IndyCar Mid-Ohio 2026 Qualifying: Mick Schumacher knapp an Q2 vorbei
Mick Schumacher verpasst das Q2 in Mid-Ohio um fünf Hundertstelsekunden - Erneutes Q1-Aus, aber trotzdem bestes Qualifying-Ergebnis außerhalb von Ovalen
Mick Schumacher verpasste den Q2-Einzug in Mid-Ohio um 0,054 Sekunden
Foto: Penske Entertainment
Erneutes Q1-Aus, diesmal jedoch weniger überraschend als in Elkhart Lake und wirklich äußerst knapp: Auf dem Mid-Ohio Sports Car Course in Lexington blieb Mick Schumacher (RLL-Honda; 16.) erneut im Q1 hängen - um 0,054 Sekunden. Er wird das Honda Indy 200 in Lexington vom 15. Startplatz aus in Angriff nehmen. (Startaufstellung IndyCar Mid-Ohio 2026)
Das ist das beste Ergebnis in einem Qualifying für den Sohn von Formel-1-Legende Michael Schumacher außerhalb von Ovalen. Noch knapper verpasste Sting Ray Robb (Juncos-Chevrolet; 14.) den Einzug ins Q2 - ihm fehlten nur acht Tausendstelsekunden. Da er unplanmäßig einen frischen Motor erhalten hat, wird er auf P20 strafversetzt, deshalb rückt Schumacher noch auf den 15. Startplatz auf. (Ergebnis Mick Schumachers Gruppe)
Insgesamt war das Qualifying ein deutlicher Schritt nach vorn, denn in den Freien Trainings hatte es noch so ausgesehen, als würde Schumacher das Tempo auf den weichen Reifen fehlen. Doch diesmal war er von Anfang an bei der Musik dabei, es über den ersten Cut hinaus zu schaffen.
Schumacher hat in Mid-Ohio nicht am Vortest teilgenommen, außerdem ist die Strecke seit 2007 ununterbrochen im Kalender, sodass der Erfahrungsrückstand diesmal besonders groß ausfiel. Außerdem hat Schumacher für dieses Rennen bereits seinen vierten Renningenieur der Saison erhalten.
Das Qualifying begann aufgrund von Unwettern mit fast drei Stunden Verspätung. Trotzdem wurde der komplette Modus mit zwei Gruppen in Q1, Fast Twelve und Fast Six gefahren. Anders als am Freitag, als die weichen Reifen in der Hitze nur eine schnelle Runde hergaben, konnten diesmal mehrere Versuche auf den Reds unternommen werden.
Tausendstel-Entscheidung im Q1
Schumacher lag nach dem ersten Schlagabtausch sogar auf der vierten Position, allerdings hatten zahlreiche starke Gegner den weichen Reifen noch nicht aufgezogen.
Am Ende der Session ging es dann rund: Schumacher wurde schnell in die Knockout-Zone befördert und sein erster Anlauf war nicht gut genug. Er hing noch eine zweite Runde dran und war zwischenzeitlich minimal vorn. In der letzten Kurve waren es fast plus minus 0,000 Sekunden, dann rutschte er am Ausgang etwas zu weit raus und verlor rund eine Zehntelsekunde, die ihn um den Q2-Einzug brachte.
Dennoch ließ er einige namhafte Gegner hinter sich, darunter Alexander Rossi (ECR-Chevrolet; 17.), Santino Ferrucci (Foyt-Chevrolet; 22.) und Elkhart-Lake-Beinahesieger Marcus Armstrong (MSR-Honda; 24.).
Es besteht zusätzlich Grund zur Hoffnung, denn auf dem harten Reifen, der im Rennen der bevorzugte Reifen sein wird, sah Mick Schumacher in den Trainings stärker aus als auf dem Weichen. Ansonsten wird er aus seiner Startposition heraus wieder auf ein chaotisches Rennen hoffen, was es in der Vergangenheit in Mid-Ohio schön öfter gegeben hat.
