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Qualifyingbericht

IndyCar Nashville 2026 Qualifying: Mick Schumacher in Startreihe 8

UPDATE: Mick Schumacher im Qualifying auf Nashville-Oval bestplatzierter RLL-Pilot und zweitschnellster Rookie - David Malukas hat Startfreigabe nach FT1-Crash

IndyCar Nashville 2026 Qualifying: Mick Schumacher in Startreihe 8

Mick Schumacher fuhr im Nashville-Qualifying in die achte Startreihe

Foto: Penske Entertainment

Im Qualifying für das IndyCar-Ovalrennen in Nashville hat Mick Schumacher (Rahal-Honda) am Samstag im Einzelzeitfahren über zwei Runden den 16. Platz belegt. Von den 25 gemeldeten Piloten gingen im Qualifying nur 23 auf die Strecke.

Wie schon in den Oval-Qualifyings in Phoenix (Anfang März) und St. Louis (Anfang Juni), so musste Schumacher aufgrund seiner Position in der IndyCar-Gesamtwertung auch diesmal wieder direkt als Erster ins Einzelzeitfahren gehen. Wie in Phoenix und in St. Louis, aber anders als in Indianapolis, mussten auf dem Nashville-Oval zwei fliegende Runden am Stück gefahren werden.

Im Falle von Schumacher war die erste Runde (23,971 Sekunden) schneller als die zweite (24,074 Sekunden). Somit wird Schumacher am Sonntag als bestplatzierter der drei Rahal-Piloten aus der achten Startreihe ins Rennen über 300 Runden gehen.

Mick Schumacher zweitschnellster Rookie

Verglichen mit dem 1. Freien Training, welches dem Qualifying vorausging, war Rahal Letterman Lanigan Racing (RLL) im Einzelzeitfahren etwas besser aufgestellt. Das gilt allerdings nur, solange die Autos auch fuhren. Louis Foster war langsamer als Schumacher und reihte sich auf P20 ein. Graham Rahal allerdings konnte seine zwei fliegenden Runden gar nicht erst in Angriff nehmen, weil es an seinem Auto ein Problem mit dem Benzindruck gab.

Bezogen auf die drei Rookies im Feld war Schumacher der Zweitschnellste. Dennis Hauger (Coyne-Honda) belegte im Qualifying P23, während sich Caio Collet (Foyt-Chevrolet) P15 gutschrieben ließ. Sowohl Hauger als auch Collet kennen das Nashville-Oval aus dem Vorjahr, als sie beide in der Indy-NXT-Serie fuhren. Für Schumacher hingegen ist es das einzige Oval im IndyCar-Kalender, auf dem er vor Beginn des Rennwochenendes noch nie gefahren ist, auch nicht für Testfahrten.

Pole für Kyle Kirkwood

Schnellster im Nashville-Qualifying war Kyle Kirkwood (Andretti-Honda), der schon im FT1 die Zeitenliste angeführt hatte. Dank seiner Quali-Bestzeit startet Kirkwood am Sonntag von der Pole. Es ist die vierte Pole seiner IndyCar-Karriere und nach 2024 seine zweite auf dem Nashville-Oval.

Zweitschnellster im Qualifying war Lokalmatador und Vorjahressieger Josef Newgarden (Penske-Chevrolet), der noch immer an seiner Fußverletzung aus dem Indy 500 laboriert und deshalb außerhalb des Cockpits nach wie vor auf Krücken angewiesen ist.

Scott McLaughlin (Penske-Chevrolet), Tabellenführer Alex Palou (Ganassi-Honda) und der sechsmalige IndyCar-Champion Scott Dixon, der nach Ablauf der Saison von Chip Ganassi Racing zu McLaren wechseln wird, rundeten die Top 5 im Qualifying-Ergebnis ab.

David Malukas lässt Qualifying aus

Zwei Piloten haben aufgrund von Motorwechsel, der in ihrem jeweiligen Auto vor Beginn des Fahrbetriebs vorgenommen wurde, eine Gridstrafe aufgedrückt bekommen. Einer der zwei betroffenen Piloten allerdings machte am Samstag zunächst anderweitig Schlagzeilen.

Wenige Stunden vor dem Qualifying hatte Malukas im 1. Freien Training einen heftigen Crash. Seinem beschädigten Penske-Boliden entstieg der 24-jährige US-Amerikaner aus eigener Kraft. Nach der Untersuchung im Medical-Center der Strecke unterzog er sich in einem nahegelegenen Krankenhaus weiteren Untersuchungen. Bis zum Ende des Qualifyings gab es noch kein Update zu Malukas, weder seitens IndyCar, noch seitens Penske.

