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IndyCar Laguna Seca

IndyCar Laguna Seca: Alex Palou siegt und erobert Tabellenführung zurück

Mit seinem zweiten Saisonsieg holt sich IndyCar-Titelverteidiger Alex Palou die Führung im Gesamtklassement 2024 wieder - Frust im Penske-Lager

IndyCar Laguna Seca: Alex Palou siegt und erobert Tabellenführung zurück

Alex Palou (Ganassi-Honda) hat am Sonntag auf dem Laguna Seca Raceway bei Monterey im US-Bundesstaat Kalifornien das letzte IndyCar-Rennen vor der Einführung der Hybridmotoren gewonnen. Im 95-Runden-Rennen auf der Naturrennstrecke mit ihrer weltberühmten Corkscrew-Passage setzte sich der zweimalige und amtierende Champion mit einer Strategie durch, die sich von der seiner direkten Verfolger unterschied.

FOTOS: IndyCar auf dem Laguna Seca Raceway

Hinter Alex Palou, der mit seinem Sieg die Führung in der IndyCar-Gesamtwertung 2024 von Penske-Pilot Will Power zurückerobert hat, kamen im Rennen am Sonntag Colton Herta (Andretti-Honda) und Alexander Rossi (McLaren-Chevrolet) auf den Plätzen zwei und drei ins Ziel. Frust hingegen gab es vor allem im Penske-Lager.

ERGEBNIS: IndyCar auf dem Laguna Seca Raceway

Alex Palou auf Pole - Kyle Kirkwood mit starkem Start

Alex Palou als Polesetter und Kyle Kirkwood (Andretti-Honda) neben ihm starteten aus der ersten Reihe. In das sechsköpfige Q3-Segment des Qualifyings am Samstag hatten es fünf Fahrer von Honda-Teams, aber nur ein Fahrer eines Chevrolet-Teams geschafft. Es war McLaren-Pilot Alexander Rossi als Fünfter. Der als Tabellenführer angereiste Penske-Pilot Will Power startete nach Q1-Ausscheiden gar nur vom 15. Startplatz.

Kurz nach dem Start verlor Polesetter Alex Palou die Spitzenposition direkt an Kyle Kirkwood, weil der Andretti-Pilot ausgerechnet in der Andretti-Haarnadel auf der Außenbahn vorbeikam.

 

Einige der 27 Fahrer gerieten im Verlauf der ersten Runde in den Dreck - darunter die Penske-Piloten Scott McLaughlin und Will Power bei separaten Szenen. Ansonsten ging zu Beginn alles glatt, aber McLaughlin und Power sollten in der Schlussphase des Rennens noch direkt aneinandergeraten.

Ganz vorne blieb Alex Palou nach dem verlorenen Startduell an Kirkwood dran. Und auch Felix Rosenqvist (Shank-Honda) sowie McLaren-Pilot Alexander Rossi hielten den Anschluss. Palou hätte in dieser Phase sichtlich schneller gekonnt als Spitzenreiter Kirkwood, kam aber bis zum ersten Boxenstopp nicht vorbei - und direkt danach auch nicht.

Denn beim ersten Stopp nämlich, der von allen unter Grün eingelegt wurde, bekam Palou die harte Reifenmischung (Blacks). Der Großteil der Konkurrenz hingegen ließ entweder von der harten auf die weiche Mischung (Reds) umrüsten oder aber Reds gegen frische Reds eintauschen.

Palou mit anderer Reifenstrategie

Der größte Gewinner des ersten Boxenstopp-Durchgangs war Alexander Rossi, der von der vierten auf die erste Position nach vorne kam. Eingangs des zweiten von vier Stints im Rennen führte der McLaren-Pilot vor den Andretti-Teamkollegen Kyle Kirkwood und Colton Herta. Dahinter verlor Alex Palou an Boden und fiel in die Hände seines Ganassi-Teamkollegen Scott Dixon.

Die erste Gelbphase des Rennens gab es in der 35. Runde. Grund war ein Crash von IndyCar-Rookie Luca Ghiotto (Coyne-Honda) in Kurve 4. In dieser Gelbphase kamen Rossi, Kirkwood, Herta und Co. an die Box, wobei Scott Dixon am Eingang der Boxengasse die Leitplanke erwischte und Colton Herta am schnellsten abgefertigt wurde.

Insgesamt 13 Piloten aber blieben in der ersten Gelbphase ganz draußen, darunter Alex Palou, der damit erstmals seit dem Start wieder der echte Führende im Rennen war. Beim ersten Restart führte Palou vor Patricio O'Ward (McLaren-Chevrolet) und Romain Grosjean (Juncos-Chevrolet). Und in der Andretti-Haarnadel kam Grosjean direkt an O'Ward vorbei. Ein Dreher von McLaren-Neuzugang Nolan Siegel aber sorgte sofort für die zweite Gelbphase.

Der nächste Restart klappte besser. Palou führte vor Grosjean und O'Ward sowie den weiteren auf derselben Strategie befindlichen Piloten. Nachdem Palou seinen zweiten Boxenstopp genau wie den ersten unter Grün eingelegt hatte, führte Colton Herta für einige Runden das Feld an. Palou aber war in dieser Phase schon wieder der erste Verfolger des Spitzenreiters.

Mehrmals Gelb in der Schlussphase

In der 64. von 95 Runden überholte Palou, der nun weich bereift war, Herta auf der Anfahrt zur Corkscrew-Passage, um sich auf der Strecke die Führung zurückzuholen. Und auch mit dem letzten der insgesamt drei Boxenstopp-Durchgänge blieb Palou vor Herta und Co. Anschließend aber musste er noch ein paar Restarts überstehen.

