IndyCar-Test in Phoenix: Hildebrand bei turbulentem Aufgalopp 2017 top

Beim zweitägigen IndyCar-Test auf dem Ein-Meilen-Oval in Phoenix markierte J.R.Hildebrand (Carpenter-Chevrolet) die Bestzeit, während 4 Fahrer Bekanntschaft mit der Mauer machten.

Die IndyCar-Teams haben ihren ersten offiziellen Fahrbetrieb des Jahres 2017 abgeschlossen. Nach den Testfahrten im Januar auf dem Rundkurs in Sebring, bei denen nur wenige Teams vor Ort waren, gingen am Freitag und Samstag auf dem Ein-Meilen-Oval in Phoenix 4 Testsessions von jeweils 3 Stunden Dauer über die Bühne.

Die Bestzeiten in den einzelnen Sessions, die allesamt mit der gleichen Aerodynamik-Spezifikation wie schon in Phoenix 2016 absolviert wurden, gingen an Josef Newgarden (Penske-Chevrolet), Marco Andretti (Andretti-Honda), J.R. Hildebrand (Carpenter-Chevrolet) und Ryan Hunter-Reay (Andretti-Honda). Unterm Strich war die von Hildebrand bei Tageslicht am Samstag gefahrene Runde die schnellste: 19,040 Sekunden beziehungsweise 193,234 Meilen pro Stunde.

Bildergalerie: IndyCar-Test in Phoenix

Mit seiner Bestzeit war Hildebrand schneller als Penske-Pilot Helio Castroneves bei seiner Testbestzeit vor einem Jahr. Mehr noch: Der neue Stammfahrer von Ed Carpenter Racing war auch schneller als es Castroneves im April 2016 im Qualifying auf dem Weg zur Pole-Position gelungen war. Neuer Inhaber des Phoenix-Streckenrekords ist Hildebrand dennoch nicht, da Streckenrekorde nicht bei Testfahrten aufgestellt werden können.

Chevrolet auf eine Runde, Honda auf Longruns schnell

Der Grund, dass am Freitag und Samstag unter Flutlicht keine schnelleren Runden gedreht wurden als es Hildebrand am Samstagnachmittag gelungen war: Die Fahrer mussten sich die insgesamt 12 Teststunden mit jeweils 6 Reifensätzen einteilen. Setup-Arbeit und Longruns standen bei den meisten klar im Vordergrund gegenüber einer schnellen Runde.

Apropos Longruns: Auf diesen erwies sich die Honda-Fraktion als die etwas stärkere der beiden im Feld. Dabei glänzte vor allem die in der Saison 2016 so arg gebeutelte Truppe von Andretti Autosport mit Ryan Hunter-Reay, Marco Andretti und Neuzugang Takuma Sato. Auch die Honda-Rückkehrer von Chip Ganassi Racing setzten sich in Szene.

Die Chevrolet-Fraktion, die im Winter den Abgang der Ganassi-Truppe verkraften musste, holte sich indes die Plätze 1 bis 5 in der Zusammenfassung der schnellsten Einzelrunden. Hinter Carpenter-Pilot J.R. Hildebrand reihten sich in dieser Wertung dessen Teamkollege und Boss Ed Carpenter sowie Josef Newgarden, Helio Castroneves und Will Power (alle Penske) ein.

4 Crashs am Samstag

4 Fahrer machten im Verlauf der 2 Testtage Bekanntschaft mit der Mauer. Alexander Rossi war in Session 3 der erste, der seinen Boliden in Wand setzte. Der Indy-500-Sieger von 2016 krachte rückwärts in die mit einer SAFER-Barrier geschützte Mauer von Turn 2.

Nach Rossi war es Graham Rahal (Rahal-Honda), der in Turn 1 die Mauer erwischte. Heftiger flog Andretti-Neuzugang Takuma Sato ab. Der Japaner verlor seinen Boliden in Turn 2 auf ganz ähnliche Art und Weise aus der Kontrolle wie wenige Stunden zuvor Teamkollege Rossi. Schließlich erwischte auch der Schnellste des Tests, J.R.Hildebrand, mit seinem #21 Carpenter-Chevrolet die Mauer. Er schlug in Turn 4 ein. Verletzungen gab es bei den 4 Crashs keine zu beklagen.

21 der 22 diesjährigen IndyCar-Stammfahrer griffen beim Phoenix-Test ins Lenkrad. Einzig Spencer Pigot, der im #20 Carpenter-Chevrolet nur die Rennen auf den Stadtkursen und permanenten Rundkursen fährt, war planmäßig Zuschauer.

Der IndyCar-Saisonauftakt steigt am 12. März auf dem Stadtkurs in St. Petersburg (Florida). Phoenix ist im Rennkalender 2017 nicht mehr Station 2 Anfang April, sondern Station 4 Ende April.

Einen Kommentar schreiben
Kommentare anzeigen
Über diesen Artikel
Rennserien IndyCar
Veranstaltung IndyCar-Test in Phoenix, Februar
Rennstrecke Phoenix International Raceway
Fahrer J.R. Hildebrand
Teams Ed Carpenter Racing
Artikelsorte Testbericht
Tags indycar, oval, phoenix, testfahrt, wintertest