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Qualifyingbericht

IndyCar Detroit 2026: Crash in Q1 bremst Mick Schumacher aus

Mick Schumacher scheidet beim IndyCar-Rennen in Detroit in Q1 aus - Unfall in finalem Anlauf mit fiesem Einschlag in die Mauer

IndyCar Detroit 2026: Mick Schumacher crasht im Qualifying

Mick Schumacher schied nach Unfall in Q1 in Detroit aus

Foto: Penske Entertainment

Auch im sechsten Anlauf hat es Mick Schumacher (RLL-Honda; 23.) nicht ins Q2 einer Qualifying-Sitzung bei einem IndyCar-Rennen auf einem Straßen- oder Rundkurs geschafft. Beim Rennen in Detroit blieb er wieder in Q1 hängen. (Sein Statement nach dem Unfall)

Seine Zeit von 1:03.849 Minuten hätte bereits nicht für den Einzug ins Q2 gereicht. Diese wurde ihm aber auch noch aberkannt, weil er eine rote Flagge auslöste. Zwei Minuten vor Schluss krachte er mit seinem Dallara-Honda von Rahal Letterman Lanigan Racing in die Mauer ausgangs der Schikane Kurve 6/7.

Die Bilder zeigten nur den Ausgang des Unfalls, als er ausgangs Kurve 7 ins "Grey" geriet, also auf den schmutzigen Teil der Fahrbahn. Ersten Informationen zufolge war Schumacher ein Pinpong-Ball: Bereits in der Rechtskurve, also Kurve 6, berührte er offenbar die Mauer innen, wurde dadurch in die Mauer von Kurve 7, der Linkskurve, geschleudert und von dort aus in die Wand am Kurvenausgang.

Straßenkurse sind gerade in der IndyCar-Serie ein hartes Pflaster, da sich neben der Ideallinie viel Staub und Dreck ansammelt. Die Gripunterschiede sind größer als auf permanenten Rennstrecken. Schumachers gewertete Runde ist nun eine 1:07.449, die ihn ans Ende des Feldes befördert. Aufgrund der IndyCar-Regularien mit zwei Qualifying-Gruppen startet er als 23. aus der vorletzten Reihe.

Schumacher hatte Glück im Unglück, denn Unfälle wie dieser sind in der IndyCar-Serie nicht ohne. Gefährlich ist in solchen Fällen auch der sogenannte "Kickback" ins Lenkrad bei einem Einschlag.

Mauereinschläge können bei den IndyCars Handverletzungen nach sich ziehen, weil mangels Servolenkung die Kraft des Einschlags direkt ins Lenkrad übertragen wird, das dann herumgerissen wird. Schumacher hatte sich schon beim Unfall beim Auftakt in St. Petersburg leicht an der Hand verletzt.

Schumachers Wochenende in Detroit ist bislang ausgesprochen mühsam, denn auch seine Pace war bisher nicht gut genug für die Top 20. Die Rennen auf dem Straßenkurs sind jedoch häufig dermaßen chaotisch, dass mit einer guten Strategie selbst bei fehlendem Speed gute Ergebnisse möglich sind.

Schumacher war auch bei den Qualifyings in St. Petersburg, Arlington, Birmingham und beim Indianapolis Grand Prix in Q1 ausgeschieden. Auf den Ovalen lief es besser, vor allem mit Startplatz vier in Phoenix.

Malukas knallt an selber Stelle in die Mauer

Nur wenige Minuten nach Schumachers Einschlag erwischte es mit David Malukas (Penske-Chevrolet; 25.) den nächsten Fahrer an der gleichen Stelle. Malukas, der beim Indy 500 noch ganz knapp von Felix Rosenqvist (MSR-Honda; 16.) geschlagen wurde, hatte einen ebenfalls fiesen Einschlag.

Hier war zu erkennen, dass er zu schnell in die Schikane hineinfuhr, leichtes Übersteuern bekam und deshalb für die Linkskurve in einem ungünstigen Winkel stand. Er berührte daraufhin die Mauer innen und riss blitzschnell die Hände vom Lenkrad, bevor es zum Einschlag auf der gegenüberliegenden Seite kam.

Etwas später hatte Marcus Ericsson (Andretti-Honda; 10.) Glück. Er traf dieselbe Mauer, allerdings mit beiden Rädern. Die Aufhängung hielt und der ehemalige Indy-500-Sieger konnte sich ins Q2 retten, wo dann aber Endstation war.

Die Poleposition holte sich im finalen "Fast Six"-Shootout, das wie schon in Arlington im Einzelzeitfahren ausgetragen wurde, Titelverteidiger Alex Palou (Ganassi-Honda; 1.) vor Will Power (Andretti-Honda; 2.).

Polefavorit war eigentlich Kyle Kirkwood (Andretti-Honda; 6.), der aber seine Qualifying-Runde komplett vermasselte. Er verbremste sich bereits auf seiner Outlap und hatte damit zwei Bremsplatten. Offenbar verstellte er in Reaktion darauf zu viel Bremsbalance nach hinten, denn beim Anbremsen von Kurve 3, der Spitzkehre, brach das Heck komplett aus und er musste langsam durchs "Grey" fahren - die Runde war dahin.

Profiteure waren Schott McLaughling (Penske-Chevrolet; 3.), Scott Dixon (Ganassi-Honda; 4.) und Christian Lundgaard (McLaren-Chevrolet; 5.). Schumachers Teamkollegen Louis Foster und Graham Rahal (beide RLL-Honda) starten einträchtig nebeneinander aus der sechsten Reihe von den Plätzen elf und zwölf.

Start zum Rennen ist am Sonntag um 18:52 Uhr.

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