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Indy-500-Vortest (Tag 2): Schumacher kratzt an Top 10 - Collet mit Testbestzeit

Mick Schumacher verpasst die Top 10 am letzten Indianapolis-Testtag knapp - Rookie-Kollege Caio Collet schließt auf P1 ab - Fuchs auf der Strecke

Indy-500-Vortest (Tag 2): Schumacher kratzt an Top 10 - Collet mit Testbestzeit

Mick Schumacher hat am zweiten Testtag in Indianapolis an Speed zugelegt

Foto: Michael Michael

Abgesehen von einem verspäteten Beginn der Vormittagssession, der in der Folge eine Verkürzung der Nachmittagssession nach sich zog, ist am Mittwoch der zweite und gleichzeitig letzte Tag der offiziellen IndyCar-Testfahrten in Vorbereitung auf das diesjährige Indy 500 planmäßig durchgeführt worden. Die angekündigten Regenschauer waren nur am Morgen ein Thema.

Für Mick Schumacher (Rahal-Honda) war der Mittwoch die zweite Gelegenheit, um Erfahrungen auf dem Indianapolis Motor Speedway mit seinen vier 90-Grad-Kurven zu sammeln. Am zweiten Testtag hat er die Top 10 im Tagesklassement nur knapp verfehlt.

In der Vormittagssession schloss Schumacher mit einer im Pulk gefahrenen Runde von 221,086 Meilen pro Stunde (355,727 km/h) auf P20 ab. In der Nachmittagssession steigerte er sich mit einer abermals mit Windschatten gefahrenen Runde von 222,802 mph (358,488 km/h) auf P12.

Mick Schumacher

Kurz vor Schluss fuhr Mick Schumacher an die Top 10 in der letzten Session heran

Foto: Penske Entertainment

Vormittags drehte Schumacher 39 Runden, am Nachmittag kamen für ihn weitere 77 hinzu, womit der Rookie in Diensten aus Deutschland am zweiten Testtag auf 116 Runden gekommen ist. Am ersten Testtag (Dienstag) hatte Schumacher 99 Runden gedreht und anschließend in der Pressekonferenz erklärt, dass er seine persönliche Datenbank für das Fahren im Superspeedway aufbaut.

Im Gesamtklassement des Zweitagestests hat Schumacher auf P20 abgeschlossen. Was die zum jetzigen Zeitpunkt noch wenig aussagekräftige Rangliste in Reihen der drei Rookies im 33-köpfigen Indy-500-Feld 2026 betrifft, so war Caio Collet (Foyt-Chevrolet) der Schnellste, gefolgt von Dennis Hauger (Coyne-Honda) und Schumacher.

Mitten im Fahrbetrieb: Fuchs auf der Strecke

Wie schon am Dienstag, so blieb der Fahrbetrieb auch am Mittwoch von Unfällen verschont. Zwei kleinere Zwischenfälle gab es aber. Im Auto von Jack Harvey (Dreyer/Reinbold-Chevrolet) trat im Heck starke Qualm- und ein wenig Flammenentwicklung auf.

Ebenfalls am Nachmittag, als Mick Schumachers Indianapolis-Teamkollege Takuma Sato (Rahal-Honda) auf einer schnellen Runde war, wurde ein Fuchs auf der Strecke gesichtet. Passiert ist dem Tier nichts, eine Gelbphase wurde rechtzeitig ausgerufen.

Über Nacht und in den Morgenstunden hatte es in Indianapolis geregnet. Als der Fahrbetrieb im Rahmen des zweiten Testtages um 10:00 Uhr Ortszeit beginnen sollte, hatte der Regen zwar aufgehört, aber das 2,5-Meilen-Oval war stellenweise noch feucht. Die Trocknung der Strecke per Jet-Dryer dauerte bis kurz nach 11:00 Uhr. Wenige Minuten später übernahmen die IndyCar-Boliden die Strecke von den Trocknungsfahrzeugen.

Wetter und defekte Kupplung: Verändertes Tagesprogramm

Aufgrund des verzögerten Auftakts in den Tag und der Nachwehen des Vortages wurde das Programm für den zweiten Testtag angepasst. Anstatt einer zweistündigen Session, gefolgt von einer einstündigen Pause und abschließend einer vierstündigen Session wurde umdisponiert.