David Malukas

David Malukas hat diesen FT1-Crash ohne Verletzungen überstanden

Foto: Penske Entertainment

Fakt ist: Das Qualifying hat Malukas ausgelassen. Conor Daly, der aktuell kein IndyCar-Cockpit hat, stand bei Penske als Ersatz für Malukas bereit, fuhr aber nicht. Das lag zu einen daran, dass das Ersatzauto noch nicht fertig aufgebaut war. Aber es hatte auch noch einen anderen Grund. Denn wenn Daly gefahren wäre, dann dürfte Malukas auch bei ärztlicher Freigabe (die derzeit noch aussteht) nicht im Rennen starten.

Mit dem Qualifying ist der IndyCar-Fahrbetrieb am Nashville-Samstag noch nicht abgeschlossen, denn es folgen noch das "High-Line-Practice" zum Einfahren der oberen Spur, und als letzte Session des Tages noch das Abschlusstraining (FT2). Ob Malukas zum FT2 wieder einsatzbereit sein wird, und falls nicht, ob er am Sonntag das Rennen fahren kann, steht derzeit noch nicht fest.

Gridstrafen für Lundgaard und Malukas

Fest steht aber, dass Malukas im Falle einer Rennteilnahme am Sonntag von ganz hinten starten muss. Denn vollkommen unabhängig vom unfallbedingten Wechsel ins Ersatzauto ist der #12 Penske-Chevrolet eines der zwei Autos im Feld, die mit einer Gridstrafe für Motorwechsel belegt wurden. Das andere Auto ist der von Christian Lundgaard pilotierte #7 McLaren-Chevrolet.

Weil an diesem Wochenende auf einem Oval gefahren wird, bedeuten die Gridstrafen nicht etwa die auf Rundkursen übliche Rückversetzung um sechs Startplätze, sondern um neun Startplätze. Dieser Unterschied, je nach Streckentyp, ist im IndyCar-Reglement seit Jahren so festgeschrieben.

McLaren-Pilot Lundgaard, der im Qualifying P19 belegte, startet am Sonntag aufgrund seiner Rückversetzung vom 24. Startplatz. Den 25. Startplatz nimmt der Fahrer des #12 Penske-Chevrolet ein, wobei derzeit noch offen ist, ob es Stammpilot David Malukas oder Ersatzpilot Conor Daly sein wird.

Malukas hat ärztliche Freigabe für Rennstart

UPDATE Sonntag, 2:02 Uhr MESZ: Im Anschluss an das Qualifying gab es wie angekündigt noch das "High-Line-Practice" und das Abschlusstraining (beide Sessions mit Rennabstimmung). Schnellster im Abschlusstraining war kein Geringerer als David Malukas.

Malukas kehrte rechtzeitig für das "High-Line-Practice" aus dem Krankenhaus zurück ins Cockpit. In dieser kurzen Session legte er zunächst 23 Runden zurück. Im Abschlusstraining schloss er dann nach 75 weiteren Runden auf P1 ab. Einem Rennstart des Penske-Youngsters vom Ende des Feldes steht nun nichts mehr im Weg.

"Alles ist gut", sagte Malukas nach seiner Rückkehr aus dem Krankenhaus im TV-Interview mit Fox. "Ich möchte mich beim AMR Safety-Team, bei allen Beteiligten der IndyCar-Serie und beim Personal des Krankenhauses bedanken. Nichts ist gebrochen, nichts ist gerissen. Das ist schon unglaublich, denn mit meinem Knie habe ich [beim Unfall] das Lenkrad abgeschlagen. Das ist eigentlich gar nicht zu glauben."

Mick Schumacher reihte sich im Abschlusstraining überraschend auf P4 ein. Indes sorgte Teamkollege Graham Rahal (25.) mit Mauerkontakt für eine von drei Gelbphasen in der finalen Session vor dem Rennen. Auslöser für die anderen zwei Unterbrechungen waren ein Dreher mitsamt Einschlag von Marcus Armstrong (Shank-Honda; 3.) sowie ein Mauerkontakt von Romain Grosjean (Coyne-Honda; 19.).

Drei Optionen für Startzeitpunkt am Sonntag

Gestartet werden soll das Nashville-Rennen am Sonntag in mitteleuropäische Zeit umgerechnet um 23:40 Uhr MESZ. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass sich der Rennstart auf 0:20 Uhr oder sogar 0:40 Uhr MESZ verschiebt (Komplette Startaufstellung in Nashville).

Denn weil sowohl das Finalspiel der Fußball-WM als auch das IndyCar-Rennen vom selben US-TV-Sender (Fox) live übertragen werden, beginnt nicht nur die Übertragung, sondern auch das Rennen selbst, auf jeden Fall erst nach Spielende.

Geht das Fußball-WM-Finale zwischen Argentinien und Spanien am Sonntag in eine Verlängerung, dann verschiebt sich der Start des IndyCar-Rennens um 40 Minuten. Gibt es in East Rutherford (New Jersey) sogar ein Elfmeterschießen, dann wird das Rennen in Nashville (Tennessee) erst eine ganze Stunde nach dem eigentlich anvisierten Zeitpunkt gestartet (IndyCar Nashville: Zeitplan, TV, Streckendaten, Livestream und mehr).

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