IndyCar Indianapolis-GP: Mick Schumacher in Q1 out - Palou auf Pole
Nach starkem FT2 scheitert Mick Schumacher auch auf dem Indianapolis-Rundkurs im ersten Quali-Segment - Rennstart planmäßig in wenigen Stunden
Mick Schumacher startet den Indianapolis-Grand-Prix am Samstag von Position 18
Foto: Penske Entertainment
Mit einem Tag Verspätung ist auf dem Indianapolis-Rundkurs das Qualifying zum Grand Prix von Indianapolis der IndyCar-Saison 2026 über die Bühne gegangen. Nach der wetterbedingten Vertagung fand die Zeitenjagd zur Ermittlung der Startaufstellung nun am späten Samstagvormittag bei besten äußeren Bedingungen statt.
Mick Schumacher (Rahal-Honda) hat nach seinem starken Auftritt aus dem zweiten Freien Training schließlich im vertagten Qualifying den 18. Startplatz herausgefahren. Im zweigeteilten ersten Segment (Q1) scheiterte der Rookie in Diensten von Rahal Letterman Lanigan Racing (RLL) einmal mehr Einzug in die Top 12, diesmal um 0,122 Sekunden.
"Suboptimal", so Schumachers Einschätzung im TV-Interview mit Fox. "Ich bin nicht weitergekommen, aber es geht hier wirklich verdammt eng zu." Seine Hoffnungen auf ein gutes Rennen gibt der IndyCar-Rookie aus Deutschland auf der ihm bereits vor diesem Wochenende bekannt gewesenen Strecke trotzdem nicht auf.
Fakt ist: Mick Schumacher ist nun im sechsten Qualifying seiner IndyCar-Karriere zum fünften Mal direkt im Q1-Segment am Weiterkommen gescheitert. Sein mit Abstand bestes Qualifying zeigte er Anfang März ausgerechnet auf dem Ein-Meilen-Oval in Phoenix, wo es keine Segmente im Qualifying gibt. Dort fuhr er mit seinen zwei fliegenden Runden am Stück sensationell auf den vierten Startplatz.
Das Zwei-Tage-Wochenende auf dem Indianapolis-Rundkurs hatte Schumacher am Freitag mit P22 im ersten Freien Training begonnen, woraufhin er sich im zweiten Freien Training auf P7 steigerte. Weil das Qualifying von Freitag auf Samstag vertagt wurde, fand dieses nun direkt am Renntag statt. Dafür hat man das auf Rundstrecken eigentlich standardmäßige Warm-up ausnahmsweise ausfallen lassen.
Schumachers Teamkollegen auf Startplätzen 6 und 7
Im TV-Interview vor Beginn des vertagten Qualifyings hatte Schumacher angemerkt, dass er "durchaus gerne im Regen gefahren wäre", wenngleich er einen IndyCar-Boliden noch nie auf nasser Strecke bewegt hat. Der veränderte Zeitplan aber hatte zur Folge, dass das Qualifying letztlich einen Tag später bei leichter Bewölkung und Sonnenschein über die Bühne ging.
Schumachers Teamkollegen Louis Foster und Graham Rahal haben den Q3-Einzug geschafft (Foster) beziehungsweise knapp verpasst (Rahal). Rahal, der sich den siebten Startplatz gesichert hat, scheiterte im Q2-Segment um 0,121 Sekunden. Damit kristallisiert sich der Indianapolis-Rundkurs grundsätzlich auch in diesem Jahr wieder als passende Strecke für RLL heraus. Einzig, warum das so ist und sich kaum auf andere Strecken übertragen lässt, das bleibt weiter ein Rätsel.
Die größten Überraschungen in den ersten zwei Qualifying-Segmenten waren das jeweils vorzeitige Ausscheiden von Scott McLaughlin (Penske-Chevrolet; 17.) und Will Power (Andretti-Honda; 26.) im Q1 und anschließend von Kyle Kirkwood (Andretti-Honda; 9.) im Q2 (Ergebnisse am Indianapolis-Grand-Prix-Wochenende).
Überlegene Pole-Runde von Alex Palou
Den Kampf um die Pole für den Indianapolis-Grand-Prix hat im entscheidenden letzten Qualifying-Segment Alex Palou (Ganassi-Honda) für sich entschieden. Der Spanier war im sechsköpfigen Q3 mehr als eine halbe Sekunde(!) schneller als Patricio "Pato" O'Ward (McLaren-Chevrolet).

Alex Palou deklassierte die Konkurrenz im Indianapolis-Grand-Prix-Qualifying
Foto: Penske Entertainment
Für Palou ist P1 alles andere als unbekannt. Er hat in den vergangenen drei Jahren jeweils den Indianapolis-Grand-Prix gewonnen, zweimal davon von der Pole, er hat zudem vier der fünf zurückliegenden IndyCar-Titel errungen und er ist außerdem auch der aktuelle Tabellenführer 2026.
Aus der zweiten Startreihe hinter Palou und O'Ward werden Felix Rosenqvist (Shank-Honda) und Christian Lundgaard (McLaren-Chevrolet) das Rennen aufnehmen, gefolgt von David Malukas (Penske-Chevrolet) und Louis Foster (Rahal-Honda) in der dritten Startreihe.
Der Start zum Grand Prix von Indianapolis über eine Renndistanz von 85 Runden erfolgt in wenigen Stunden, in mitteleuropäische Zeit umgerechnet um 22:57 Uhr MESZ.
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