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Qualifyingbericht

IndyCar Arlington 2026: Schumacher in Q1 raus - erste Pole für Ericsson

Während Mick Schumacher auf neuem IndyCar-Stadtkurs in Texas an Q1-Hürde scheitert, erobert Marcus Ericsson im experimentellen Q3 erstmals die Pole

IndyCar Arlington 2026: Mick Schumacher erneut in Q1 ausgeschieden

Mick Schumacher ist im Arlington-Qualifying an der Q1-Hürde gescheitert

Foto: Penske Entertainment

Die erste Auflage des Grand Prix von Arlington der IndyCar-Serie wird am Sonntag mit Marcus Ericsson (Andretti-Honda) als erstmaligem Polesetter gestartet, während Mick Schumacher (Rahal-Honda) sein "Heimrennen" im US-Bundesstaat Texas vom 17. Startplatz in Angriff nehmen wird.

Im Qualifying war für Schumacher auf dem brandneuen Stadtkurs im Großraum Dallas/Fort Worth - wie schon beim Saisonauftakt auf dem Stadtkurs in St. Petersburg (Florida) - direkt im ersten Segment Endstation. (Startaufstellung IndyCar Arlington 2026)

Der von Schumacher mit einer Zeit von 1:34.839 Minuten herausgefahrene 17. Startplatz bedeutet im Vergleich zu seiner Platzierung aus dem Freitagstraining (P21) eine Steigerung, im Vergleich zu seiner Platzierung aus dem Samstagstraining (P14) aber eine Verschlechterung.

Für Mick Schumacher "wäre mehr drin gewesen"

Als im Qualifying die rot markierten weichen Reifen ("Reds") aufgezogen wurden, gelang dem Rookie in Diensten von Rahal Letterman Lanigan Racing (RLL) keine Steigerung. "Es war eine Kombination von Dingen", so Schumacher. "Ich denke, wir hatten eigentlich die Pace, um weiterzukommen. Ich hatte aber nicht das Gefühl, dass auf den Reds die Kombination aus Grip und Abstimmung die richtige war. Es wäre mehr drin gewesen."

Schumachers Teamkollegen Louis Foster und Graham Rahal scheiterten ebenfalls schon an der Q1-Hürde - Foster (13.) in Gruppe 1 ganz knapp, Rahal (24.) in Gruppe 2 deutlich. In Reihen der drei Rookies im IndyCar-Starterfeld 2026 klassierte sich Schumacher im Arlington-Qualifying als Zweiter - hinter Caio Collet (Foyt-Chevrolet; 16.), aber vor Dennis Hauger (Coyne-Honda; 19.), die beide ihrerseits den Q2-Einzug verpassten

Zwar war Schumacher von der Rundenheit auch schneller als Collet, aber weil der Brasilianer in Gruppe auf P8 fuhr, erhält er in der Startaufstellung den Vorzug gegenüber Schumacher, der in Gruppe 1 mit besserer Rundenzeit auf P9 fuhr (Startaufstellung zum Grand Prix von Arlington)

Scott McLaughlin crasht im Q1: Startplatz 25

Ebenfalls schon im Q1-Segment einpacken mussten unter anderem der sechsmalige IndyCar-Champion Scott Dixon (Ganassi-Honda; 20.) und allen voran auch Scott McLaughlin (Penske-Chevrolet; 25.). McLaughlin, im Freitagstraining (FT1) noch der Schnellste gewesen, war Mitfavorit auf die Pole und lag zunächst auf Kurs zum sicheren Q2-Einzug. Dann aber rutschte McLaughlin in Kurve 8 in die Mauer.

Scott McLaughlin, Mick Schumacher

Scott McLaughlin und Mick Schumacher: Zwei derer, die schon in Q1 ausschieden

Foto: Penske Entertainment

Weil es aufgrund des Abflugs von McLaughlin eine kurze Unterbrechung des Q1-Fahrbetriebs mit der roten Flagge gab, wurden ihm seine zwei bis dahin schnellsten Runden gestrichen. So besagt es das IndyCar-Reglement. Damit waren das Q1-Aus besiegelt und der letzte Startplatz besiegelt. "Ich habe einfach ein bisschen zu früh eingelenkt und die innere Mauer erwischt. Es tut mir leid für meine Jungs, es war ein dummer Fehler", so McLaughlin. Er war nicht der einzige, der patzte.

Kyle Kirkwood mit Denkfehler im Q2

Im zwölfköpfigen Q2-Segment war dann auch Endstation für McLaughlins Penske-Teamkollegen Josef Newgarden und David Malukas. Ebenso scheiterten Kyle Kirkwood (Andretti-Honda), die beiden Carpenter-Teamkollegen Christian Rasmussen und Alexander Rossi, sowie Santino Ferrucci (Foyt-Chevrolet) am Weiterkommen.

