IndyCar St. Louis 2026: Mick Schumacher in den Top 20 im FT1
Mick Schumacher beginnt das Oval-Wochenende in St. Louis solide - McLaren fährt Bestzeit - Nachwehen aus Detroit: Romain Grosjean fährt mit Verletzung
Mick Schumacher (Rahal-Honda) fuhr im Auftakttraining in St. Louis auf P17
Foto: Kevin Abele / Icon Sportswire via Getty Images
Auf dem 1,25-Meilen-Oval des World Wide Technology Raceway ganz in der Nähe von St. Louis ist der Fahrbetrieb zum dritten Ovalrennen der IndyCar-Saison 2026 eröffnet. Im ersten Freien Training am Samstag war Patricio "Pato" O'Ward (McLaren-Chevrolet) der Schnellste, während sich Mick Schumacher (Rahal-Honda) auf P17 eingereiht hat und Rinus VeeKay (Juncos-Chevrolet) einen späten Crash hatte.
Die 60-minütige Auftaktsession des Zwei-Tages-Wochenendes fand unter stark bewölktem Himmel, aber bei Tageslicht, statt. Das Rennen hingegen wird am späten Sonntagabend Ortszeit unter Flutlicht ausgetragen. Die Renndistanz beträgt 260 Runden (IndyCar St. Louis: Zeitplan, TV, alle Infos).
Für Mick Schumacher ist St. Louis keine gänzlich unbekannte Strecke, da er im Frühjahr einen Testtag auf dem unregelmäßig geformten Oval absolviert hat. Im Auftakttraining am Freitag war der Rookie im Drei-Wagen-Team Rahal Letterman Lanigan Racing (RLL) auf P17 der Zweitschnellste hinter Graham Rahal (12.) und vor Louis Foster (21.).
Bestzeit von Pato O'Ward - Crash von Rinus VeeKay
Im Gesamtklassement der Session hatte Spitzenreiter Pato O'Ward als erste Verfolger Titelverteidiger und Tabellenführer Alex Palou (Ganassi-Honda), Indy-500-Sieger Felix Rosenqvist (Shank-Honda), dessen Teamkollege Marcus Armstrong, sowie Marcus Ericsson (Andretti-Honda) hinter sich (Ergebnis: 1. Freies Training in St. Louis).
Der eingangs erwähnte Crash von Rinus VeeKay passierte gut 20 Minuten vor Schluss, als ihm am Ende der Gegengerade das Heck ausbrach. Der rückwärtige Einschlag in die äußere Streckenbegrenzung von Turn 3 hatte eine Unterbrechung des Trainings zur Folge.
VeeKay, der eigentlich Rinus van Kalmthout heißt, entstieg seinem beschädigten Boliden aus eigener Kraft und sagte im TV-Interview von Fox: "Ich habe den Crash noch nicht [in der Wiederholung] gesehen, aber ich habe das Heck aus der Kontrolle verloren. So etwas kann passieren. Ich schätze, wir werden wohl die Balance ein wenig korrigieren müssen." Im Ergebnis der Session hat der Niederländer auf P14 abgeschlossen. Zum Zeitpunkt des Crashs war er Viertschnellster.
Scott McLaughlin fährt ikonisches Throwback-Design
Auf dem Papier ist Penske ist das Team, das es in St. Louis zu schlagen gilt. Von den 17 IndyCar-Rennen, die es auf dem 1,25-Meilen-Oval bislang gegeben hat, wurden nicht weniger als neun von Penske-Piloten gewonnen, darunter sechs der zehn zurückliegenden.
Anlässlich des 60-jährigen Penske-Jubiläums ist es an diesem Wochenende Scott McLaughlin, der ein Throwback-Design fährt. Der von Dex Imaging gesponserte #3 Penske-Chevrolet des Neuseeländers weist die ikonische Farbgebung auf, wie sie jahrzehntelang von Marlboro kam.
Konkret ist das Design, mit dem McLaughlin diesmal fährt, an jenes von Helio Castroneves beim Indy 500 des Jahres 2009 angelehnt. Es war damals Castroneves' dritter und letzter Indy-500-Sieg in Penske-Diensten. Seinen vierten Sieg im Brickyard erzielte der Brasilianer im Jahr 2021 für Meyer Shank Racing.
Bezogen auf das Penske-Jubiläum ist McLaughlin der zweite von drei Piloten, die in dieser Saison ein Throwback-Design fahren. Den Anfang machte David Malukas beim Grand Prix von Indianapolis mit dem silbernen Verizon-Design von Will Power vom Indianapolis-Grand-Prix 2018.
Jenes Rennen im Mai 2018 brachte damals den 200. IndyCar-Sieg für das Team Penske. Mit dem Throwback-Design kam Malukas beim diesjährigen Grand Prix von Indianapolis auf P2 ins Ziel, geschlagen nur von McLaren-Pilot Christian Lundgaard.
Nach Rossi und Newgarden: Auch Grosjean fährt mit Verletzung
Übrigens: Was die Anzahl der Verletzungen im IndyCar-Feld betrifft, so ist am vergangenen Wochenende noch eine weitere hinzugekommen.
Als Romain Grosjean (Coyne-Honda) am Sonntag auf dem Stadtkurs in Detroit von Alexander Rossi aus dem Rennen gerissen wurde, hat sich Grosjean durch das Zurückschlagen des Lenkrads den rechten Zeigefinger gebrochen. Zu Beginn dieser Woche hat sich der Franzose operieren lassen und tritt an diesem Wochenende nun mit einem Spezialhandschuh an.

Mick Schumacher und Romain Grosjean haben beide eine Handverletzung
Foto: Penske Entertainment
Mick Schumacher offenbarte vor einigen Wochen, dass er sich beim Startunfall beim Saisonauftakt in St. Petersburg (1. März) an der linken Hand verletzt hat. Eine Operation ist bei ihm aber erst für die Winterpause geplant. Rossi, der Unfallgegner von Grosjean in Detroit, fährt seit dem Crash im Montagstraining zum Indy 500 (18. Mai) mit angebrochenem rechten Knöchel.
Und Penske-Pilot Josef Newgarden fährt seit seinem Rennunfall im Indy 500 (24. Mai) mit Verletzung am linken Fuß. In Detroit haben sowohl Rossi als auch Newgarden das komplette Rennwochenende bestritten und sind am Sonntag ins Ziel gekommen, Newgarden sogar in den Top 10.
Doch zurück zum Wochenende in St. Louis: Das Qualifying beginnt am Samstag in mitteleuropäische Zeit umgerechnet um 22:35 Uhr MESZ. Es wird als Einzelzeitfahren über zwei fliegende Runden ausgetragen. Mick Schumacher wird aufgrund der umgekehrten Reihenfolge der aktuellen IndyCar-Gesamtwertung 2026 als erster der 25 Piloten ins Qualifying gehen (IndyCar St. Louis: Zeitplan, TV, alle Infos).
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