Im Anschluss an die zweistündige Session für alle, die erst um 13:15 Uhr zu Ende ging, hatte Katherine Legge (HMD/Foyt-Chevrolet) das Oval eine Stunde lang für sich allein. Grund: Weil sie am Dienstag aufgrund einer defekten Kupplung keine einzige fliegende Runde hatte drehen können, musste Legge ihr "Refresher"-Programm (die Stufen 2 und 3 des Rookie-Programms) noch nachholen. Das ist ihr am Mittwoch gelungen.

Den Abschluss des zweiten Testtages bildete die Nachmittagssession für alle 33 Piloten inklusive Katherine Legge. Aufgrund der Veränderungen im Tagesprogramm umfasste diese letzte Session anstatt der ursprünglich geplanten vier Stunden nur 2:45 Stunden. Immerhin: Nach der morgendlichen Verzögerung ging der komplette Fahrbetrieb am Mittwoch unter bewölktem Himmel, aber ohne weiteren Niederschlag, über die Bühne.

Caio Collet beendet Zweitagestest mit schnellster Runde

Die schnellste Runde am Mittwoch - und gleichzeitig auch des gesamten Zweitagestests - markierte ausgerechnet einer der Rookies im Feld. Caio Collet glänzte am Vormittag mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 226,381 Meilen pro Stunde, was 364,247 km/h entspricht. Die Runde des Brasilianers kam im Pulk und somit mit Unterstützung von Windschatten zustande.

Caio Collet

Caio Collet - wie Mick Schumacher einer der Rookies - fuhr die Testbestzeit

Foto: Penske Entertainment

In der Nachmittagssession war.der zweimalige Indy-500-Sieger Josef Newgarden (Penske-Chevrolet) der Schnellste im Pulk, war dabei aber langsamer als es Collet am Vormittag war. Zweit- und Drittschnellste am Nachmittag waren Indy-500-Vorjahressieger Alex Palou (Ganassi-Honda) sowie Conor Daly (Dreyer/Reinbold-Chevrolet), der am Dienstag Tagesbestzeit markiert hatte.

In der Wertung der Runden ohne Windschatten, also in Alleinfahrt, setzte am Mittwoch

abermals Jack Harvey die Bestmarke, wobei er seinen diesbezüglichen Wert vom Dienstag noch übertraf. Am Mittwochvormittag realisierte Harvey ohne Windschatten einen Schnitt von 221,112 mph (355,769.km/h). Das entspricht auf dem Oval mit seiner Länge von 2,5 Meilen (4,023 Kilometer) einer Rundenzeit von 40,703 Sekunden.

Allerdings wurden derartige Runden ohne Windschatten weder am Mittwoch noch am Dienstag von jedem einzelnen der 33 Piloten auf die Strecke gelegt, weshalb diese Wertung noch lange nicht aussagekräftig ist. Die Testprogramme der Teams waren wie üblich unterschiedlich.

Einige konzentrierten sich in erster Linie auf das Handling ihrer Autos im Pulk, andere begannen schon mit der Abstimmungsarbeit für Runden in Alleinfahrt. Letzteres wird gegen Ende der Trainingswoche (12. bis 15. Mai) zum großen Thema, weil im Qualifying von jedem Fahrer vier Runden am Stück in Alleinfahrt gefahren werden müssen (25 Fragen und Antworten zur IndyCar-Saison 2026 mit Mick Schumacher).

Die Testfahrten in Vorbereitung auf die 110. Auflage des Indy 500 sind nun abgeschlossen. Weiter geht es auf dem Indianapolis-Oval mit der Trainingswoche, beginnend am 12. Mai (Dienstag). Das zweitägige Qualifying zum IndyCar-Saisonhighlight ist für das Wochenende 16./17. Mai angesetzt. Das 500-Meilen-Rennen steht für den 24. Mai im Kalender.

Bevor es soweit ist, wartet aber noch eine gänzlich andere Disziplin. Auf dem kurvenreichen Indianapolis-Rundkurs steigt am 9. Mai (Samstag) der Grand Prix von Indianapolis, das sechste von 18 Rennen im IndyCar-Kalender 2026. Für Mick Schumacher ist der Indianapolis-Rundkurs ausnahmsweise keine unbekannte Strecke, weil er auf genau dieser Strecke im Oktober 2025 seinen ersten IndyCar-Test absolviert hat.

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