal trotzdem nicht gerade komfortabel. Zur Erinnerung: Im vergangenen Jahr war Graham Rahal derjenige, der an der Quali-Hürde scheiterte, damals im Duell gegen seinen damaligen Rahal-Teamkollegen Jack Harvey.

Dass Graham Rahal das Indy 500 des Jahres 2023 letzten Endes doch fuhr, das lag daran, weil er den Dreyer/Reinbold-Chevrolet von Stefan Wilson übernahm, der sich im Freien Training nach dem Quali-Wochenende bei einem Crash mit Katherine Legge (damals nicht für das Coyne-Team, sondern ebenfalls für das Rahal-Team am Start) verletzte.

Noch zwei Trainings, dann das Rennen

Bevor es mit den 33 qualifizierten Piloten am kommenden Sonntag ins Rennen über die Distanz von 500 Meilen geht, stehen noch zwei Freie Trainings an. Am Montag und am Freitag steht das 2,5-Meilen-Oval für jeweils zwei Stunden offen, um die Abstimmungsarbeiten in Vorbereitung auf das Rennen abzuschließen.

Beginnend mit Montag werden die Turbomotoren von Chevrolet und Honda wieder mit 1,3 statt 1,5 bar Ladedruck gefahren. Der erhöhte Ladedruck, welcher ein Plus von rund 100 PS bewirkte, steht wie üblich nur für den "Fast Friday" und das zweitägige Qualifying zur Verfügung.

Am Renntag, den 26. Mai, beginnt die umfangreiche Pre-Race-Show zum Indy 500 um 11:00 Uhr Ortszeit. Die grüne Flagge zum Start des Rennens wird gegen 12:45 Uhr (18:45 Uhr MESZ) erwartet.

Weiterlesen:

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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