Indy 500: Will Power bei Trainingsauftakt an der Spitze des 35-köpfigen Feldes

Penske-Pilot Will Power führt ersten Trainingstag zum 105. Indianapolis 500 an - Wetter sorgt für Unterbrechungen und Verschiebungen

Indy 500: Will Power bei Trainingsauftakt an der Spitze des 35-köpfigen Feldes

Der Fahrbetrieb in Vorbereitung auf die 105. Auflage der 500 Meilen von Indianapolis als Höhepunkt der laufenden IndyCar-Saison 2021 ist offiziell eröffnet worden.

Am Dienstag, dem ersten von vier Trainingstagen vor dem Qualifying, standen auf dem 2,5-Meilen-Oval in Indianapolis drei Sessions auf dem Programm. Und abgesehen von Unterbrechungen und Verschiebungen aufgrund des Wetters verlief dieser erste Trainingstag ohne größere Zwischenfälle.

FOTOS: Freie Trainings zum 105. Indy 500

In der abschließenden Session des Tages, die am späten Nachmittag als FT2 gewertet wurde und die für alle 35 gemeldeten Autos offenstand, markierte Will Power (Penske-Chevrolet) die Tagesbestzeit im Windschatten. 226,470 Meilen pro Stunde wurden als Durchschnittsgeschwindigkeit notiert. In Zeit waren es 39,740 Sekunden, die Power dank Unterstützung eines vorausfahrenden Autos benötigte.

Damit war der Penske-Pilot verglichen mit dem Bestwert des ersten Trainingstags zum Indy 500 vom August 2020 (James Hinchcliffe mit 224,526 Meilen pro Stunde) direkt deutlich schneller. "Ich habe mich heute direkt sehr wohlgefühlt", so Power, um anzumerken: "Die relativ niedrigen Temperaturen kamen uns sicherlich entgegen."

Power führte das Klassement am Dienstag vor Ryan Hunter-Reay (Andretti-Honda), Takuma Sato (Rahal-Honda), Sage Karam (Dreyer/Reinbold-Chevrolet) und Conor Daly (Carpenter-Chevrolet) an. Es folgten Geburtstagskind Simon Pagenaud (Penske-Chevrolet; 6.) sowie Patricio O'Ward (McLaren-Chevrolet; 7.), Scott Dixon (Ganassi-Honda; 8.), Ed Jones (Coyne-Honda) und Marcus Ericsson (Ganassi-Honda; 10.) an.

 

Simona de Silvestro (Paretta-Chevrolet) als die einzige Dame im diesjährigen Indy-500-Feld beendete den ersten Trainingstag knapp außerhalb der Top 10. Auf P13 reihte sich die Schweizerin direkt hinter dem zweimaligen Indy-500-Sieger Juan Pablo Montoya (McLaren-Chevrolet; 12.) und direkt vor dem zweimaligen IndyCar-Champion Josef Newgarden (Penske-Chevrolet; 14.) ein. Mit Penske arbeitet Paretta Autosport, das Ein-Wagen-Team, für das de Silvestro fährt, technisch eng zusammen.

Bezogen auf die schnellste Runde in Alleinfahrt war Ed Carpenter (Carpenter-Chevrolet; 18.) mit 219,162 Meilen pro Stunde (41,066 Sekunden) derjenige, der zum Auftakt den Ton angab. Allerdings wurde von dieser Disziplin, die mit Blick auf das Qualifying am Wochenende als grobe Orientierung dient, am Dienstag noch längst nicht von allen 35 Piloten Gebrauch gemacht.

Für die einzige Gelbphase, die nicht dem Wetter geschuldet war, sorgte gut eine Stunde vor Schluss eine Flammenentwicklung am Heck des Autos von Sebastien Bourdais (Foyt-Chevrolet; 33.).

 

Bevor das Indianapolis-Oval am Nachmittag für alle 35 Piloten geöffnet wurde, standen zunächst zwei separate Sessions über je zwei Stunden für einerseits nur die Routiniers im Feld und andererseits die Rookies und sogenannten Refresher auf dem Plan.

In der Routinier-Session mit 32 Teilnehmern am Vormittag - gewertet als FT1 - war Graham Rahal (Rahal-Honda) mit 223,449 Meilen pro Stunde (mit Windschatten) der Schnellste gewesen. Aufgrund von Feuchtigkeit in der Luft und schließlich vereinzelten Regentropfen, die den Asphalt erreichten, wurde diese Session dreimal für wenige Minuten unterbrochen. Aus dem gleichen Grund wurde sie schließlich vorzeitig beendet. De facto konnten von den Routiniers nur rund 75 der 120 angesetzten Minuten zum Fahren genutzt werden.

Und auch die Session für Rookies und Refresher am frühen Nachmittag war vom Wetter beeinträchtigt. Los ging es für die nur drei Teilnehmer - J.R. Hildebrand (Foyt-Chevrolet), Stefan Wilson (Andretti-Honda), R.C. Enerson (Top-Gun-Chevrolet) - erst mit zwei Stunden Verspätung. Die verlorene Zeit wurde aber nachgeholt. Dafür hat man am späten Nachmittag das für alle geltende zweite Freie Training verkürzt.

R.C. Enerson

Ölleck am Top-Gun-Chevrolet: R.C. Enerson muss Rookie-Programm noch beenden

Foto: Motorsport Images

Dass an der Session für Rookies und Refresher nur drei Fahrer teilnahmen lag daran, dass der Großteil dieser Gruppe die Runden mit dem für die Zulassung notwendigen Tempo bereits Anfang April beim Indy-500-Vortest gedreht hat.

Enerson ist der einzige, der die Zulassung noch nicht erreicht hat. Am kurzfristig aufgebauten Boliden von Top Gun Racing trat am Dienstag nach 27 Runden ein Ölleck auf. Enerson musste den Tag vorzeitig beenden und wird am Mittwoch nochmals Gelegenheit bekommen, seine noch fehlenden Runden im Programm für Indy-500-Rookies zu absolvieren.

Grundsätzlich sind an den kommenden drei Tagen - Mittwoch, Donnerstag, Freitag - jeweils sechs Stunden Trainingszeit für alle 35 in Indianapolis antretenden IndyCar-Piloten vorgesehen. Geöffnet ist der Superspeedway an diesen drei Tagen jeweils von 12:00 Uhr Ortszeit bis 18:00 Uhr Ortszeit (18:00 Uhr bis Mitternacht MESZ). Die Wettervorhersage ist derzeit für alle drei Tage überwiegend gut. Lediglich für Mittwochvormittag (außerhalb der Trainingszeit) sind Regenschauer angekündigt.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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