IndyCar Long Beach 2026: Mick Schumacher im FT2 im Reifenstapel
Nach dem Motorwechsel infolge des Defekts vom Freitag sammelt Mick Schumacher am Samstag erste Long-Beach-Erfahrungen - inklusive Ausrutscher
Mick Schumacher crashte am Samstag an der Stelle, wo er am Freitag stehenblieb
Foto: Penske Entertainment
Das zweite Freie Training (FT2) zum Grand Prix von Long Beach der IndyCar-Saison 2026 beinhaltete am Samstag drei rote Flaggen. Zunächst geriet Nolan Siegel (McLaren-Chevrolet) eingangs der Gegengerade an die Mauer, wobei er sich die linke Vorderradaufhängung verbog. Wenige Minuten später rutschte Mick Schumacher (Rahal-Honda) im Bereich des Springbrunnens in die Reifenstapel.
Und wenige Minuten darauf crashte Romain Grosjean (Coyne-Honda) in Kurve 1. Der Franzose, der am Freitag seinen 40. Geburtstag gefeiert hatte, blieb unverletzt. Die Beschädigungen an der Streckenbegrenzung aber sorgten für ein vorzeitiges Ende der Session für alle.
Was Mick Schumacher betrifft, so hatte er es bis zu seinem eigenen Ausrutscher auf 24 Runden gebracht, auf denen er die Strecke endlich kennenzulernen konnte. Denn es waren für ihn die ersten echten Runden in Long Beach, nachdem es im ersten Freien Training (FT1) am Freitag einen Defekt im Umfeld seines Honda-Motors gegeben hatte, woraufhin das RLL-Team noch am Freitag einen Motorwechsel für den Rest des Wochenendes vorgenommen hat.
Mit der neuen Antriebseinheit brachte es Schumacher im FT2 am Samstag im 40-minütigen Teil, der allen 25 Piloten zur Verfügung stand, zunächst auf 23 Runden. In der anschließenden zweigeteilten Gruppenphase über jeweils 12 Minuten passierte ihm auf seiner zweiten Runde in Gruppe 2 der Abflug - genau an der Stelle der Strecke, an der er am Freitag mit Defekt ausgerollt war.
"Das war ein harmloser Einschlag", so Schumacher. Mit Blick auf sein bisher völlig verkorkstes Wochenende kommentiert er: "Nicht gerade großartig, weil ich gestern gar nicht zum Fahren kam. Jetzt können wir nur schauen, dass wir das Auto bis zum Qualifying wieder hinbekommen." Schwer beschädigt war der Rahal-Honda mit der Startnummer 47 nach dem Abflug in die Reifenstapel nicht.
Seine persönlich beste Rundenzeit von 1:08.726 Minuten, die für P22 reichte, fuhr Schumacher zwangsläufig auf den harten Reifen, den "Blacks", weil die weichen "Reds" im FT2 nicht zur Verfügung standen. Immerhin kam er mit fast einem Tag Verspätung dazu, den kalifornischen Stadtkurs auf fliegenden Runden zu erfahren.
Und Schumacher kam mit fast einem Tag Verspätung auch dazu, zusammen mit seinem neuen Renningenieur Eddie Jones eine Abstimmung zu erarbeiten, wenn auch keine direkt für das Qualifying, weil dann die "Reds" die Reifen der Wahl sein werden. Schumachers Teamkollegen klassierten sich im Samstagstraining auf den Positionen 8 (Graham Rahal) respektive 21 (Louis Foster). Die Bestzeit markierte Kyle Kirkwood (Andretti-Honda). (Ergebnis: FT2 in Long Beach)

Eddie Jones: Der (vorübergehend) neue Renningenieur für Mick Schumacher
Foto: Michael L. Levitt / Motorsport Images
Apropos Eddie Jones: Der erfahrene Renningenieur ist bei RLL zunächst nur vorübergehend für Schumacher zuständig. Die beiden arbeiten seit dem Rennwochenende im Barber Motorsports Park zusammen und werden das nach Long Beach auch beim Grand Prix von Indianapolis (8./9. Mai) tun, beim Indy 500 aber nicht.
Für den Höhepunkt der IndyCar-Saison wechselt Jones zurück ans Auto von Takuma Sato. Der Japaner fährt auch in diesem Jahr wieder den nur beim Indy 500 eingesetzten vierten Rahal-Honda (Startnummer 75). Die Zusammenarbeit zwischen Jones und Sato war in der Vergangenheit sowohl im Qualifying (zweiter Startplatz 2025) als auch im Rennen (Sieg 2020) von Erfolg gekrönt.
Bis zum Indy 500 sind es aber noch ein paar Wochen hin. In Long Beach beginnt das Qualifying in drei Segmenten in mitteleuropäische Zeit umgerechnet in der Nacht von Samstag auf Sonntag um 0:30 Uhr MESZ. (IndyCar Long Beach 2026: Zeitplan, TV, alle Infos)
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