Kirkwood, der als Stadtkurs-Spezialist und wie McLaughlin als Mitfavorit auf die Pole galt, erlaubte sich einen Fauxpas, der ihn mit Startplatz 7 vorliebnehmen lassen muss. "Ich hatte vergessen, in welcher Runde ich attackieren muss. Aus irgendeinem Grund hatte ich Runde 2 im Kopf, aber wir hatten Sprit für drei Runden an Bord", so der Andretti-Pilot. In der IndyCar-Gesamtwertung 2026 ist Kirkwood vor dem Arlington-Rennen Zweiter hinter Tabellenführer Josef Newgarden.

Apropos Newgarden: Dessen Penske-Chevrolet mit der Startnummer 2 war nach dem FT2-Crash in Kurve 2 nicht das Einsatzauto im hellblau/weißen PPG-Design, sondern das Ersatzauto. Dieses wies an den Seitenkästen noch das gelb/weiße XPEL-Design vom vergangenen Wochenende auf, denn es handelte sich tatsächlich um Newgardens Siegerauto aus Phoenix. Mit diesem, aber mit PPG-Logos und natürlich mit Abstimmung für Arlington, gelang dem zweimaligen IndyCar-Champion nicht mehr als Startplatz 11.

Marcus Ericsson im experimentellen Q3 mit erster IndyCar-Pole

Im Kampf um die Pole sowie die weiteren Positionen in den Top 6 der Startaufstellung gab es diesmal eine Neuerung. Das sechsköpfige Q3-Segment - in der IndyCar-Serie als "Fast-Six" bekannt - wurde bei der Premiere des Arlington-Stadtkurses als Einzelzeitfahren ausgetragen.

Marcus Ericsson

Marcus Ericsson (Andretti-Honda) hat es erstmals als IndyCar-Pilot auf Pole geschafft

Foto: Penske Entertainment

Das heißt, die sechs schnellsten Piloten aus dem zwölfköpfigen Q2-Segment gingen im Q3 diesmal nacheinander auf die Strecke - und das nicht wie sonst üblich für sechs Minuten, sondern jeder für jeweils eine einzige fliegende Runde. Marcus Ericsson (Andretti-Honda) als Sechstschnellster aus Q2 eröffnete das neugestaltete "Fast-Six"-Segment, wohingegen Alex Palou (Ganassi-Honda) dank Q2-Bestzeit zuletzt fahren durfte.

Die Q3-Bestzeit wurde schließlich für Ericsson notiert. An seine Zeit direkt hingelegte Zeit von 1:34.356 Minuten kam keiner der fünf verbliebenen Konkurrenten heran - auch Palou nicht. Der viermalige und amtierende IndyCar-Champion in Ganassi-Diensten war zwar Zweitschnellster, aber dabei schon fast eine halbe Sekunde langsamer als Ericsson.

Für Ericsson ist es nach über 100 IndyCar-Qualifyings die erste Pole. Mehr noch: Für den Ex-Formel-1-Piloten ist es die erste Pole überhaupt seit dem GP2-Wochenende in Silverstone 2013. Das liegt fast 13 Jahre zurück. "Darauf habe ich jetzt wirklich lange genug gewartet", strahlte Ericsson und dankte sofort seiner Andretti-Crew: "Die Jungs haben einen unglaublichen Job gemacht. Dieses Format eines Qualifyings finde ich einfach klasse. Danke, Jungs!"

Rennstart am Sonntag eine Stunde früher

Hinter Polesetter Marcus Ericsson und dem Zweitschnellsten Alex Palou starten am Sonntag Patricio "Pato" O'Ward (McLaren-Chevrolet; 3.) und Ericssons neuer Andretti-Teamkollege Will Power (4.) aus der zweiten Reihe. Für Power ist es das erste zählbare Ergebnis seit seinem Wechsel von Penske zu Andretti. In der dritten Reihe formieren sich beim fliegenden Start am Sonntag die beiden Shank-Teamkollegen Felix Rosenqvist (5.) und Marcus Armstrong (6.).

Ob das Experiment eines Q3 im Single-Car-Modus nun auch für andere Stadtkurse und womöglich auch für permanente Rundstrecken im IndyCar-Kalender 2026 übernommen wird, das bleibt abzuwarten. IndyCar hat angekündigt, den zunächst einmaligen Versuch im Anschluss an dieses Wochenende zu evaluieren und danach zu entscheiden.

Die Erstauflage des Grand Prix von Arlington wird am Sonntag über eine Renndistanz von 70 Runden ausgetragen. Die Grüne Flagge zum Start des Rennens ist in mitteleuropäische Zeit umgerechnet bereits für kurz nach 17:00 MEZ angesetzt. Im Vergleich zum ursprünglichen Zeitplan hat man die Startzeit um eine Stunde nach vorn gezogen. Grund: Für Sonntagnachmittag wurde für Arlington ein Sturmwarnung ausgegeben (IndyCar Arlington: Zeitplan, TV, alle Infos).

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