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IndyCar Long Beach 2026: Mick Schumacher mit seinem besten Ergebnis

Im fünften Rennen seiner IndyCar-Karriere holt Mick Schumacher nach unauffälligem, aber solidem Sonntag sein bisher bestes Resultat

IndyCar Long Beach 2026: Mick Schumacher mit seinem besten Ergebnis

Mick Schumacher zeigte in Long Beach einen soliden Renntag

Foto: Penske Entertainment

In einem großteils unspektakulären Grand Prix von Long Beach 2026, dem fünften Rennen der laufenden IndyCar-Saison, hat Mick Schumacher (Rahal-Honda) mit Platz 17 das bisher beste Rennergebnis seiner Rookie-Saison eingefahren. Gewonnen wurde das Rennen vom viermaligen und amtierenden IndyCar-Champion Alex Palou, der nach seinem dritten Saisonsieg nun auch wieder der Tabellenführer 2026 ist.

Schumacher setzte wie der Großteil des 25-köpfigen Feldes für den ersten Stint im Rennen auf die harten Reifen ("Blacks"). Wie es das Reglement für Stadtrennen in der IndyCar-Saison 2026 vorschreibt, mussten aber mindestens zwei Stints mit den weichen Reifen ("Reds") absolviert werden. Wie die meisten, so erledigte Schumacher dies im Zuge einer Zweistoppstrategie hart-weich-weich.

Gestartet war Schumacher von der 21. Position. Nachdem sein Wochenende bis dahin absolut verkorkst war - technischer Defekt und keine fliegende Runde im Freitagstraining, gefolgt von einem Abflug in die Reifenstapel im Samstagstraining, und schließlich dem Q1-Aus im Qualifying - ist P17 im Rennen durchaus ein solider Abschluss seines dritten Stadtrennens als IndyCar-Pilot.

In Reihen der drei Rookies im Feld klassierte sich Schumacher hinter Dennis Hauger (Coyne-Honda; 11.), aber vor Caio Collet (Foyt-Chevrolet; 22.). Schumachers erfahrenere Teamkollegen Graham Rahal und Louis Foster beendeten das Rennen auf P8 respektive P16. Foster, der direkt vor Schumacher über die Ziellinie kam, schien auf Kurs zu einer Top-10-Platzierung, aber im letzten Stint gingen ihm die weichen Reifen ein und er verlor noch einige Positionen. (Ergebnis: Grand Prix von Long Beach der IndyCar-Saison 2026)

An der Spitze wurde die 51. Auflage des Grand Prix von Long Beach lange Zeit von Polesetter Felix Rosenqvist (Shank-Honda) bestimmt. und zwar bis in die 57. von 90 Runden, als es die einzige Gelbphase gab. Grund war ein Kleinteil, das in Kurve 3 auf der Strecke lag. Unter Gelb kam das gesamte Feld zum Boxenstopp. Für die meisten war es der zweite im Rennen.

Alex Palou überholt Felix Rosenqvist beim Boxenstopp

Bei eben diesem Boxenstopp wurde der bis dahin an zweiter Stelle hinter Rosenqvist gefahrene Alex Palou am schnellsten abgefertigt. Er kam vor Rosenqvist als Erster auf die Strecke zurück - die Vorentscheidung.

Alex Palou

Alex Palou (Ganassi-Honda) feierte seinen dritten Saisonsieg 2026

Foto: Penske Entertainment

Auch in der Ganassi-Box von Palous Teamkollege Scott Dixon wurde flink gearbeitet. Der Neuseeländer kam beim Boxenstopp von der sechsten auf die dritte Position nach vorn. Und: Als einziger in den Top 5 ließ Dixon für den letzten Stint die weichen Reifen aufziehen. Die anderen vier Piloten waren aus den Top 4 der Startaufstellung losgefahren und hatten das Rennen auf den "Reds" begonnen. Dixon, der vom sechsten Startplatz kam, begann das Rennen auf "Blacks".

Und in dieser Reihenfolge ging es nach 90 Runden auch ins Ziel: Alex Palou siegte vor Felix Rosenqvist und fuhr damit seinen ersten Long-Beach-Sieg ein. Dritter wurde Scott Dixon, der sich in der Schlussphase gerade so gegenüber Kyle Kirkwood (Andretti-Honda; 4.) verteidigte. Die Top 5 machte Patricio "Pato" O'Ward (McLaren-Chevrolet) komplett.

Josef Newgarden auf abweichender Strategie, aber ...

Josef Newgarden (Penske-Chevrolet) setzte vom 14. Startplatz kommend auf eine abweichende Strategie. Obwohl einer von 17 Piloten, die mit der harten Reifenmischung gestartet waren, kam er schon nach elf Runden an die Box, um auf die weichen Reifen zu wechseln. Als die Spitzengruppe von weichen Reifen auf abermals weiche Reifen umrüsten ließ, verbuchte Newgarden vier Führungsrunden.

Kurz nach seinem zweiten Boxenstopp aber fing sich Newgarden beim Überholen von Marcus Armstrong (Shank-Honda) einen Bremsplatten vorne links ein. Der zwang den Penske-Piloten zu einer etwas vorsichtigeren Gangart. Vorziehen musste er seinen dritten Boxenstopp aber nicht.

In dieser Hinsicht kam Newgarden die einzige Gelbphase vom Timing her entgegen. Der Vorteil, den er und seine Crew sich durch die abweichende Strategie erfahren hatten, war aber dahin. Am Ende sprang nicht mehr heraus als die Position, von der man gestartet war: P14.

Will Power (Andretti-Honda) lag nach dem Boxenstopp unter Gelb direkt hinter den Top 5. In der Boxengasse aber hatte er sich eine Strafe eingefangen, weil er beim Beschleunigen einen Mechaniker der Foyt-Crew von Caio Collet angefahren hatte. Die fällige Durchfahrtsstrafe warf Power aussichtslos zurück. Für ihn wurde es am Ende P19.

Gar nicht ins Ziel kam Powers Andretti-Teamkollege Marcus Ericsson, Er fuhr nach 38 Runden mit technischen Problemen (Hybrideinheit) an die Box und gab auf. Es war der einzige Ausfall im 25-köpfigen Feld.

In der IndyCar-Gesamtwertung 2026 hat Alex Palou mit seinem dritten Saisonsieg nun die Tabellenführung von Kyle Kirkwood zurückerobert. Nach fünf von 18 Saisonrennen beträgt der Vorsprung von Palou auf Kirkwood jetzt 17 Punkte. Tabellendritter ist David Malukas als Speerspitze im Penske-Team.

Weiter geht es im IndyCar-Kalender 2026 in knapp drei Wochen, nämlich am Samstag (9. Mai) mit dem Grand Prix von Indianapolis auf dem Infield-Rundkurs des Indianapolis Motor Speedway. Für Mick Schumacher ist es die einzige Strecke im Kalender, die ihm zu Beginn des Rennwochenendes nicht unbekannt sein wird. Auf eben diesem Indianapolis-Rundkurs absolvierte Schumacher im Oktober 2025 seinen ersten IndyCar-Test.

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