IndyCar-Planänderung: Hybridmotoren ab 2024 doch nicht mit 2,4 Liter Hubraum

Nach Problemen mit der vorgesehen gewesenen Hybrideinheit von Mahle wird für die IndyCar-Saison 2024 eine neue entwickelt - Aktuelle 2,2-Liter-Motoren als Basis

IndyCar-Planänderung: Hybridmotoren ab 2024 doch nicht mit 2,4 Liter Hubraum
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Die IndyCar-Serie weicht mit Blick auf die geplante Einführung von Hybridmotoren von ihren ursprünglichen Plänen ab.

Wie aus einer am Dienstag von der Rennserie herausgegebenen Pressemitteilung hervorgeht, wird die Einführung von Hybridtechnik in der IndyCar-Saison 2024 nicht mit 2,4-Liter-Triebwerken erfolgen. Stattdessen sollen die Hybridmotoren auf den schon seit 2012 im Einsatz befindlichen 2,2-Liter-Triebwerken basieren.

Grund für die Planänderung sind Probleme, die bei der Entwicklung der Hybrideinheit aufgetreten sind. Als verantwortlich für die Entwicklung wurde ursprünglich das in Deutschland ansässige Unternehmen Mahle ausgewählt.

Als es im Zuge weltweiter Lieferketten-Probleme aber zu erheblichen Verzögerungen kam, wurde die Einführung der Hybridmotoren zunächst von 2023 auf 2024 verschoben. Schlimmer noch: Bei Testfahrten wurde deutlich, dass die Hybrideinheit den Belastungen in einem IndyCar nicht gewachsen ist.

Als Folge dessen hat man nun beschlossen, dass Mahle für 2024 nicht mehr für die Entwicklung der Hybridkomponente verantwortlich ist. Stattdessen haben sich die beiden in der IndyCar-Serie engagierten Motorenhersteller Chevrolet und Honda und ihre jeweiligen technischen Partner - Ilmor beziehungsweise HPD - zusammengetan. In Zusammenarbeit mit einem neuen Zulieferer wird für 2024 eine neue Hybrideinheit entwickelt.

In der am Dienstag von der IndyCar-Serie herausgegebenen Pressemitteilung heißt es: "IndyCar setzt seinen Weg zur Einführung einer Plattform für Hybridmotoren für die Rennsaison 2024 fort. Dieses Programm steht im Zeichen der Zusammenarbeit von Ilmor, Chevrolet und Honda Performance Development."

"Die Tests der Hybrideinheit haben begonnen und werden im Verlauf der Saison 2023 fortgesetzt. Mit Einführung der Hybrideinheit wird der 2,4-Liter-Motor zurückgestellt, sodass die innovative Hybridtechnologie mit den bewährten 2,2-Liter-V6-Motoren mit Twinturbo kombiniert werden kann", so das IndyCar-Statement.

In Ergänzung dazu lässt IndyCar-Präsident Jay Frye wissen: "Die IndyCar-Motoren mit 2,2 Liter Hubraum, die von Honda und Chevrolet gestellt werden, haben in puncto Wettbewerb für das intensivste Racing weltweit gesorgt. Das Hybrid-Motorenpaket für 2024 wird mit einer Leistungssteigerung gegenüber dem aktuellen Motor für noch mehr Spannung sorgen."

Bevor die Entscheidung zur "Zurückstellung" der 2,4-Liter-Motoren getroffen wurde, hatte man die Leistungssteigerung von derzeit rund 700 PS auf dann 800 PS angesetzt. Und dank Hybrid war im Push-to-Pass-Modus von 100 zusätzlichen PS die Rede. Damit hätte sich die Spitzenleistung der IndyCar-Motoren auf rund 900 PS erhöht. Inwiefern es nun, mit Festhalten an den 2,2-Liter-Motoren, bei diesen Zahlen bleibt, wird sich zeigen.

Mit Bildmaterial von IndyCar Series.

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