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Trainingsbericht

IndyCar Long Beach 2026: Mick Schumacher rollt im FT1 mit Defekt aus

Für Mick Schumacher beginnt das fünfte Rennwochenende seiner IndyCar-Karriere ohne eine einzige fliegende Runde - Neuer Motor für Samstag

IndyCar Long Beach 2026: Mick Schumacher rollt im FT1 mit Defekt aus

Mick Schumacher hatte am Freitag in Long Beach schon früh Feierabend

Foto: Penske Entertainment

Das dritte Stadtkurs-Wochenende und insgesamt fünfte Rennwochenende im IndyCar-Kalender 2026 läuft. Auf dem traditionsreichen Long Beach Street Circuit im Großraum Los Angeles im US-Bundesstaat Kalifornien ist am Freitag das erste Freie Training zur 51. Auflage des Grand Prix von Long Beach über die Bühne gegangen. Mick Schumacher hat in diesem Auftakttraining infolge eines technischen Defekts auf dem letzten Platz (P25) abgeschlossen. (IndyCar Long Beach 2026: Zeitplan, TV, alle Infos)

Direkt zu Beginn der Session war es Schumacher, der für die erste Rotphase sorgte. Grund war die Tatsache, dass sein Honda-getriebener Dallara von Rahal Letterman Lanigan Racing (RLL) in der Streckenpassage beim Springbrunnen (Kurven 2/3) ausrollte.

Schumacher erkundigte sich über Funk beim Team, ob er mittels des Hybrid den Motor neustarten solle. Das wurde seitens des RLL-Teams verneint. Mangels Vortrieb wurde das Auto daraufhin vom Streckenpersonal in die Boxengasse geschleppt, aber nicht etwa bis zu Schumachers Boxenplatz, sondern entgegen der Fahrtrichtung lediglich bis zum Ausgang der Boxengasse.

Am Ausgang der Boxengasse stand das Auto mit Schumacher im Cockpit sitzend einige Minuten lang still. Erst als sich der Fahrbetrieb der Konkurrenz in der Boxengasse etwas gelegt hatte, wurde Schumachers Bolide von der RLL-Crew zum Teamzelt geschoben, um dort den Defekt im Antriebsumfeld zu diagnostizieren. Das war keine Sache von wenigen Minuten.

Bis zum Ende des 40-minütigen Teils des Trainings kehrte Schumacher nicht mehr auf die Strecke zurück. Und auch in der zweigeteilten Gruppenphase konnte er keine fliegende Runde hinlegen.

Unterm Streich steht für Schumacher als einzige Rundenzeit seine nicht repräsentative Aufwärmrunde von unmittelbar vor dem Defekt im Ergebnis: 1:23.324 Minuten. Für Samstag hat man sich entschieden, den Motor zu wechseln. Die Tagesbestzeit am Freitag fuhr Will Power (Andretti-Honda) in 1:07.605 Minuten. (Ergebnis: FT1 in Long Beach)

Während für Mick Schumacher somit der Stadtkurs in Long Beach noch immer großteils ungewohnt ist, weil er am Freitag keine einzige fliegende Runde fahren konnte, so war für Zuschauer das neue Design seines Rahal-Honda ungewohnt. Der Getränkehersteller Liquid Death ist für dieses Wochenende als neuer Hauptsponsor an Bord gekommen und hat Schumachers Boliden ein schwarz-weiß-goldenes Erscheinungsbild verpasst. Glück gebracht hat das neue Design nicht.

Zum Vergleich: Dennis Hauger (Coyne-Honda) und Caio Collet (Foyt-Chevrolet) - wie Mick Schumacher Rookies in der IndyCar-Saison 2026 und genau wie er bis zu diesem Wochenende noch nicht in Long Beach gefahren - brachten es im FT1 am Freitag auf 33 Runden und P17 (Hauger) respektive 28 Runden und P21 (Collet). Den Rookies im IndyCar-Feld steht es in den Freien Trainings zu, sowohl in Gruppe 1 als auch in Gruppe 2 auf die Strecke zu gehen.

Für Haugers Teamkollege Romain Grosjean ist der Freitag der Tag seines 40. Geburtstags. Das Freie Training an seinem "Runden" beendete der in der Schweiz geborene Franzose nach 21 Runden auf P19. An Long Beach hat Grosjean gute Erinnerungen. 2022 und auch 2023, als er jeweils für das Andretti-Team fuhr, belegte er im Rennen den zweiten Platz. Nach einem Jahr IndyCar-Pause (2025) ist Grosjean für die Saison 2026 zu Dale Coyne Racing zurückgekehrt, wo er einst im Jahr 2021 seine Rookie-Saison absolvierte.

Für die zweite und letzte Rotphase des Tages sorgte Scott McLaughlin (Penske-Chevrolet; 2.) in Gruppe 1 des gesplitteten Trainingsteils, und zwar mit einem Abflug in die Reifenstapel am Ende der Gegengerade. Ursache für den Unfall - für McLaughlin der dritte am dritten aufeinanderfolgenden Rennwochenende - war zumindest initial kein Fahrfehler.

Das Getriebe verweigerte laut McLaughlin in der Anbremsphase das Runterschalten. Im TV-Interview gab der Penske-Pilot dann aber zu, dass er besser den Notausgang genommen hätte anstatt zu versuchen, das Auto in einem zu hohen Gang noch in die Kurve zu zwingen.

Am Samstag stehen in Long Beach für die 25 IndyCar-Piloten das zweite Freie Training (FT2) und das Qualifying auf dem Programm, wobei das sechsköpfige Q3-Segment des Qualifyings mal wieder eine Anpassung am Format erfahren hat.

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