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Trainingsbericht
IndyCar Indy 500

Indy 500: Stefan Wilson nach Crash im Montagstraining im Krankenhaus

Unfall zwischen Katherine Legge und Stefan Wilson im vorletzten Training vor dem Indianapolis 500 der IndyCar-Saison 2023 - Teams proben Rennabstimmung

Indy 500: Stefan Wilson nach Crash im Montagstraining im Krankenhaus

Im Fahrbetrieb zur diesjährigen Auflage der 500 Meilen von Indianapolis, dem Höhepunkt der IndyCar-Saison, hat es am Montag den ersten größeren Zwischenfall gegeben. Im zweistündigen Freien Training gab es nach gut einer Stunde einen Crash. Katherine Legge (Rahal-Honda) und Stefan Wilson (Dreyer/Reinbold-Chevrolet) waren die Beteiligten.

Auslöser für den Unfall war, dass Legge bei der Anfahrt zu Turn 1, der ersten der vier Kurven des 2,5-Meilen-Ovals, das Tempo der vorausfahrenden Fahrzeuge unterschätzt hatte. Wilson fuhr direkt vor Legge. Es kam zur Berührung der beiden Autos, wobei sich jenes von Wilson drehte, bevor beide Autos in die äußere Streckenbegrenzung - eine mit SAFER-Barriere geschützte Betonmauer - einschlugen.

Das Auto von Legge traf die Streckenbegrenzung seitlich und verlor kurzzeitig Bodenkontakt, bevor es auf den Rädern zum Stillstand kam. Das Auto von Wilson traf die Streckenbegrenzung frontal mit der Front.

 

Während Katherine Legge, die sich im Qualifying am Wochenende den 30. von 33 Startplätzen gesichert hat, kurz nach dem Crash aus ihrem weiß/roten Rahal-Boliden ausstieg, saß Stefan Wilson, der jüngere Bruder des 2015 tödlich verunglückten Justin Wilson, länger im Cockpit seines hellblauen Dreyer/Reinbold-Boliden.

Nach etwa zehn Minuten wurde Wilson aus dem Auto gehoben und auf einer Trage liegend in einen Krankenwagen verladen. Dabei hob der 33-jährige Brite den rechten Arm mit Daumen nach oben, um eine erste Entwarnung zu geben.

Wilson im Krankenhaus - Legge erklärt Unfallhergang

Katherine Legge stand nach der routinemäßigen Untersuchung im streckeneigenen Medical-Center direkt für ein Interview mit dem übertragenden TV-Sender 'NBC' zur Verfügung. Mit leiser Stimme sagte die Britin: "Die Autos vor mir verlangsamten. Ich bin so stark vom Gas gegangen wie es ging, habe heruntergeschaltet und gebremst. Aber das war nicht ausreichend, weil sie vor mir verlangsamt hatten."

Katherine Legge

Katherine Legge äußerte sich direkt nach dem Unfall mit Stefan Wilson im Interview

Foto: Motorsport Images

Zum Gesundheitszustand von Stefan Wilson gab Dr. Julia Vaizer, die ärztliche Leiterin der IndyCar-Serie, noch während der 'NBC'-Übertragung vor laufenden Kameras folgendes Statement ab: "Ich kann sagen, dass es ihm gut geht. Für genauere Untersuchungen wird er in ein örtliches Krankenhaus gebracht. Es geht ihm aber gut und er kommuniziert mit uns."

In der US-Sportwagenserie IMSA waren Legge und Wilson im vergangenen Jahr Teamkollegen und teilten sich das Cockpit eines GT-Porsche des Hardpoint-Teams. Ob die beiden Briten - insbesondere Wilson - am kommenden Sonntag wie geplant für ihr jeweiliges IndyCar-Team beim Indy 500 an den Start gehen können, bleibt abzuwarten.

Sowohl im Falle von Wilson bei Dreyer & Reinbold Racing als auch im Falle von Legge bei Rahal Letterman Lanigan Racing handelt sich um Rennprogramme, die für das jeweilige Auto nur für das Indy 500 geschnürt wurden. Es sind keine Vollzeitprogramme in der kompletten IndyCar-Saison 2023.

Penske-Pilot Will Power führt belebtes Training an

Abgesehen von der Unterbrechung aufgrund des Unfalls mit Stefan Wilson und Katherine Legge gab es im Montagstraining, dem vorletzten Freien Training vor dem Rennen, jede Menge Fahrbetrieb im Pulk.