20 Runden vor Schluss gab es eine Gelbphase, die aber noch nicht die letzte war. Grund war ein Dreher von Marcus Armstrong (Ganassi-Honda) nach Berührung durch Christian Lundgaard (Rahal-Honda) in Kurve 4. Größter Gewinner dieser letzten Gelbphase war Penske-Pilot Josef Newgarden. Er legte als vorübergehender Spitzenreiter seinen letzten Boxenstopp ein, unmittelbar bevor von der Rennleitung Gelb geschaltet wurde.

Kurz nach dem Restart gab es dann die Kollision von Newgardens zwei Penske-Teamkollegen. In Kurve 5 versuchte sich Scott McLaughlin innen an Will Power vorbeizupressen. Es ging in diesem Moment um die sechste Position, aber das Manöver ging gründlich schief. McLaughlin drehte sich und kam nach einem weiteren Ausrit letztlich nur als 21. mit zwei Runden Rückstand ins Ziel. Für Power, der weiterfahren konnte, wurde es der siebte Platz.

Aber auch Josef Newgarden verließ in der absoluten Schlussphase das Glück. An fünfter Stelle fahrend legte er in der vorletzten Runde ohne Beteiligung eines anderen Fahrers einen Dreher in Kurve 6 hin. Ins Ziel kam der zweimalige Indy-500-Sieger danach nur noch als Letzter in der Führungsrunde auf P19.

 

Letzten Endes ging die von Alex Palou gefahrene Strategie voll auf. Der Ganassi-Pilot brachte seinen zweiten Saisonsieg (nach dem Grand Prix von Indianapolis) vor Colton Herta und Alexander Rossi ins Ziel. Für Rossi ist es der erste Podestplatz der Saison.

Romain Grosjean auf P4: Bestes Juncos-Ergebnis bisher

Romain Grosjean, der auf derselben Strategie wie Alex Palou unterwegs war, wurde Vierter. Damit hat er abermals eine neue persönliche Bestmarke in Diensten von Juncos Hollinger Racing aufgestellt.

Überhaupt ist P4 für das Team von Ricardo Juncos und Brad Hollinger das bisher beste Ergebnis, seit man im September 2021 auf Vollzeitbasis in die IndyCar-Serie eingestiegen ist. Den fünften Platz im Rennen direkt hinter Grosjean belegte der aus der ersten Startreihe losgefahrene Andretti-Pilot Kyle Kirkwood.

Der sechsmalige IndyCar-Champion und Laguna-Seca-Vorjahressieger Scott Dixon belegte nach seinem Leitplankenkontakt in der Boxengasse noch den sechsten Platz direkt vor Will Power, der mit P7 die Tabellenführung verloren hat. Die Top 10 im Rennen wurden vervollständigt von McLaren-Pilot Patricio O'Ward auf P8, von Santino Ferrucci (Foyt-Chevrolet; 9.) und von Marcus Ericsson (Andretti-Honda; 10.).

Nolan Siegel beim McLaren-Einstand trotz Dreher auf P12

Im Vergleich zum vorangegangenen Rennen (Elkhart Lake vor zwei Wochen) gab es gleich mehrere Fahrerwechsel, die für den Rest der Saison gelten sollen. Bei McLaren saß erstmals der langfristig unter Vertrag genommene Nolan Siegel anstelle von Theo Pourchaire im Cockpit. Und bei Meyer Shank Racing gab David Malukas nicht nur seinen Einstand im Team, sondern auch sein Renn-Comeback nach Handverletzung, an der er monatelang laboriert hatte und die ihn das Cockpit bei McLaren gekostet hat.

Im direkten Vergleich zwischen Siegel (#6 McLaren-Chevrolet) und Malukas (#66 Shank-Honda) schnitt Malukas im Qualifying besser ab, Siegel aber trotz seines erwähnten Drehers im Rennen. Malukas fuhr im Qualifying am Samstag den zwölften Startplatz heraus, kam im Rennen aber nicht über Platz 16 hinaus. Die 95 Runden auf der anspruchsvollen Berg-und-Talbahn verlangten seiner im Februar gebrochenen Hand alles ab.

Siegel hingegen startete das Rennen vom 23. Platz im 27-köpfigen Feld. Und kurz nach dem ersten Restart legte er ausgangs der Andretti-Haarnadel jenen Dreher hin, der für die zweite Gelbphase im Rennen sorgte. Anschließend aber fuhr sich der 19-Jährige wieder nach vorne. Ins Ziel kam Siegel auf dem zwölften Platz direkt hinter Malukas' Shank-Teamkollege Felix Rosenqvist (11.).

Nächste Station: Mid-Ohio mit Hybrid-Debüt

Wie eingangs bereits erwähnt, markierte Laguna Seca den Abschied vom aktuellen technischen Reglement. Ab dem kommenden Rennen (Mid-Ohio am 7. Juli) wird in der IndyCar-Serie mit Hybridtechnik gefahren. Dazu werden die 2,2-Liter-V6-Turbomotoren mit einer Elektrokomponente (ESS) gekoppelt. Anhand der Erkenntnisse der Testfahrten wird sich die Zusatzleistung vor allem beim Überholen auswirken, da sie ähnlich wie "Push to Pass" wirkt.

"Push to Pass" wird es unabhängig vom Hybrid-Debüt aber weiterhin geben. Die Hybridtechnik allerdings wird es im Gegensatz zu "Push to Pass" auf den Ovalen geben. Ovalrennen stehen im IndyCar-Kalender 2024 noch fünf auf dem Plan, wohingegen es nach Mid-Ohio nur noch ein weiteres Saisonrennen auf einem permanenten Rundkurs (Portland) und auch nur noch ein Stadtrennen (Toronto) geben wird. Das Saisonfinale in Nashville hat man vom Stadtkurs auf das Oval umgezogen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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