IndyCar-Saison 2022: So möchte McLaren-SP Felix Rosenqvist an die Spitze hieven

McLaren-SP arbeitet daran, Felix Rosenqvist in der IndyCar-Saison 2022 deutlich näher an die Spitze heranzurücken - Der Rennstall sucht das richtige Set-up

IndyCar-Saison 2022: So möchte McLaren-SP Felix Rosenqvist an die Spitze hieven

Zwei Siege und fünf Podien: McLaren-SP gehörte in der IndyCar-Saison 2021 zu den Topteams und Titelkandidaten. Jedoch war nur Patricio O'Ward konkurrenzfähig. Der Mexikaner hat alle wichtigen Erfolge für den Rennstall eingefahren, während sein Teamkollege Felix Rosenqvist erst am Ende der Saison sein Potenzial aufblitzen lassen hat. Das soll sich im Jahr 2022 ändern.

Rosenqvist holte in Nashville und Portland einen achten und einen sechsten Platz - seine besten Ergebnisse in der vergangenen Meisterschaft. Außerdem musste der Schwede zwei Rennen aussetzen, weil er sich bei einem heftigen Unfall in Detroit verletzte und deshalb pausieren musste. Während sein Teamkollege O'Ward um den Titel kämpfte und Dritter wurde, landete Rosenqvist nur auf Rang 21.

McLaren-SP-Präsident Taylor Kiel möchte die Schlagkraft von Rosenqvist in der kommenden Saison deutlich erhöhen, weshalb das Team intensiv an den Fahrzeugeinstellungen des Chevrolets schraubt, damit das Auto besser zum Fahrstil des Schweden passt. "Das hat in der Winterpause absolute Priorität", sagt Kiel, der in der IndyCar-Saison 2022 zwei Pfeile im Köcher haben möchte.

Rosenqvist soll im Titelkampf eine Rolle spielen

"Das Ziel ist es, die Meisterschaft zu gewinnen", gibt sich der McLaren-SP-Präsident kämpferisch. "Wenn Felix im Kampf dabei ist, hilft das der gesamten Organisation. Deshalb haben wir viel Zeit investiert und uns jedes Rennwochenende und jede Situation angeschaut, weil das Team auf dieser Seite nicht performt hat. Es gab kein einzelnes Detail, sondern einen Rattenschwanz aus Fehlern in der ganzen Saison."

Zu Beginn habe sich Rosenqvist mit dem Paket bei McLaren-SP nicht wohlgefühlt, während O'Ward mit seiner Erfahrung aus der Vorsaison bereits ein Auto gehabt habe, das gut zu ihm gepasst hat, erklärt Kiel. Rosenqvist und auch Indy-500-Pilot Juan Pablo Montoya haben O'Wards Set-up getestet und beide fanden es unfahrbar, weshalb das Team an neuen Lösungen arbeiten musste.

"Wie er gerne betont, hat Pato sehr schnelle Hände, er fährt ein Auto am Limit, und er kann das einfach machen - oder es sieht einfach aus", so Kiel weiter. "Sicherlich sorgt das in der Zeitentabelle oft für Aufregung, aber er kann das machen und Rundenzeiten fahren. Das passt aber nicht zum Stil von Felix." Nur weil ein Set-up für einen Piloten funktioniert, muss das nicht die optimale Einstellung für den Teamkollegen sein.

Rosenqvist hat andere Bedürfnisse als O'Ward

"Das soll aber nicht heißen, dass Felix' Stil nicht schnell ist, denn er hat bewiesen, dass er schnell ist, und das ist letztendlich der Grund, warum wir ihn verpflichtet haben", betont Kiel. "Wir haben aber einen Schritt zurück gemacht und uns entschieden, mit Felix eine andere Richtung einzuschlagen. Wir haben die Pace und die Ergebnisse am Ende der Saison schon sehen können."

Felix Rosenqvist

Felix Rosenqvist braucht ein anderes Set-up als O'Ward

Foto: Motorsport Images

Da die Testmöglichkeiten in der IndyCar-Serie strikt limitiert sind, ist es nicht möglich "über Nacht" eine Lösung zu finden, weshalb es für McLaren-SP und Rosenqvist ein Prozess war, das Auto an die Bedürfnisse des Schweden anzupassen. Kiel ist sich sicher, dass der Rennstall "den richtigen Weg" eingeschlagen hat, um den Schweden in die Lage zu versetzen, konkurrenzfähig zu werden.

Ein weiterer Faktor waren Fehler des Teams in der Boxengasse. Um in der IndyCar-Serie erfolgreich zu sein, müssen sowohl der Fahrer als auch die Boxencrew perfekt arbeiten. Der so oft zitierte Null-Fehler-Job ist essentiell, um an der Spitze mithalten zu können. Laut Kiel muss deshalb auch die Crew an sich arbeiten, um diese Fehler abzustellen. Außerdem habe die Rosenqvist-Mannschaft in Sachen Strategie manchmal daneben gegriffen.

McLaren blickt optimistisch auf die Saison 2022

"Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht", ist sich Kiel sicher, der optimistisch auf die Saison 2022 blickt. "Wir haben die Bereiche identifiziert, in denen wir uns verbessern müssen und wir werden einige kleine Änderungen vornehmen, um die Details in die richtige Lücke zu rücken." Laut Kiel liegt es jetzt in den Händen der Fahrer, Mechaniker und Ingenieure, die an den Rennwochenende alles dafür geben müssen, ihren Job ohne Fehler zu machen.

Felix Rosenqvist

Die komplette McLaren-SP-Truppe muss Fehler abstellen, um erfolgreich zu sein

Foto: Motorsport Images

"Die Saison 2022 ist unsere Möglichkeit, zu beweisen, dass Felix zu den Topfahrern gehört", so Kiel weiter. "Wir wollen zeigen, dass die Kombination Pato und Felix für uns erfolgreich sein kann. Das sind meine Erwartungen. Felix ist ein echter Profi, der niemals mit dem Finger auf andere Leute zeigt und niemals den Kopf in den Sand steckt."

Laut Kiel war die Saison 2021 Rosenqvists "härteste" in seiner Karriere, weshalb er jetzt alle Hebel in Bewegung setzen möchte, um das Ruder im Jahr 2022 herumzureißen. "Wir werden unseren Teil leisten, um sicherzustellen, dass das nicht noch einmal passiert", sagt der McLaren-SP-Präsident. "Felix ist bereit, es mit Pato aufzunehmen und um den Titel zu kämpfen. Da bin ich mir sicher!"

Mit Bildmaterial von IndyCar Series.

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