Indy-500-Vortest: Mick Schumacher besteht Rookie-Programm
Drei IndyCar-Piloten haben an Tag 1 des Indy-500-Vortests das fest vorgeschriebene Eingewöhnungsprogramm für Rookies mit Erfolg absolviert
Mick Schumacher hat die Zulassung für Trainings und Quallifying zum Indy 500
Foto: Penske Entertainment
Auf dem Indianapolis Motor Speedway findet in dieser Woche der offizielle Vortest in Vorbereitung auf die 110. Auflage des Indianapolis 500, dem Höhepunkt der IndyCar-Saison 2026, statt. Der sogenannte Open-Test auf dem 2,5-Meilen-Oval in Indianapolis, an dem alle 33 Piloten teilnehmen, die für das Indy 500 (24. Mai) gemeldet sind, ist auf zwei Tage (Dienstag und Mittwoch) angesetzt.
Ein wichtiger Teil dieser zweitägigen Testfahrten ist das sogenannte "Rookie Orientation Program" (ROP), in dem die Rookies im Feld die Zulassung für den offiziellen Indy-500-Fahrbetrieb (Freie Trainings, Qualifying, Rennen) erlangen müssen. Angesetzt war das ROP für zwei Stunden am Dienstag, dem ersten der zwei Testtage.
Spannend war es allen voran für die drei Vollzeit-Rookies im 25-köpfigen Feld der IndyCar-Stammpiloten 2026, nämlich Mick Schumacher, Dennis Hauger, Caio Collet. Für alle drei waren es am frühen Dienstagnachmittag im Rahmen des ROP ihre ersten schnellen Runden überhaupt auf dem berühmten 2,5-Meilen-Oval.
Drei Piloten bestehen Rookie-Programm - Dennis Hauger noch nicht
Das ROP ist ein verpflichtend vorgeschriebenes Eingewöhnungsprogramm auf dem Indianapolis-Oval, das aus drei Stufen besteht. In Stufe 1 gilt es, 10 Runden mit jeweils einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 205 bis 210 Meilen pro Stunde (mph) zu fahren - nicht schneller. In Kilometer pro Stunde (km/h) umgerechnet wird in dieser ersten Stufe (Phase 1) ein Schnitt zwischen 329,8 und 337,9 km/h auf 10 Runden verlangt.
Sobald Phase 1 erfolgreich absolviert wurde, geht es in Phase 2. In dieser Stufe 2 heißt es, 15 Runden mit jeweils einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 210 bis 215 Meilen pro Stunde (337,9 bis 345,9 km/h) zu absolvieren - nicht schneller. Sobald auch Phase 2 mit Erfolg bestanden wurde, steht als letztes noch Phase 3 auf dem Programm. In dieser Stufe 3 heißt es, 15 Runden mit jeweils mehr als 215 Meilen pro Stunde Schnitt (mindestens 345,9 km/h) zu drehen.
Für alle drei Phasen des ROP gilt: Die geforderten Runden müssen nicht am Stück gefahren werden. Aber in Summe muss pro Phase die vorgeschriebene Anzahl Runden im entsprechenden Speed-Fenster zurückgelegt werden, bevor es für den jeweiligen Fahrer in die nächste Phase geht. Das dreistufige ROP ist in dieser Form seit Jahrzehnten für alle Indy-500-Rookies Vorschrift.
Am Dienstag haben unter bewölktem Himmel sowohl Caio Collet als auch Mick Schumacher das dreistufige Rookie-Programm gemäß Vorgabe bestanden. Dennis Hauger, der dritte Vollzeit-Rookie im Feld, hat Phase 3 in den dafür angesetzten zwei Stunden noch nicht abgeschlossen. Das kann der Norweger aber im weiteren Verlauf des Tests noch nachholen. Phase 1 und Phase 2 hat auch er schon bestanden.
Allerdings haben trotzdem schon drei Piloten alle drei geforderten Phasen des ROP mit Erfolg bestanden. Denn neben den Vollzeit-Rookies im IndyCar-Starterfeld 2026 hat ein vierter Fahrer am diesjährigen ROP teilgenommen: Jacob Abel, der 2025 einer der Rookies war, der sich für das Indy 500 damals aber in Diensten von Dale Coyne Racing nicht qualifiziert hat. Im Mai 2025 gab es 34 Nennungen für den Saisonhöhepunkt. Abel war der einzige, der an der Qualifikationshürde für das Rennen gescheitert ist.
Für Jacob Abel waren es daher nun am Dienstag im Gegensatz zu Mick Schumacher, Dennis Hauger, Caio Collet nicht seine ersten Runden überhaupt auf dem Indianapolis-Oval. In diesem Jahr ist Abel am Steuer des Dallara-Chevrolet vom familieneigenen Team - dem von seinem Vater Bill Abel geleiteten Rennstall Abel Motorsports - gemeldet. Das nur beim Indy 500 eingesetzte und derzeit noch komplett weiße Auto trägt die Startnummer 51.
Routinier-Session: Newgarden vor Sato an der Spitze
Bevor das zweistündige Rookie-Programm über die Bühne ging, stand das Indianapolis-Oval zunächst für zwei Stunden den Routiniers im diesjährigen Indy-500-Starterfeld (alle IndyCar-Stammpiloten 2026 mit Ausnahme der Rookies) offen. In eben dieser ersten Session des Tages hatte der zweimalige Indy-500-Sieger Josef Newgarden (Penske-Chevrolet) die schnellste Runde markiert.
Newgardens Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 223,415 Meilen pro Stunde (359,474 km/h). In Rundenzeit umgerechnet bedeutet das 40,283 Sekunden. Zustande kam die Zeit mit Unterstützung eines Windschattens, als alle drei Penske-Piloten gleichzeitig auf der Strecke waren und zusammenarbeiteten. Zweitschnellster hinter Newgarden war der seinerseits zweimalige Indy-500-Sieger Takuma Sato (Rahal-Honda), gefolgt von Patricio "Pato" O'Ward (McLaren-Chevrolet).
Am Nachmittag steht das Indianapolis-Oval noch bis 18:00 Uhr Ortszeit (Mitternacht MESZ) allen Piloten zur Verfügung. Dazu zählen neben den IndyCar-Stammpiloten 2026 jene Routiniers, für die das Indy 500 am 24. Mai das erste IndyCar-Rennen seit einem Jahr wird und die seither auf dem Indianapolis-Oval auch nicht mehr getestet haben. Diese Gruppe an Fahrern wird als "Refresher" bezeichnet.
Zugehörig zur Gruppe der "Refresher" sind in diesem Jahr: Ed Carpenter, Helio Castroneves, Jack Harvey, Ryan Hunter-Reay sowie Katherine Legge, deren HMD/Foyt-Chevrolet mit der Startnummer 11 erst in dieser Woche als 33. Nennung für das diesjährige Indy 500 bestätigt wurde. Allerdings gab es an diesem Auto am Dienstag technische Probleme, weshalb Legge bislang noch nicht in den Fahrbetrieb des diesjährigen Indy-500-Vortests eingreifen konnte.
Diese Story teilen oder speichern
Registrieren und Motorsport.com mit Adblocker genießen!
Von Formel 1 bis MotoGP berichten wir direkt aus dem Fahrerlager, denn wir lieben unseren Sport genau wie Du. Damit wir dir unseren Fachjournalismus weiterhin bieten können, verwendet unsere Website Cookies. Dadurch wird Dein Nutzererlebnis optimiert und die Werbung auf Deine Interessen zugeschnitten. Wir wollen dir aber natürlich trotzdem die Möglichkeit geben, eine werbefreie Website zu genießen.