FOTOS Trainings und Qualifying zum 107. Indy 500

Weniger als um das reine Spitzentempo ging es den Piloten um die Fahrbarkeit ihrer Autos, um das Handling im Verkehr, um das Proben der Anfahrt zum Boxenstopp und darum, dass das Programm in Vorbereitung auf das Rennen weitestgehend abgearbeitet wurde.

Weiterlesen:

Weil beginnend mit dem Montagstraining wieder auf den Ladedruck für das Rennen (1,3 bar) zurückgerüstet wurde, kommen die Durchschnittsgeschwindigkeiten beziehungsweise Rundenzeiten im Tagesklassement natürlich nicht an die Rekordwerte aus dem Qualifying (1,5 bar Ladedruck) heran.

Freies Training zum Indy 500 auf dem Indianapolis Motor Speedway

Will Power (Penske-Chevrolet) war im Montagstraining im Pulk der Schnellste

Foto: Motorsport Images

Angeführt wurde das Klassement letztlich von Will Power (Penske-Chevrolet) mit einem im Windschatten gefahrenen Bestwert von 229,222 Meilen pro Stunde (368,818 km/h). Anders als im zweitägigen Qualifying wird nun wieder in Ein-Runden-Schnitten, nicht mehr in Vier-Runden-Schnitten, gesprochen. Powers Zeit auf seiner schnellsten Runde: 39,263 Sekunden.

Hinter dem Tagesschnellsten Will Power wurde das Tagesklassement von Scott Dixon (Ganassi-Honda), Takuma Sato (Ganassi-Honda), Polesetter Alex Palou (Ganassi-Honda), Tony Kanaan (McLaren-Chevrolet), Conor Daly (Carpenter-Chevrolet), Marco Andretti (Andretti-Honda), Benjamin Pedersen (Foyt-Chevrolet)m, Patricio O'Ward (McLaren-Chevrolet) und Colton Herta (Andretti-Honda) gebildet.

ERGEBNIS: Montagstraining zum 107. Indy 500

Bemerkenswert: Nach das Rahal-Team im Qualifying am Wochenende einen Fahrer (Graham Rahal) gar nicht ins Starterfeld gebracht hat und die anderen drei - Katherine Legge, Christian Lundgaard, Jack Harvey - die Startplätze 30, 31 und 33 herausgefahren haben, klassierte sich Lundgaard im Montagstraining als schnellster Fahrer des Teams auf P17 und somit solide im Mittelfeld. Mit 90 zurückgelegten Runden war Lundgaard auch derjenige der 33 Teilnehmer, der am Montag die meisten Runden fuhr.

Fotostrecke: Startaufstellung zum 107. Indy 500:
1. Alex Palou (Ganassi-Honda)
2. Rinus VeeKay (Carpenter-Chevrolet)
3. Felix Rosenqvist (McLaren-Chevrolet)
4. Santino Ferrucci (Foyt-Chevrolet)
5. Patricio O'Ward (McLaren-Chevrolet)
6. Scott Dixon (Ganassi-Honda)
7. Alexander Rossi (McLaren-Chevrolet)
8. Takuma Sato (Ganassi-Honda)
9. Tony Kanaan (McLaren-Chevrolet)
10. Marcus Ericsson (Ganassi-Honda)
11. Benjamin Pedersen (Foyt-Chevrolet)
12. Will Power (Penske-Chevrolet)
13. Ed Carpenter (Carpenter-Chevrolet)
14. Scott McLaughlin (Penske-Chevrolet)
15. Kyle Kirkwood (Andretti-Honda)
16. Conor Daly (Carpenter-Chevrolet)
17. Josef Newgarden (Penske-Chevrolet)
18. Ryan Hunter-Reay (Dreyer/Reinbold-Chevrolet)
19. Romain Grosjean (Andretti-Honda)
20. Helio Castroneves (Shank-Honda)
21. Colton Herta (Andretti-Honda)
22. Simon Pagenaud (Shank-Honda)
23. David Malukas (Coyne-Honda)
24. Marco Andretti (Andretti-Honda)
25. Stefan Wilson (Dreyer/Reinbold-Chevrolet)
26. Devlin DeFrancesco (Andretti-Honda)
27. Agustin Canapino (Juncos-Chevrolet)
28. Callum Ilott (Juncos-Chevrolet)
29. R.C. Enerson (Abel-Chevrolet)
30. Katherine Legge (Rahal-Honda)
31. Christian Lundgaard (Rahal-Honda)
32. Sting Ray Robb (Coyne-Honda)
33. Jack Harvey (Rahal-Honda)
34

Am Freitag, dem "Carb Day", geht das ebenfalls zwei Stunden dauernde Abschlusstraining über die Bühne. Das Rennen über eine Distanz von 200 Runden steigt am Sonntag.

Weiterlesen:

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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