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Trainingsbericht

IndyCar durchschlägt Zaun: Drama um Scott McLaughlin

Riesenunfall von Scott McLaughlin im zweiten Freien Training im Barber Motorsports Park - IndyCar entgeht Katastrophe nur knapp

IndyCar-Horror in Birmingham: McLaughlin fliegt durch Sicherheitszaun

Scott McLaughlin hatte riesiges Glück im Unglück

Foto: Fox Sports

Das zweite Freie Training wurde durch einen schweren Unfall von Scott McLaughlin (Penske-Chevrolet; 12.) überschattet. Sein Dallara flog in Kurve 1 über den Reifenstapel, durchbrach den Sicherheitszaun und kam in einer dahinter befindlichen Böschung zum Stehen. Der Neuseeländer blieb unverletzt.

Der Unfall ereignete sich kurz vor Schluss der Kollektivsession. Die Freien Trainings sind in der IndyCar-Serie in zwei Teile geteilt, die ersten 40 Minuten stehen allen Fahrzeugen offen, danach gibt es eine zweigeteilte Gruppenphase über jeweils zwölf Minuten. (Alle Infos zum IndyCar-Wochenende im Barber Motorsports Park)

McLaughlin versuchte gerade eine Quali-Simulation und holte in Kurve 1 etwas zu sehr aus, wodurch er mit zwei Rädern aufs Gras geriet. Der Penske-Bolide bracht sofort aus und ging noch vor dem Kiesbett rückwärts in einen Tiefflugmodus über. Dadurch wurde er kaum verzögert.

Kurz vor dem Reifenstapel berührte er den Boden noch einmal und wurde dadurch über den Großteils des Reifenstapels katapultiert. Er schlug noch in die obere Hälfte des Reifenstapels ein und durchschlug den dahinter befindlichen Sicherheitszaun, der ihn aber glücklicherweise genug abbremste, dass er in der Böschung dahinter stecken blieb.

Wäre das nicht geschehen, hätte die Gefahr bestanden, dass er in ein dahinter befindliches Wäldchen geflogen wäre. IndyCar entging hier nur knapp einer Katastrophe. Mitgeholfen hat auch ein am Zaun befindliches Plakat.

McLaughlin bleibt cool

McLaughlin lächelt über den Unfall hinweg: "Es sah schlimmer aus, als es wirklich war. Nachdem ich mit dem Hinterrad ins Gras geraten war, wusste ich sofort, dass es vorbei ist. Ich habe mich auf den Aufprall vorbereitet." Dabei nahm er unter anderem die Hände vom Lenkrad, wie es Rennfahrern in solchen Situationen empfohlen wird.

"Mir tut es vor allem für die Jungs leid. Aber ich habe mir das Auto angeschaut und es sieht so aus, dass wir [im Qualifying] wieder rausgehen können. Ich will einfach wieder da raus und um die Pole fahren."

Für die Reparatur des Autos war es sogar förderlich, dass der Zaun nachgegeben hat und McLaughlin nicht in den darunter befindlichen Reifenstapel geknallt ist. Er schlug mit dem Heck zuerst ein. Die hintere Crashstruktur (im Fachjargon: Attenuator) federte zusätzliche Aufprallenergie ab. Sie war 2025 beim Indianapolis 500 in den Fokus geraten, weil Penske sie unerlaubt modifiziert hatte.

"Wir bewegen uns immer am Limit. In dem Moment wusste ich sofort, dass es schiefgeht. Dann hält man sich einfach fest und schaut, wie es ausgeht. Aber zum Lachen ist das natürlich nicht. Es war ein Fehler, das muss ich besser machen", so McLaughlin weiter.

"Ich kann das Qualifying kaum erwarten. Das Auto fühlt sich gut an. Heute Morgen war es ein bisschen übersteuernd, die kalten Temperaturen haben das Ganze etwas verändert. Aber ich fühle mich gut, ich liebe diese Strecke und will einfach wieder raus und eine Chance haben."

Mick Schumacher zwischenzeitlich vorn

Zuvor gab es im Training bereits reichlich Action: Völlig überraschend führte Mick Schumacher (RLL-Honda; 19.) die erste Viertelstunde das Klassement an. Es sieht aber so aus, als hätte er die frischen Reifen früher verwendet als andere, denn in der Kollektivsitzung fiel er anschließend bis auf Platz 19 zurück. (So lief das erste Training)

Nolan Siegel (McLaren-Chevrolet; 18.) sorgte für eine erste, kurze Unterbrechung mit einem harmlosen Dreher in Kurve 14, nach der er aber das Auto nicht wie eigentlich vorgesehen mit dem Hybridantrieb starten konnte.

Zu einer kritischen Szene kam es zwischen Louis Foster (RLL-Honda; 25.) und Santino Ferrucci (Foyt-Chevrolet; 14.): Foster fühlte sich offenbar behindert und revanchierte sich mit "Road Rage", indem er Ferrucci ausbremste.

McLaughlin sorgte dann für den Abbruch des Trainings. Die Reparaturarbeiten waren zu umfangreich. Die Bestzeit sicherte sich Alex Palou (Ganassi-Honda; 1.) in 1:06.468 Minuten. (Ergebnis)

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