IndyCar Mid-Ohio 2026 FT2: Kritische Szene um Mick Schumacher
Das Ergebnis von Mick Schumacher im zweiten Training liest sich etwas besser als am Freitag, aber beinahe hätte es einen schweren Unfall mit seiner Beteiligung gegeben
Mick Schumacher holte Platz 129 im zweiten Training
Foto: Geoff Miller / Lumen via Getty Images
Mick Schumacher (RLL-Honda; 19.) gelang im zweiten Freien Training eine geringfügige Steigerung gegenüber dem ersten Training am Freitag. Nach wie vor sieht seine Performance auf den harten Reifen (Prime beziehungsweise Blacks) ziemlich gut aus. (Ergebnis)
Allerdings war der Deutsche auch in eine heikle Szene mit David Malukas (Penske-Chevrolet; 4.) verwickelt, bei dem er etwas unglücklich aussah. Malukas verhinderte mit schneller Reaktion einen möglichen Horrorunfall.
Die Szene spielte sich zehn Minuten vor Ende der Kollektivsitzung ab, also jenen 40 Minuten, an denen alle Fahrzeuge startberechtigt sind. Malukas war gerade auf einer schnellen Runde, Schumacher bekam offenbar vom Team eine Ansage und versuchte, zwischen Kurve 8 und 9 innen Platz zu machen.
Malukas kam jedoch schneller als erwartet über die Kuppe, sodass Schumacher noch auf der Ideallinie war. Der Zweitplatzierte des Indy 500 2026 sah ihn erst im letzten Moment und konnte gerade noch ausweichen. Natürlich musste er die Runde abbrechen. Der Vorfall blieb ohne Folgen.
Schumacher kam in diesen ersten 40 Minuten nicht über den letzten Platz hinaus, allerdings verwendeten zahlreiche Fahrer in dieser Phase bereits ihren zweiten frischen Reifensatz, bevor es in die Gruppenphase ging.
Und hier schlug sich der Sohn von Formel-1-Legende Michael Schumacher dann deutlich besser: Er markierte die achtbeste Zeit seiner Gruppe in 1:06.027 Minuten. Damit fehlten ihm 0,811 Sekunden auf die Bestzeit von Christian Lundgaard (McLaren-Chevrolet; 1.) von 1:05.216 Minuten, die schon in der Kollektivsitzung erzielt worden war.
Sein Teamkollege Louis Foster (RLL-Honda; 2.) fuhr zwar die Bestzeit in der ersten Gruppe, verwendete dabei aber die weichen Reifen (Alternates beziehungsweise Reds). Der einzige Pilot, der sie ebenfalls in diesem Training benutzte, war Alexander Rossi (ECR-Chevrolet; 5.). Alle anderen sparten sich die Reds für das Qualifying auf.
Hauger fliegt ganz am Ende ab
Wie schon in Elkhart Lake sorgte Sting Ray Robb (Juncos-Chevrolet; 15.) für eine Unterbrechung des Trainings. Er drehte sich in der Kollektivsitzung ausgangs der Keyhole-Kurve, weil er zu stark aufs Gas stieg. Er konnte weiterfahren und war in der Gruppenphase wieder dabei.
Für den größten Abflug des Tages sorgte aber Dennis Hauger (Coyne-Honda; 25.), der in Kurve 6 abflog, weil er beim Einlenken mit den zwei linken Rädern ins Gras geriet. Er schlug dabei rückwärtig ein, wie sein Teamkollege Romain Grosjean (Coyne-Honda; 24.) im ersten Training. Dale Coyne Racing befindet sich nun in einem Rennen gegen die Zeit, das Auto für den Norweger bis zum Qualifying wieder herzurichten.
Lundgaard, der bei McLaren wegen schlechter Oval-Performances vor dem Aus steht, legte einen sehenswerten 360-Grad-Dreher in der zweiten Gruppe in Kurve 9 hin und vermied dabei einen Einschlag, indem er den 360er mit einem Gasstoß provozierte, als das Auto nicht mehr abzufangen war. Ansonsten gab es lediglich einen harmlosen Ausritt von Malukas ins Gras, der ohne Folgen blieb.
Das Qualifying beginnt um 20:30 Uhr. Schumacher wird versuchen, erstmals in dieser Saison über das Q1 hinauszukommen. (Alle Informationen zum IndyCar-Rennen in Mid-Ohio)
Diese Story teilen oder speichern
Registrieren und Motorsport.com mit Adblocker genießen!
Von Formel 1 bis MotoGP berichten wir direkt aus dem Fahrerlager, denn wir lieben unseren Sport genau wie Du. Damit wir dir unseren Fachjournalismus weiterhin bieten können, verwendet unsere Website Cookies. Dadurch wird Dein Nutzererlebnis optimiert und die Werbung auf Deine Interessen zugeschnitten. Wir wollen dir aber natürlich trotzdem die Möglichkeit geben, eine werbefreie Website zu genießen.