"Ich glaube, dass wir über das Wochenende hinweg ziemlich gute Fortschritte gemacht haben, aber leider war das Wetter nicht so, wie ich es mir erhofft hatte - ich hatte mich eigentlich auf Regen gefreut und gehofft, dass wir rausgehen und ein paar Runden fahren könnten", so der 27-Jährige nach seinem besten Qualifying außerhalb eines Ovals in der IndyCar-Serie bislang.
"Ich bin ja zum ersten Mal auf dieser Strecke unterwegs, da muss man eben damit rechnen, dass die anderen vielleicht einen kleinen Vorteil haben. Trotzdem hat das Team an diesem Wochenende großartige Arbeit geleistet, um mich auf Vordermann zu bringen, und ich denke, wir können mit den Fortschritten glücklich sein - auch wenn wir natürlich nicht zufrieden sind, dass wir es nicht unter die schnellsten 12 geschafft haben."
Auch Scott Dixon (Ganassi-Honda; 23.) schied in der anderen Gruppe aus. Er bekam zusätzlich eine Strafe, weil er Romain Grosjean (Coyne-Honda) gleich zweimal blockierte. "Ich weiß nicht was sie da am Ganassi-Kommandostand gemacht haben. Haben die gepennt?", wütet der Franzose.
Palous Poleserie gerissen
Alex Palou (Ganassi-Honda; 8.) hatte die Gelegenheit, eine sechste Pole in Folge zu holen und damit für einen Allzeitrekord bei den IndyCars zu sorgen, doch es sollte nicht sein: Der Spanier blieb sensationell in Q2 hängen.
"Ich habe einen dicken Fehler auf meiner ersten schnellen Runde in Kurve 1 gemacht und habe danach keine saubere Runde mehr zusammengekriegt. Das ist sehr schade, denn wir hatten ein wirklich schnelles Auto, aber ich habe es einfach übertrieben. Es ist super eng, da sind Leute in Q1 hängen geblieben, die es eigentlich in die Fast Six [Q3] hätten schaffen können", so der Spanier selbstkritisch.
Im Fast-Six-Shootout ging es richtig munter zur Sache und die ersten vier landeten innerhalb von 0,069 Sekunden. Christian Lundgaard (McLaren-Chevrolet; 1.) sicherte sich nach seinem Sieg in Elkhart Lake die Poleposition vor Teamkollege Patricio "Pato" O'Ward (McLaren-Chevrolet; 2.).
Lundgaard fährt um ein Cockpit für 2027, denn wie es heißt, wird er wegen schwacher Oval-Leistungen von McLaren vor die Tür gesetzt. "Ich denke, jeder weiß, was ich drauf habe", sagt er kurz und knapp.
Während mit Will Power (Andretti-Honda; 3.) und David Malukas (Penske-Chevrolet; 4.) in den Fast Six durchaus zu rechnen war, gelang Christian Rasmussen (ECR-Chevrolet; 5.) und Rinus "VeeKay" van Kalmthout (Juncos-Chevrolet; 6.) eine echte Überraschung.
Start zum Rennen ist am Sonntag um 18:52 Uhr MESZ. Es könnte erneut zu Gewittern kommen. (Alle Informationen zum Rennen)
Diese Story teilen oder speichern
Registrieren und Motorsport.com mit Adblocker genießen!
Von Formel 1 bis MotoGP berichten wir direkt aus dem Fahrerlager, denn wir lieben unseren Sport genau wie Du. Damit wir dir unseren Fachjournalismus weiterhin bieten können, verwendet unsere Website Cookies. Dadurch wird Dein Nutzererlebnis optimiert und die Werbung auf Deine Interessen zugeschnitten. Wir wollen dir aber natürlich trotzdem die Möglichkeit geben, eine werbefreie Website zu genießen.