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IndyCar-Beben: Legende verlässt Topteam nach 25 Jahren

Ende einer Traumkombination in der IndyCar-Serie: Nach einem Vierteljahrhundert verlässt Scott Dixon sein Team Chip Ganassi Racing am Ende der Saison 2026

IndyCar-Knall: Scott Dixon verlässt Ganassi nach 25 Jahren

Scott Dixon verlässt Ganassi nach 25 gemeinsamen Jahren

Foto: Lumen Lumen

Das ist das Ende einer absoluten Traumehe im US-Formelsport: Scott Dixon und Chip Ganassi Racing gehen ab der kommenden Saison getrennte Wege. Wie das Team offiziell bestätigt hat, wird der 45-jährige Neuseeländer seinen Vertrag für die Saison 2027 nicht verlängern.

Damit endet eine der erfolgreichsten und beständigsten Partnerschaften in der modernen Geschichte des Motorsports nach fast einem Vierteljahrhundert.

Hinter den Kulissen hat Teambesitzer Chip Ganassi alles versucht, um seine Ikone zu halten. Dem Vernehmen nach lag Dixon ein unterschriftsreifer, mehrjähriger Vertrag vor, der es ihm ermöglicht hätte, seine aktive Karriere standesgemäß bei Ganassi zu beenden.

Doch der sechsmalige Champion hat sich bewusst dazu entschieden, noch einmal einen anderen Weg einzuschlagen und eine neue Herausforderung zu suchen. Er wird mit McLaren in Verbindung gebracht. Allerdings deuten die Zeichen dabei in Richtung des Hypercar-Programms in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC). Dixon bringt durch viele Sportwageneinsätze auch hier einen großen Erfahrungsschatz mit.

Denkbar ist aber auch ein duales Engagement in der IndyCar-Serie und der WEC. Da die 6-Stunden-Rennen in der Langstrecken-Weltmeisterschaft regulär mit nur zwei Piloten bestritten werden können, ließe sich ein solches Doppelprogramm flexibler koordinieren.

Zudem laufen bei McLaren in der IndyCar-Serie am Ende der Saison 2026 die Verträge von Nolan Siegel und Christian Lundgaard aus, was im Cockpit-Aufgebot für personellen Spielraum sorgt.

Chip Ganassi äußert volles Verständnis und tiefen Respekt für diesen Schritt: "Scott hat dem Team in den vergangenen 24 Jahren so viel gegeben. Zusammen haben wir Meisterschaften gefeiert, viele Siege geholt und unzählige Momente erlebt, die dieses Team definieren."

Man habe ihm die Chance geben wollen, seine Karriere bei CGR zu beenden, akzeptiere aber vollauf seine Entscheidung. Für den Rest der aktuellen Saison gilt die volle Konzentration dem Kampf im Cockpit der Startnummer 9.

Dixon gehört zu den erfolgreichsten Fahrern in der Geschichte der IndyCar-Serie, tat sich zuletzt aber teamintern gegen den überlegenen Alex Palou schwer. Nach Will Powers Wechsel von Penske zu Andretti im vergangenen Winter geht eine weitere IndyCar-Ära zu Ende.

Meilensteine einer legendären Ära

Scott Dixon und Chip Ganassi Racing waren über zwei Jahrzehnte lang das absolute Maß aller Dinge im US-Formelsport. Es handelt sich um eine außergewöhnliche Partnerschaft nicht nur wegen ihrer Länge, sondern auch dank ihrer großen Erfolge, seit der Neuseeländer im Jahr 2002 in der ChampCar-Serie für Ganassi debütierte.

Die sportliche Bilanz lässt sich dabei am besten an den sechs Meistertiteln ablesen, die Dixon gemeinsam mit der Mannschaft aus Indianapolis einfahren konnte. Seinen bislang letzten Titel feierte er im Jahr 2020.

Mit diesem halben Dutzend an Titeln im Gepäck jagt der Neuseeländer schon seit Jahren den historischen Allzeit-Rekord von US-Motorsport-Legende A.J. Foyt, der in seiner Karriere insgesamt sieben Meisterschaften erringen konnte. Allerdings setzte ihm Ganassi ab 2021 Palou vor die Nase, der das Unterfangen in den Folgejahren immer wieder durchkreuzte.

Neben den Titeln ist es vor allem die schiere Anzahl an Einzelsiegen, die diese Ära so einzigartig macht. Von seinen insgesamt 59 Erfolgen im US-Formelsport feierte Dixon 58 im legendären Ganassi-Boliden. Eineinhalb Jahrzehnte trug er dabei das berühmte rote Target-Design, seit 2018 sponserte die PNC Bank die #9.

Dabei bewies er eine beispiellose Vielseitigkeit und drückte der Serie auf anspruchsvollen Ovalen ebenso seinen Stempel auf wie auf klassischen Straßenkursen und permanenten Rennstrecken. Über die Jahre erarbeitete sich Dixon im Fahrerlager den Spitznamen "The Iceman".

Am meisten in Erinnerung bleiben seine Meisterleistungen im Spritsparen und seine Fähigkeit, selbst in aussichtslosen Situationen noch Schadensbegrenzung betreiben zu können, mit der viele nicht mehr gerechnet hatten. Von Kritikern oft als größter Glückspilz der IndyCar-Serie bezeichnet, lässt sich nicht von der Hand weisen, dass er sich sein Glück oftmals selbst machte.

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